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Wir, Murphy, Lola und Lucifer - das Team von World of Vengeance, freuen uns, dass du zu uns gefunden hast. Nimm dir ein Ravenbier und schau dich ganz in Ruhe um. Scheu dich nicht uns zu schreiben, wenn du Fragen hast, wir sind gern für dich da. Talk to you soon.




IN THE SPRING 2032, I RETURNED TO NEW ORLEANS, AND AS SOON AS I SMELLED THE AIR, I KNEW I WAS HOME. IT WAS RICH, ALMOST SWEET, LIKE THE SCENT OF JASMINE AND ROSES AROUND OUR OLD COURTYARD. I WALKED THE STREETS, SAVORING THAT LONG LOST PERFUME. THE FIRST THING YOU NOTICE ABOUT NEW ORLEANS ARE THE BURYING GROUNDS - THE CEMETERIES - AND THEY'RE A COLD PROPOSITION, ONE OF THE BEST THINGS THERE ARE HERE. GOING BY, YOU TRY TO BE AS QUIET AS POSSIBLE, BETTER TO LET THEM SLEEP. GREEK, ROMAN, SEPULCHRES- PALATIAL MAUSOLEUMS MADE TO ORDER, PHANTOMESQUE, SIGNS AND SYMBOLS OF HIDDEN DECAY - GHOSTS OF WOMEN AND MEN WHO HAVE SINNED AND WHO'VE DIED AND ARE NOW LIVING IN TOMBS.

#1

fragwürdige Normalität

in EVERYBODYS HAPPYPLACE 24.09.2023 18:18
von Fhenris | 116 Beiträge
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Beschäftigung: Atmen, Leben, Überleben
Beziehungsstatus vergeben
Gesinnung we shall see
Rassenzugehörigkeit Vampir-Wolfs-Mix (Hybrid)
Neigung Homosexuell
Rudel nope - dafür aber einen kleinen Freak

Szene 1 / der erste Eindruck




Eddie:
Etwas Normalität im Leben, war ihm unglaublich wichtig, vor allem wenn es sich auf seinen Beruf bezog. Normal konnte man das Leben im Rampenlicht fast nicht bezeichnen, aber es lenkte den jungen Mann von den übersinnlichen Ängsten, Sorgen und Läuterungen ab. Sein Team war ihm unglaublich wichtig, ohne diese wenigen engen Kollegen, würde er wahrscheinlich recht schnell unter all dem Vorbereitungsstress zerbrechen, deswegen war es ihm ein Anliegen, diese Personen etwas näher an sich heranzulassen und eine gewisse private Atmosphäre zu gewährleisten. Das er Team Besprechungen in der 'gemeinsamen' Wohnstätte von Fhenris und ihm – ja, er bezeichnete dieses Heim als gemeinsamen Aufenthaltsort – abhielt, war seinem treuen Personenschützer natürlich ein Dorn im Auge -zurecht! Eddie wusste wie Hank darauf reagieren würde, deswegen versuchte er ihn an diesem Tag mit anderen Aufgaben zu beschäftigen, zum Beispiel die Umgebung sondieren, damit müsste der Wolf abgelenkt sein, doch kam es leider anders als geplant. Um fair zu sein: wenn Eddie irgendwelche Notlügen in die Welt setzte, ging das in der Regel immer schief. Entweder durchschaute man ihn sofort, oder er machte Fehler bei der Gestaltung der 'rettenden' Scheinwelten. Gegen 19 Uhr trafen alle nach und nach ein und zu Beginn wurde die obligate Pizza gereicht um die Energie aller aufzuladen. Boyd, Matt, die vier Mitglieder der Band und auch ein ziemlich angesäuerter Hank machten es sich im Wohnzimmer bequem und natürlich dürfte sich Eddie ein paar wutgetränkte Salven von seinem Bodyguard anhören, diese jedoch versuchte er weitgehend auszublenden und besänftige den Wolf mit einem Glas gekühlten Guiness. Strukturiert und Ehrgeizig machte man sich daran, alle wichtigen Punkte nach und nach abzusprechen. Eddie bestand zum Beispiel darauf, dass sein Team auf Tour in hochwertigen Hotels untergebracht wurde, für Matt ein absolutes muss, für die anderen eher zweitrangig, Boyd würde auch in einem einfachen Hostel absteigen. Es war ein Austausch auf Augenhöhe und man merkte, dass die unterschiedlichen Charaktere mehr und mehr zusammenwuchsen und Vertrauen untereinander schöpften. Man musste sich nicht gegenseitig beweihräuchern, jeder hatte das Recht zu sagen, was ihm oder ihr in den Sinn kam. Etwas gekränkt nahm Hank den Hinweis wahr, dass er doch bitte an seiner Einstellung bezüglich der 'Fans' zu arbeiten hätte. Edward wollte, dass seine Follower mit Respekt und Freundlichkeit behandelt werden- immerhin waren sie es, die es ihm ermöglichten seinen Traum auszuleben. Hank nahm es mit einem genervten Brummen zur Kenntnis, äußerte sich jedoch nicht dazu, er würde seinem roten Faden treu bleiben und das Leib und Leben seines Klienten und dessen nahen Umfeldes mit allen Mitteln schützen, auf SEINE Art und Weise, Punkt! Die Zeit verging wie im Fluge, der ein oder andere gab sich dem feierabendlichen Alkoholangebot hin und man tauschte sich mehr und mehr privat aus, eigentlich ein sehr angenehmes, schönes Miteinander - genau so hatte er sich dies erhofft.

Die Bombe, dass er in einer Beziehung mit einem Mann war, ließ er irgendwann ebenfalls platzen, somit war es offiziell und er bat darum sein Privatleben zu respektieren und zu schützen. Die Randnotiz von Matt, dass man sich in jungen Jahren lieber austoben sollte und das wahre Liebe Trugschluss war, ignorierte er geflissentlich. Aber jeder dürfte seine eigene Meinung äußern, nicht wahr?

Fhenris:
*Als ich das LA NOTTE verließ, war meine Laune nicht wirklich besser als zuvor. Eigentlich war ich hierher gekommen, um neben dem Aspekt des Geld-Verdienens, auch ein wenig Ablenkung zu finden - doch beim Letzteren war ich keineswegs erfolgreich. Schlimmer noch; mittlerweile lenkte mich der Kleine selbst dann ab, wenn er garnicht zugegen war. MUTTER DER NACHT, wann hörte dieser Wahnsinn endlich auf?! Diese vielen neuen, teils recht sonderbaren Gefühle waren schon verwirrend genug - doch in Kombination mit meiner mangelhaften Empathie-Fähigkeit und der mich dominierenden Massen-Inkompatibilität hatte ich zeitweilig schlicht das Gefühl, den Verstand zu verlieren. Immer öfter spürte ich etwas in mir, was eindeutig über eine reguläre Beziehung hinaus ging - und das, obwohl unsere Frenemies-Bindung generell recht abseits der Normalität vonstatten ging . Nur gingen diese Empfindungen, welche ich neuerdings an, bzw. in mir wahrnahm, weitaus tiefer als die hormonelle Anziehungskraft zwischen uns - selbst dieses Gefühl der Vollständigkeit, welches der Kleine in mir auslöste, traf es nicht. Und kommt mir jetzt bloß nicht mit Schmetterlingen im Bauch und der Liebes-Blindheit. Ich weiß, was ich für Eddie empfinde und er weiß es auch - auch wenn ich die obligatorisch-dazugehörigen L-Schwüre nicht ausspreche. Was ich eben nicht wusste, war die Tatsache, dass die spürbare Veränderung, welche ich gerade erstmalig in meinem Leben durchlebte, ganz normal war. Denn es war das instinktive Prägungs-Verhalten eines Wolfes, kombiniert mit der Blut-Bindung der Vampire - ein sprichwörtlicher Over-Kill der Emotionen. Wenn man jetzt noch bedachte, dass ich generell ein Gefühls-Legastheniker war, könnt ihr euch vielleicht mein gegenwärtiges inneres Chaos ein wenig besser vorstellen. Ich konnte es defacto weder in Worte fassen, noch mit den vielen Sinnes-Eindrücken umgehen - weshalb ich ja auch fortwährend gereizt war. Aber, und genau das war der Punkt - selbst wenn ich wüsste, warum ich so schräg drauf war, würde ich NICHTS ändern. Der Kleine war das einzig Bedeutungsvolle in meinem Leben - aber gleichzeitig war er eben auch meine einzige Schwäche. Zwar hatte ich heute sämtliche Kämpfe gewonnen, doch ich war, wie gesagt, enorm abgelenkt und machte meinem GRUMPY-Ruf alle Ehre. Habe ich doch den dritten Kampf mit der sarkastisch-provokativen Aussage abgebrochen, dass wenn ich Lust auf harmonie-getränkte Kuschel-Romantik hätte, ich nicht in die Arena gekommen wäre - denn das konnte ich mir auch bei Eddie holen. Was soll ich sagen der Vergleich mit ´nem Kuschel-Krieger auf Kontakt-Suche kam nicht gut an - und ich durfte mir ganz schön was anhören. Von wegen fairer Umgang miteinander ... grummel, fluch ... das war ´ne FUCKING Kampf-Arena, wo wir illegal für Geld kämpften. Der Dunkelheit sei Dank ging es dort auch meistens etwas härter zu - nur scheinbar hatte ich echt ´nen schlechten Tag erwischt, oder ich war angesichts meiner eigenen Verfassung etwas empfindlicher als sonst. FUCK; wenn das stimmte, mutierte ich zu einer verweichlichten Gefühls-Achterbahn - das waren ja tolle Aussichten ... grummel, fluch ... und mit eben diesem Mix aus Frust über den spürbaren Zerfall meiner "harten Mauer", der eigentlich ständigen Sehnsucht nach Eddie´s Nähe, dem damit verbundenen Chaos in meinem Inneren und dem latent vorhandenen Bedürfnis nach dem Kick befand ich mich nun auf dem Weg zu demjenigen, der irrsinnigerweise gleichermaßen das Problem wie auch die Lösung war. Dumm nur, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass Eddie immer noch Besuch hatte. Mit den Spuren der Arena an mir, kletterte ich in gewohnter Manier durch das Wohnzimmer-Fenster, welches Eddie ebenfalls aus Gewohnheit immer für mich offen ließ. Und was soll ich sagen: die Szenerie, welche sich mir bot, passte perfekt zu meiner gegenwärtigen Stimmung - lag doch da ´nen fremder Mann im Arm meines Freundes. Kurz sondierte ich die restlichen Leute im Raum - und musste zu meiner nicht vorhandenen Freude feststellen, dass der Typ Marke "Ich-bin-hier-völlig-fehl-am-Platz" eindeutig ein Wolf war. Dieser typische "Nasser-Hund-Mief" war überdeutlich und eigentlich das Einzige, was ich mit der Rasse meiner eigenen angeblichen Wurzeln in Verbindung brachte - denn diese Aussage begleitete mich meine gesamte Kindheit. Keine Ahnung, wie lange ich für das sprichwörtliche Schweigen im Walde, bzw. im Wohnzimmer sorgte - doch es fühlte sich nach einer Ewigkeit an, auch wenn es wahrscheinlich nur ein paar wenige Atemzüge waren. Erst da fiel mir der erschrockene Blick von Eddie auf, welcher sich immer mehr ins besorgte Mustern wandelte. Das war dann der Moment, wo mir bewusst wurde, wie ich wirken musste - ein blutverschmierter Typ stieg des Nachts durchs Fenster. YEAH; das verbuchen wir doch glatt mal unter den perfekten ersten Eindruck im Sinne der Vertauens-Aufbau-Förderung.* Eddie, bevor du jetzt ´nen HerzKaspar bekommst ... das ist NICHT mein Blut ... alles ok ... ich wollte dich auch nicht *mein Blick ging kurz skeptisch-musternd durch die illustre Runde* bei was auch immer, stören ... nur kurz duschen *wehrte ich sämtliche Fragen seinerseits bereits im Vorfeld ab und ließ ihn kurzerhand stehen, um wie gesagt, ins Bad zu gehen - auch wenn die Beschreibung "flüchten" gerade eindeutig besser passte. Den Besuch des Kleinen ignorierte ich ebenso rigoros - wobei man mein halbwegs neutrales Nicken in jene Richtung durchaus als non-verbalen Gruß werten konnte. Erst im Bad fiel mir auf, dass ich Eddie gerade erstmals bei seinem Namen angesprochen hatte - doch irgendwie erschien mir das traditionelle "Kleiner" vor seinen Leuten als falsch; zumal ich wusste, dass er es eigentlich nicht mochte, wenn ich ihn so nannte. ABER manchmal, ok, eigentlich generell, war ich eben verdammt gut darin, derartige Befindlichkeiten auszublenden. Nur konnte ich die Menge an Testosteron und diese innige Vertrautheit gerade defacto nicht ausblenden ... weshalb ich auch direkt wieder zurück ins Wohnzimmer ging, um mich zu Eddie, der immer noch recht sprachlos auf dem Sofa saß, runterbeugte und ihn vor versammelter Mannschaft küsste.* Achja ... ich bin der Typ an seiner Seite ... eindeutig real und dementsprechend definitiv kein Gerücht *blieb mein Blick bei diesen Worten etwas länger bei der maskulinen Barbie-Puppe hängen als bei den Anderen?! Wahrscheinlich - aber hey; vielleicht hielt ihn das ein wenig mehr auf Abstand* wenn euer Management damit ein Problem hat, kann es das behalten - ist ja schließlich nicht mein Problem *und damit zog ich dann mit einem fiesen Grinsen ins Bad ab - mit das Blut meiner Gegner abwischen ... und vielleicht, wenn die Abkühlung mein Gemüt ausreichend beruhigte, konnte ich ja zumindest versuchen, den Typen nicht nur die Aggro-Version von mir zu zeigen .. obwohl?! ach egal*

Eddie:
In der Regel ließ Eddie keinerlei Berührungen anderer zu, es sei denn er vertraute ihnen und das kam verdammt selten vor. Mit seinem Bassisten dagegen, kam er unglaublich gut klar, es hatte sich von Anfang an ein enges, freundschaftliches Band geknüpft, man schwebte gewissermaßen auf einer Wellenlänge. Jedoch musste man sich in dieser Hinsicht keinerlei Sorgen machen, Kevin war immerhin mit der jungen Drummerin zusammen und hetero, dass dieser Anblick dennoch seltsam wirkte: absolut verständlich. Als Fhenris das Fenster enterte und seine Präsenz verwirrt, durcheinander aber auch aggressiv wirkte, blinzelte Eddie mehrmals und musterte seinen Partner eingängig und besorgt. Während Hank gegen seine innere Anspannung ankämpfte und versuchte, die Situation zu analysieren, um Gefahrenquellen direkt im Keim zu ersticken, hüllte sich Matt zunächst in amüsiertes Schweigen.
Ein vermeintlich blutender Hüne, dessen Blick Bände sprach und nahezu alle in eine gewisse Schockstarre versetzte, die Vibes waren angespannt und das spürte auch Eddie.
“Nicht dein Blut..?” Ein wenig stabilisierte sich der besorgte Blick des 19-Jährigen, dennoch musterte er seinen Freund weiterhin eingängig und intensiv. Edward kannte solche Situationen mittlerweile ganz gut, es war zwar immer wieder erschreckend, aber es war stets beruhigend, wenn der Vagabund in ganzen Stücken zu ihm zurückkehrte. Als er seinen Namen vernahm, zuckte er sogar für den Bruchteil einer Sekunde irritiert zusammen und blinzelte überrascht- das war neu! “Du störst nicht! Ich freue mich, dass du da bist!” Rief er ihm noch hinterher und befreite sich aus Kevins Umarmung. Das Verhalten seines Partners rechtfertigte er vor den anderen nicht- warum auch? Fhenris hatte das Recht so zu sein wie er eben war, so und nicht anders liebte er den störrischen Chaoten und er schämte sich niemals für ihn, im Gegenteil.

Boyd:
Der plötzliche Stimmungswechsel faszinierte ihn, es waren so viele verschiedene Emotionen, die dem fremden Mann anhafteten, dass es für ihn nahezu einem Festmahl gleichkam. Sich daran zu laben wäre jedoch fatal, man würde die Veränderung sofort wahrnehmen und das war ihm zu gefährlich, aber er verfolgte jeden Schritt mit neugieriger Aufmerksamkeit. Das Blut störte ihn weniger, er hatte schon viel gesehen und erlebt, er war schließlich als Fotograf für diverse Nachrichtensender tätig. Er verzog sich in eine sichere Ecke und hielt sich weitgehend raus.

Hank:
Auch seine Sinne stählten sich prompt auf das vorherrschende Szenario. Äußerlich ruhig, innerlich aufgewühlt, fixierte er Fhenris mit wachsamen Augen. Zu Beginn übertünchte der Geruch des fremden Blutes die Offenbarung des Wesens des Vagabunden, doch umso mehr er sich bewegte, desto mehr konnte er neben dem Vampir auch den Wolf wahrnehmen. Die obscure Liebelei zwischen Eddie und Fhenris nahm er dementsprechend auf einer anderen Ebene wahr und diese missfiel ihm. Eine normale nette Liebesgeschichte war mit der Prägung eines Wolfes kaum vergleichbar. Einmal auf ein anderes Wesen geprägt, gab es nahezu kein Zurück mehr, das könnte für beide Männer irgendwann verdammt gefährlich werden und Gefahr wollte der Personenschützer natürlich partout vermeiden. Mal abgesehen davon, war es nicht unbedingt üblich, dass sich ein Wolf auf einen Menschen oder ein anderes Wesensspektrum prägte, das könnte Fhenris irgendwann zum Verhängnis werden und schon fügten sich die Puzzleteile langsam zusammen. War diese Beziehung ein Grund für das rege Interesse anderer Kreaturen, die sich immer wieder gefährlich nahe an die beiden heran wagten, nur um dann wieder in den Annalen der Stadt zu verschwinden? Hatten sie womöglich eine Welle an übernatürlichen Grenzüberschreitungen ausgelöst oder die Aufmerksamkeit höherer Spielfiguren auf sich gezogen? Waren sich die beiden überhaupt bewusst, was auf sie zukommen könnte? Als Fhenris sich nun ebenfalls als Freund Eddies outete und diesen sogar vor versammelter Mannschaft küsste, knurrte er leise auf und verengte die Augen. “Über dieses Thema, werden wir uns später kurz unterhalten ‘Typ an Eddies Seite’. Das Management sollte das geringste Problem sein.. eher das dicke Fell oder die reißenden Zähne der Erkenntnis machen mir Sorgen.” Eine subtile Andeutung, dass er kein Nein duldete, sondern dass dieses Gespräch stattfinden würde, egal wie!

Matt:
Meine Güte- was für eine Show! Er fühlte sich gefangen in einem Pfuhl von Witzgestalten. Ein gestörtes Geflecht an aggressiver Reibungsfläche. Das breite, schelmische Grinsen wollte seinen Gesichtszügen kaum mehr weichen, er amüsierte sich zutiefst, vor allem über dieses pseudo-romantische Getue des Pärchens. “Ich würde da gar nicht so viel reininterpretieren. Sobald Eddie auf Tour ist und ihm die Höschen der süßen Mädels und Jungs zu Füßen liegen, wird er diesen Wikinger auch schon vergessen haben. Wie ich schon sagte, Liebe wird überbewertet und dieser Kerl.. naja, ganz ehrlich? Aufgeblasenes Testosteron auf zwei Beinen,” flüsterte er Kevin zu, der augenrollend den Kopf schüttelte und das blasierte Blabla des Trainers ignorierte.

Eddie:
Edward Romanov der Romantiker. Neben der Sorge zu seinem Partner war dessen Aktion ihn zu küssen für ihn ein weiteres, inniges Liebesbekenntnis. Er konnte mittlerweile zwischen den Zeilen lesen und immer wenn Fhenris seinen Besitzanspruch geltend machte, schlug sein Herz schneller und er fühlte sich glückselig. Dümmlich grinsend nickte er mehrmals und bestätigte somit die Worte des Vagabunden nonverbal. Als dieser zum zweiten Mal verschwand, folgte er ihm und drückte sich mit dem Rücken gegen die Badezimmerwand. “Du musst mit Hank nicht sprechen, wenn du nicht möchtest. Wir haben ein kleines Meeting bezüglich der bevorstehenden Tour, aber wir haben weitgehend alles besprochen. Die anderen werden bald gehen und entweder wohnst du uns bei und trinkst etwas oder du kannst dich auch gerne im Schlafzimmer regenerieren.” Lächelnd half er Fhenris aus der Kleidung und betrachtete dessen Haut argwöhnisch, ein paar Blessuren waren dennoch erkennbar. “Du wirkst unglaublich durcheinander und auch etwas wütend, liegt das an der jetzigen ungewohnten Situation, oder ist etwas anderes vorgefallen?”

Fhenris:
*Die Kommentierungen, sofern ich sie denn mitbekam, ignorierte ich vorerst noch - da ich gerade einfach nur ein Statement setzen wollte, um deutlich zu machen, dass der Kleine zu mir gehörte. Noch immer war dieses MEINS-Denken ungewohnt für mich und teilweise auch echt skurril - denn Eddie war kein Gegenstand, auf den man irgendeinen Anspruch hatte. Dennoch fühlte ich genauso - er gehörte zu mir und ich zu ihm. Vor allem tat es ungemein gut, wenn er mich diesbezüglich, wenn auch vielleicht unwissentlich, bestätigte - wie gerade eben im Wohnzimmer, wo er mit diesem Strahlen in den Augen einfach nur meine Worte abnickte. MUTTER DER NACHT, ich liebte diesen Glanz in seinen Augen - gleichermaßen verführerisch wie auch beruhigend. Und letzteres war angesichts des Knurrens, welches hinter mir ertönte, als ich Eddie küsste, dringend notwendig - vor allem als der Typ och einen auf Autoritäts-Person machte und ein Gespräch mit mir einforderte. Da ich aber wie gesagt, gerade erfolgreich durch den Kleinen abgelenkt wurde, antwortete ich Mr. Namenlos, den ich aufgrund seines Auftretens einfach mal als Hank identifizierte, ebenfalls mit einem leisen, aber deutlichem Knurren - ungeachtet der übrigen Personen im Raum.*
*Und auch wenn ich eigentlich kein Problem damit hatte, mich gegen größere Gruppen zu behaupten, war ich für den Moment ganz froh, als ich im Bad angelangt war. Nicht, weil ich etwa Angst vor Eddie´s Kollegen hatte ... NOPE; derlei Gefühle waren mir schlichtweg fremd ... ich hatte lediglich Zweifel, dass ich mich beherrschen konnte - denn die Worte des Möchtegern-Models mit zu großem Ego hatten einen Nerv getroffen, der mir bis dato noch nicht bekannt war. BEIM HÖLLENFÜRSTEN; wie konnten geflüsterte Worte, die eindeutig das Ziel der Provokation hatten, derartig erfolgreich sein?! Normalerweise war ich derjenige, der andere mit seiner sarkastisch-ironischen Wortwahl bis aufs Blut reizte - dieses mal andersherum zu spüren war defacto nichts, was ich öfters haben musste. Denn beim Kämpfen war Wut keineswegs ein ratsamer Begleiter - eher im Gegenteil; man verlor sich zu schnell in seinen Gefühlen. Dementsprechend schloss ich für einen Atemzug auch meine Augen, atmete tief durch und versuchte das brodelnde Etwas in meinem Inneren wieder unter Kontrolle zu bringen. Immer wieder hörte ich die Stimme von Eddie in meinem Geiste, dass seine Fans und alle, die im engeren Sinne mit seinem Job als Musiker zu tun hatten, für mich tabu waren - zumindest im Sinne von meiner regulären Umgangsweise mit nervtötenden Individuen. Als ich plötzlich den Kleinen doppelt hörte, wurde mir bewusst, dass er mir gefolgt war. Und FUCKING HELL; es tat so verdammt gut, ihn hier bei mir zu wissen - denn es war mehr als nur eine liebevolle Geste innerhalb einer Partnerschaft. Für mich war es ein überdeutliches Zeichen, welches er setzte - denn anstatt bei seinem Besuch zu bleiien und mein Verhalten mit bildgewaltigen Worten schönzureden, stand er zu mir. Auch schien er instinktiv zu spüren, dass ich heute ein wenig neben mir stand - im Sinne von Gedanken-Wirrwarr trifft auf Emotions-Achterbahn.*
Kleiner, ich brauche nur ´ne kalte Dusche, einen Whiskey und DICH *versuchte ich von meinem inneren Chaos abzulenken, und gleichzeitig Eddie ein wenig die ihm anhaftende Besorgnis zu nehmen. Dass ich hierbei zu meiner Lieblings-Bezeichnung für ihn gewechselt bin, verstand sich von selbst - schließlich waren wir hier alleine. Und da er in meinem persönlichen Deeskalations-Trio der wichtigste Punkt war, nutzte ich die Chance auch direkt aus, drängte ihn noch ein wenig mehr gegen die wand und küsste ihn erneut - diesesmal um einiges leidenschaftlicher als zuvor im Wohnzimmer.* Geh ruhig wieder rüber - ich komme dann nach *ließ ich ihn noch wissen - denn dass er mir gerade dabei half, mich zu entkleien, war keineswegs förderlich für das steigende Verlangen in meinen Lenden. NOPE; so sehr es mich gerade reizte, ihn hier und jetzt zu nehmen, so war es schlichtweg die falsche Zeit ... auch wenn das mit Abstand das beste Statement war, welches man setzen konnte, um anderen zu zeigen, dass wir zueinander gehörten. Aber wie gesagt; ich wollte eddie auch nicht unnötig in Erklärungsnot bringen - nur, weil ich meine Hormone und mir unbekannte Triebe, welche ich logischerweise ebenfalls auf die Hormone schob, nicht unter Kontrolle hatte. Dementsprechend strich ich Eddie noch kurz über seine ebenfalls reagierende Männlichkeit - mit dem imaginären Versprechen, diesem Bedürfnis später nachzugehen. Das das nicht sonderlich klug war, kam mir dann auch in den Sinn - aber hey; logisches Denken und meine Wenigkeit waren heute defacto kein gutes Team. Dennoch wandte ich mich jetzt erst mal von dem Kleinen ab, um mich der Dusche zu widmen - denn nun hatte ich eine Abkühlung in mehrfacher Hinsicht mehr als nötig.

Eddie:
Boyd war der erste, der sich aus der kleinen Gruppe löste und sich verabschiedete, auch für ihn würde diese Situation unter Umständen in einem milden Kalkül enden, er war hungrig und in diesem Zustand waren all die schmackhaften, brodelnden Emotionen zu verführerisch. Der junge Fotograf nährte sich nicht freiwillig oder willentlich von seinen Opfern, er suchte schon seit Anbeginn Wege um nicht zu viele Menschen ihrer Seelenfragmente zu berauben, aber der Überlebenswille zwang ihn dazu, seinen Hunger irgendwann zu stillen - doch nicht jetzt, nicht hier.
Sobald einer den Anfang machte, war es relativ normal, dass die Meute folgte, ein nahezu menschliches Rudelverhalten, das einem typischen Klischee gleichkam. Zuletzt hielten nur noch Matt und Hank die Stellung, beide mit unterschiedlichen Zielen im Sinn. Die wissentlich angesetzte Provokation von Matthew schien Wirkung zu zeigen, zumindest bildete er sich dies ein und sein Talent sich Dinge einzubilden, die ihm gelegen kamen, war unerschütterlich. Hank hatte keinerlei Interesse an dem Schönling, weswegen die beiden auch nicht ins Gespräch kamen, sie drehten im wahrsten Sinne des Wortes Däumchen, während Edward und Fhenris das Badezimmer blockierten.
“Ich hätte dich vorwarnen sollen, ich weiß, dass es für dich schwer ist mit so vielen fremden Leuten.. naja. Vor allem, wenn du von deinen Trips zurückkehrst. Ich wollte mich jedoch mit ihnen in unserem privaten Umfeld treffen, einfach weil sie mich.. und irgendwie ja auch uns beide jetzt eine Weile lang begleiten werden. Hank faselt die ganze Zeit irgendwas von potenziellen Gefahren, die um uns herumschleichen.. auch ich habe das Gefühl, das extern irgendwas im Gange ist, ich denke ein wenig Schutz von außen, kann nicht schaden.” Für seine Erklärungen und Rechtfertigungen war Eddie bekannt, daran müsste Fhenris schon fast gewöhnt sein, doch dessen Worte beruhigten ihn ein weiteres Mal und er nickte seufzend. “Die Dusche kannst du gleich nehmen, Whiskey ist da und ich sowieso!” Versicherte er schmunzelnd und blinzelte kurz etwas überrascht, als sein Freund die Situation nutzte und sich einen leidenschaftlichen Kuss stahl. An diese Wandnummer würde er sich wohl nie gewöhnen, aber er liebte es wie am ersten Tag, diese gewisse unterschwellige Dominanz und der Besitzanspruch körperlicher Natur. Dass diese Zweisamkeit mal wieder jäh abebbte, kommentierte er nun ebenfalls mit einem dezent missmutigen Knurren und knirschte ungeduldig mit den Zähnen, unfair! Und in diesem seehr offensichtlichen Zustand, sollte er nun zurück zu seinen Gästen? Fies! “Du bist manchmal echt gemein Vampir!” Aber auch er hatte noch ein kleines Ass in der Tasche, ritzte sich mit einer Nagelschere einen kleinen Schnitt an den Hals und wippte zufrieden mit den Brauen. Er wusste, dass sich der Geruch nach Blut im ganzen Badezimmer verteilen würde und das würde wiederum Fhenris ganz schön durcheinanderwirbeln, es war nur fair! Durchatmend verließ er den Raum und kleidete sich im Schlafzimmer schnell mit einer sehr weiten Hose ein, einfach weil er sich keinerlei Blöße geben wollte, natürlichste Sache der Welt hin oder her. Mit einem genervten Brummen von Hank und einem charmanten Augenaufschlag von Matt wurde er in Empfang genommen und keine fünf Minuten später schnappte sich der Trainer seinen Schützling, um ihn zu einer gemeinsamen Joggingrunde um den Block zu nötigen, man musste ja am Ball bleiben, nicht wahr?



zuletzt bearbeitet 25.09.2023 15:21 | nach oben springen

#2

RE: fragwürdige Normalität

in EVERYBODYS HAPPYPLACE 24.09.2023 18:26
von Fhenris | 116 Beiträge
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Beschäftigung: Atmen, Leben, Überleben
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Gesinnung we shall see
Rassenzugehörigkeit Vampir-Wolfs-Mix (Hybrid)
Neigung Homosexuell
Rudel nope - dafür aber einen kleinen Freak

Szene 2 / Ansprache, Aussprache - oder einfach nur dummes Gelaber?!


Fhenris:
*Dank hormoneller Turbulenzen, welche teils selbstverschuldet waren und der fiesen Blut-getünchten Retour-Kutsche von Eddie, hatte die Dusche defacto nicht den erhofften Erfolg im Sinne der notwendigen Abkühlung ... NOPE; ich befand mich immer noch am Rande dessen, was man wohl unterdrückte Impuls-Entladung zugunsten einer halbwegs gesellschaftlich-akzeptierten Erscheinung nannte ... aber hey; für den Kleinen versuchte ich zumindest zeitweilig, meine Anti-Alles-und-Jeden-Haltung ein wenig zu bremsen ... lediglich an der GRUMPY-Art konnte und wollte ich nichts ändern - ich war schließlich nicht auf der Welt, um jedermans Best-Buddy zu sein ... selbst Eddie kam zuweilen in den Genuss meiner charmanten Artikulations-Weise und bei ihm wollte ich eigentlich garnicht so aggro sein ... eher im Gegenteil; er war der Einzige, der nicht nur meine andere Seite kannte - der Kleine schaffte es auch, mich zu beruhigen ... wieso, weshalb auch immer - ich hatte es längst aufgegeben, darüber nachzudenken, warum er eine solche Wirkung auf mich hatte ... und zuweilen war dieses Talent auch einfach nur hilfreich - beispielsweise just in diesem Moment, wo er Besuch hatte und ich bereits mit meinem Auftauchen einen perfekt-desolaten ersten Eindruck hinterlassen hatte ... bluterschmiert stieg ich durchs Fenster ein - anstatt die Tür zu nutzen, wie man es normalerweise tat ... aber was war schon normal in unserer Frenemies-Bindung?! korrekt, nichts ... und als wäre das zuweilen nicht schon kompliziert genug, kamen jetzt auch noch diese komischen Gefühle dazu, die teils besitzergreifender/territorialer Natur waren und mich schier ruhelos werden ließen, wenn Eddie abwesend war ... und ich meine nicht die Art Ruhelosigkeit, die mich von jeher angetrieben hat - in Kombination mit dem instinktiven Flucht-Verhalten, welches mich stets in Bewegung gehalten hatte ... erst durch Eddie änderte sich dieses und ich hatte erstmals einen Grund zum Bleiben; mehr noch - er gab meinem Leben überhaupt erst einen Sinn ... dementsprechend war es für mich logisch, ihm zuliebe an meiner latent vorhandenen Gewaltbereitschaft und der mir anhaftenden Massen-Inkompatibilität zu arbeiten ... aus diesem Grund ging ich, frisch geduscht und mit dem Jogger, welchen Eddie mir einst mit den Worten geschenkt hat, dass ich so etwas Bequemes für die Zeit bei ihm hätte, zurück ins Wohnzimmer - wo mich die sprichwörtliche gähnende Leere erwartete ... denn scheinbar hatten alle das Weite gesucht, während ich mir das Blut meiner Gegner abgewaschen hatte ... normalerweise wäre mir diese Feststellung nicht nur egal - ich würde sie begrüßen ... doch wie gesagt, Normalität und meine Wenigkeit harmonierten einfach nicht miteinander ... denn mitsamt der Gruppe war leider auch der Kleine verschwunden und das war etwas, was mir keineswegs gefiel - vor allem, weil sie den Autoritäts-Heini dagelassen hatten* tue uns beiden einen Gefallen und spar dir deine Ansprache *versuchte ich Hank in seinem bereits angekündigten Diskussions-Bedarf auszubremsen - denn mal ehrlich, was ging den Typen meine Beziehung zu Eddie an?! ... doch da ich irgendwie das Gefühl hatte, dass er sich von seinem Vorhaben ebenso wenig abbringen ließ, wie ich mir etwas sagen ließ, schüttelte ich nur leise seufzend meinen Kopf* ok, dann gib mir wenigstens 1, 2 Drinks Vorsprung - denn überflüssige Moral-Apostel-Vorträge ertrage ich defacto nicht nüchtern *kommentierte ich in gewohnt sarkastisch-provokativer Manier meine eigenen Gedanken - ungeachtet dessen, dass meine Worte für den Bodyguard hörbar waren ... da die Dusche keinen abkühlenden Effekt im Sinne der Emotions-Kontrolle hatte und auch der Kleine mit seiner deeskalierenden Wirkung nicht zugegen war, hoffte ich jetzt einfach mal darauf, dass der Whiskey genügend Power hatte, um mich zügig in die erwünschte MDAE-Haltung zu befördern ... skeptisch, aber auch mit einer gewissen Neugier musterte ich den Wolf vor mir - auf der Suche nach Beweisen, dass ich nicht das war, was man mir nachsagte ... da mich die dazugehörigen Gedanken aber ebenfalls in Gefilde trieben, die meiner Laune defacto nicht gut taten, schüttelte ich abermals meinen Kopf und versuchte einen gedanklichen Cut zu ziehen ... das ich hierbei das erste Glas exte, verstand sich von selbst* na denn, Typ, der vor, bzw. hinter Edward steht ... was gibt es denn so Wichtiges?! *ging ich getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" in die verbale Offensive - ganz dreist mit der gleichen Wortwahl, die Hank vorhin genutzt hatte, um dieses Gespräch einzufordern*

Hank:
*Eine herrliche Ruhe… fast schon gespenstisch, wäre sein Gehör nicht unglaublich gut ausgebildet und würde er das Geplänkel aus dem Badezimmer nicht indirekt mitbekommen, wäre es perfekt. Aber -das- ging ihn ehrlich gesagt nichts an, weswegen er es schlicht ignorierte. Was er jedoch nicht ausblenden konnte, war Fhenris Rückkehr ins Wohnzimmer, diesmal etwas weniger malträtiert und frisch gewaschen. Sein Instinkt schärfte sich und nun konnte er deutlich den Wolf an ihm riechen- es gab also keinen Zweifel mehr, denn nicht einmal das Verzehren des Blutes eines Werwolfs, könnte solch eine Duftnuance hinterlassen. * Die Ansprache hältst im Augenblick du, nicht ich.. und es geht hier nicht um einen Moralapostel Beitrag, sondern um das Klären von Fakten! Ich mache es kurz und schmerzlos, denn auch ich habe andere Aufgaben als mich mit Dingen rumzuärgern, die ich wahrscheinlich nicht ändern kann. Zunächst, ich arbeite für Romanov und ich habe einen Vertrag diesbezüglich unterschrieben, es ist also meine Pflicht, für Sicherheit zu sorgen. In dir steckt ein Wolf.. und was mich eher beschäftigt ist die Tatsache, dass du dich auf ein anderes Wesen geprägt hast.. eher unüblich in unseren Kreisen und es wird nicht gerne gesehen. Ich bin ein Omega, das heißt, ich habe kein Rudel.. aber auch ich kenne die Regeln und Gesetze, an die sich jeder zu halten hat. Das, was ihr da miteinander treibt, schlägt Wellen und jetzt kann ich erahnen, warum sich immer mehr Wölfe und deren Lakaien in der nahen Umgebung herumtreiben. Ihr trampelt beide auf gefährlichen Pfaden herum und eine Susi Sorglos Einstellung mag vielleicht zu eurer gemeinsamen Lebensweise passen.. aber das macht die gleißende Gefahr nicht wett. Hier geht es um mehr als zynische Hater oder kleine, hysterische Groupies.. zumindest das dürfte dir bewusst sein, oder? *Er hielt inne und musterte den anderen Mann eingängig und intensiv* Wie regeln wir diese Angelegenheit?

Fhenris:
Fakten?! Junge, dann komm auch mit Fakten und nicht mit den schwachsinnigen Verschwörungs-Theorien, die ich mir schon x-mal anhören durfte - aber für die Wolfs-Theorie fehlt mir sowohl das Fell, als auch der Hang den Mond anzuheulen *wies ich seine Aussage energisch ab ... dass ich mich dennoch fragte, wie er zu dieser Annahme kam, blieb vorerst unausgesprochen - denn ich wollte mich weder heute, noch morgen mit der Möglichkeit beschäftigen, dass Traidores Recht hatte mit seinem Vorwurf hinsichtlich meiner fragwürdigen Wurzeln - denn das würde wiederum irgendwie auch seinen Hass auf mich rechtfertigen ... BEIM HÖLLENFÜRSTEN; für eine derartige Vergangenheits-Analyse war ich defacto nicht bereit ... NOPE, never ever und niemals nicht ... weshalb ich dem Wolf mir gegenüber auch die Zähne zeigte; rein instinktiv und in drohender Abwehrhaltung* vergiss den Quatsch - ich bin nichts weiter als ein Vampir ... und was zur Hölle meinst du mit Prägung?! *ok, die Frage hatte ich eigentlich nicht stellen wollen - offenbarte sie doch mein Unwissen ... aber hey; wenn ich wüsste, dass ich gerade mein fehlendes Wissen schon offenbart hatte, wäre ich vielleicht mit meiner provokativ-sarkastischen Gesprächsführung ein wenig zurückhaltender ... denn meine Zähne, von denen ich irrtümlicherweise dachte, es wären ordinäre Vampir-Zähne, zeigten deutlich die Vermischung der beiden Wesen, die in mir ruhten - ich hatte das Gebiss eines Hybriden ... nur wie gesagt; wusste ich das nicht ... denn ich hatte weder unter den Vampiren, noch bei den Wölfen Freunde, mit denen man sich über fragwürdige anatomische Abweichungen unterhielt ... NOPE; diesbezüglich war ich schlicht unwissend - und zugebenermaßen, war das Überleben an sich auch für mich wichtiger, bzw. existentieller als irgendwelche Wissenslücken in Biologie aufzufrischen ... dafür sollte ich mich aber dringend mit der augenscheinlichen Gefahr auseinandersetzen, von der Hank gerade sprach ... dass ich hierbei automatisch an diesen komischen Typen denken musste, der mir bis in die Arena gefolgt war, verstand sich von selbst ... denn nun begann auch ich die verschiedenen Beobachtungen meinerseits aus einer anderen Perspektive zu betrachten ... denn wenn das keine nervtötenden Groupies waren, wie ich annahm, bzw. womit ich mir den Verfolgungswahn schönzureden versucht hatte - wer zur Hölle hatte dann ein solches Interesse an uns?! ... ich meine, ok, ich hatte zahlreiche Feinde - wenn man meinen Lebensweg bedachte ... aber davon stellte meines Wissens nach eigentlich keiner eine wirkliche Gefahr dar ... klar waren das keine kuschelfreudigen Sunny-Boys, aber dadurch dass sie noch lebten, hatten sie etwas an sich, was sie nicht zu gemein-gefährlichen Killern machte - denn sonst hätte ich sie nicht am Leben gelassen ... und der einzige Gegner, der mir bekannt war, gegen den ich nicht wirklich eine Chance hatte, war mein Vater ... ok, es gab wahrscheinlich noch etliche mehr, die mir überlegen waren - aber es ging ja gerade darum, welche mir bekannt waren - und welche für den Kleinen eine Gefahr darstellen konnten ... das die These mit Traidores in mir deutliches Unbehagen auslöste, konnte ich nicht verhindern - dementsprechend war ich sichtlich erleichtert, als Hank meinte, er hätte ein größeres Aufkommen von Wölfen gespürt ... tja, und eines konnte ich mit aller Gewissheit sagen: Traidores würde niemals nicht mit den Fellnasen zusammenarbeiten* SORRY; aber für dieses Frenemies-Gedöns gibt es keine Bedienungsanleitung ... von daher wusste ich nicht, dass wir etwas verbotenes tun ... und selbst wenn ich es gewusst hätte, wäre es wahrscheinlich so gekommen ... denn keine Ahnung, ob du es schon wusstest - ABER ich lebe nicht, um mich irgendwelchen Gesetzen, Regeln oder Traditionen zu unterwerfen ... der Einzige, der hierzu ein Recht hat, mir etwas zu sagen, ist der Kleine *lenke ich erst einmal vom Thema der Gefahr ab, und gehe nochmal auf meine Bindung zu Eddie ein, welche der Bodyguard als Grund für das vermehrte Auftauchen anderer Wesen sieht* aber um auf deine Frage einzugehen ... wenn die Typen eine Gefahr für Eddie darstellen, werde ich nicht tatenlos zusehen ... mein Versprechen der Zurückhaltung betrifft nur eure illustre Truppe *lasse ich durchblicken, dass ich mich einzig Eddie zuliebe zurückhielt ... dass dieses angesichts meiner teils Grumpy-haften Erscheinung auf den Konzerten äußerst fragwürdig klingen mochte, war mir egal ... denn noch hatte mich dort niemand wirklich aggro erlebt - auch wenn die Security zunehmend aufdringlicher wurde und ständig der Meinung war, mir den Weg weisen zu wollen ... ppfftt, als würde ich auf die hören ... fg* sprich: sollte von denen einer auf dumme Gedanken kommen, garantiere ich für nichts ... und auf den Konzerten gehe ich davon aus, dass du für den Schutz des Kleinen sorgst?!

Hank:
*Er kam aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus, irgendwann spürte er sogar ein leichtes Stechen im Nacken. Wusste Fhenris tatsächlich nicht, was in ihm ruhte, oder tat er nur so? Schwer zu sagen bei all den wehrhaften Phrasen, mit welchen der Hybrid um sich warf. Interessant war es, eine dezente Erleichterung in Fhenris Gesichtszügen zu erkennen, als Hank ihm offenbarte, dass sich Wölfe näherten. Vielleicht arbeitete dieser dubiose Traidores tatsächlich nicht mit Wölfen zusammen.. oder vielleicht war es auch einfach nur eine Ablenkungstaktik. Was auch immer es war, Hank könnte unter all den Artgenossen nur schwer eine andere Nuance erkennen und er spürte instinktiv, dass im Hintergrund noch viel mehr ablief. Seufzend räusperte er sich und flößte sich etwas Bier ein um seinen Gaumen zu befeuchten* Du kannst es verleugnen.. aber dann wird es dich irgendwann einholen, wenn du es am wenigsten brauchen kannst. Und wenn ihr beiden Chaoten meint, euch gegenseitig so vehement schützen zu wollen, dann solltet ihr im Hinterkopf behalten, dass ihr beide keine Menschen seid. Was, wenn dein Wolf für eine Verwandlung sorgt und du im Affekt deine Prägung verletzt? Temporär fallen mir nur immer wieder die sogenannten ‘Liebesbisse’ im Nacken des Jungen auf.. ein deutlicher Besitzanspruch des Wolfes wohlgemerkt- aber denkst du, es bleibt dabei? Ihr seid in diesem Pfuhl schon dermaßen tief drin, dass es langsam brenzlig wird. Und wenn du mir nicht glaubst Fhenris… dann fang an dich selbst zu erforschen. Dein Gebiss.. dein Verhalten.. deine inneren Aggressionen. Glaubst du wirklich, dein Verhalten ist ein reiner Charakterzug? Oh.. ich verstehe Eddie ist der einzige, der dir etwas sagen darf, ja? Der Bub weiß doch selbst noch nicht, was mit ihm nicht stimmt und in dir sieht er die Galionsfigur der Liebe. *Amüsiert schnaubte er auf* Die Truppe um Eddie.. ja.. ich habe es verstanden. Aber neben all der übersinnlichen Kalküle, ist dieses Miteinander etwas absolut normales in diesem Metier und das man dich mit einbezieht, hat in diesem Buisness sogar eine recht hochtrabende Bedeutung- denn Beziehungen sind eigentlich vor der Öffentlichkeit konsequent zu verstecken und tabu! Gewissermaßen wäre das für euch beide so oder so der klügere Weg gewesen, auch ohne den Bandkram. *Langsam erhob er sich und baute sich direkt vor Fhenris auf* Pass mal auf Susi Sorglos.. du kannst dein Leben leben wie es dir beliebt, ohne Regeln, ohne Gesetze. Tu was immer du möchtest, aber ihr beiden Grazien seid nicht alleine auf dieser verdammten Welt und es -gibt- nunmal Regeln. Entweder lasst ihr euch etwas einfallen und erforscht euer selbst oder ihr müsst eben mit den Konsequenzen leben.. wenn es hart auf hart kommt, auch abzu- leben. Ich bin in erster Linie für den Personenschutz zuständig und der bezieht dich mit ein. Aber ich bin auch ein Wolf und einsame Wölfe helfen einander.. das obliegt unserem verdammten Instinkt. Triggert es dich nicht? Würdest du mich nicht am liebsten in die Schranken weisen..? Deinen.. Alpha Status klären? *ein vages Schmunzeln erschien auf seinen Lippen* Spürst du es Fhenris? *Ein dunkles Knurren löste sich und stieß aus seiner Kehle empor* Wenn ich mich verwandeln sollte.. würde ich wahrscheinlich zuallererst Jagd auf deinen Partner machen. Vielleicht würde dir das die Augen öffnen..

Fhenris:
Ok, nehmen wir mal an, an dieser Wolfs-Theorie ist mehr dran als nur ein Gerücht ... wieso ist mir dann bis dato noch kein Fell gewachsen?! *hinterfrage ich getreu meiner Art die Möglichkeit dessen mit deutlicher Ironie in der Stimme ... denn wie gesagt; bislang habe ich mich weder gewandelt - noch gab es andere Beweise dafür, dass in mir ein Wolf schlummerte ... wobei?! ... das mit der rein instinktiven und nicht wirklich von mir kontrollierbaren Beißerei in Eddie´s Nacken ließ sich nicht leugnen - und selbst ich hatte dieses fragwürdige Handeln meinerseits bereits mehrfach in Frage gestellt ... laut dem Wolf vor mir waren es also sogenannte Liebes-Bisse, die den Besitzanspruch besagter Spezies deutlich machten - womit wir bei den ungewohnten MEINS-Denken waren, was aktuell mein Handeln und Denken dominierte und sich trotz aller Absurdität irgendwie stets richtig angefühlt hatte ... MUTTER DER NACHT; vielleicht war an dem Ganzen Geschwafel rund um meine Wurzeln ja doch etwas dran ... da ich mir aber nach wie vor nicht sicher war, wie ich auf diese indirekte Bestätigung langjähriger Vorwürfe reagieren sollte, tat ich das, was ich am Besten konnte - sie vorerst weiter ignorieren ... nur?! was zur Hölle meinte Hank damit, ich könnte zu einer Gefahr für den Kleinen werden?! mit einer gewissen Skepsis im Blick hörte ich mir seinen Vortrag darüber an, dass unsere Frenemies-Bindung ein Akt der Leichtsinnigkeit darstellte - vor allem, weil wir unsere Freundschaft nicht geheim hielten ... meiner Meinung war das alles ein wenig übertrieben .. denn wir trieben es ja jetzt auch nicht in aller Öffentlichkeit ... ich tauchte lediglich bei den Konzerten auf - einfach, weil ich Eddie nah sein wollte und es liebte, wie er sich auf der Bühne bewegte ... dort oben schien er gänzlich losgelöst zu sein von den vielen Zweifeln und Unsicherheiten, die er in sich trug ... dass er bei meinem Auftauchen oftmals ins Straucheln geriet und durch seine Mimik, Gestik und die oftmals damit verbundenen Text-Hänger überhaupt erst das Augenmerk der Anderen auf mich gelenkt hatte, war zwar nicht geplant gewesen - aber es war auch längst nicht so dramatisch, wie Hank behauptete ... ich meine; ein Großteil der Fans vermutete zwar, dass Eddie und ich was miteinander hatten - aber ihnen fehlte der letztendliche Beweis ... denn noch war es dieser Nachwuchs-Paparazzi nicht gelungen, uns in flagranti zu erwischen ... mit einem leichten Kopf-Schütteln gab ich es auf, das Gelaber des Bodyguards auf irgendwelche wissenswerten Infos zu analysieren - denn 90 % handelten von hormonell-bedingter Unachtsamkeit, der notwendigen Auseinandersetzung mit unserem Selbst, der mir angeblich innewohnenden Gefahr für den Kleinen und dem drohenden Weltuntergang, welchen wir mit unserer Liebe ausgelöst haben sollen ... YEPP; das wäre doch der perfekte Stoff für Aliena´s FanFictions* Hmm, vielleicht solltest du über eine Umschulung zum Reporter nachdenken ... ich meine, die dramaturgische Aufbauscherei von 0815-Stories scheint dir zu liegen *kommentierte ich leicht provokativ seine Unheil-verkündende Zukunfts-Version dessen, was mich mit Eddie verband ... dass er durchaus einiges Interessantes hatte verlauten lassen, nahm ich zwar zur Kenntnis und speicherte die Infos für später ab - aber ich sprach dbzgl. jetzt keine Lobeshymnen aus ... wozu auch?! ... dass ihm meine Bindung, oder wie hatte Hank es vorhin bezeichnet, dass ihm meine Prägung auf Eddie missfiel, war überdeutlich zu spüren - denn es war ein mir nur allzu vertrautes Gefühl ... Abneigung war ein mir entgegen gebrachtes Gefühl, mit dem ich aufgewachsen war ... doch dass er in einer ähnlichen Form abfällig über die Gefühle des Kleinen mir gegenüber sprach, konnte und wollte ich so nicht stehen lassen* hör auf, über Eddie und seine Gefühle zu urteilen ... der Kleine ist so viel mehr als der naive Chaot, der er vordergründig zu sein scheint *gab ich ein Knurren von mir, welches eine eindeutige Warnung darstellte ... ich hatte keine Probleme damit, wenn man über mich schlecht redete - aber den Kleinen hatten sie in Ruhe zu lassen ... Eddie war keineswegs blind vor Liebe; er wusste genau was er wollte - und das schon weitaus länger, als ich überhaupt dazu bereit war, ihn in mein Herz zu lassen ... scheinbar hatte ich mit meiner unterschwelligen Drohung den Wolf dazu gebracht, nun ebenfalls deutlich offensiver zu werden ... die Bezeichnung als Susi Sorglos ließ mich schmunzeln - nicht, weil sie mir gefiel, sondern weil ich es cool fand, dass auch andere dazu neigten, ihrem Gegenüber Spitznamen der provokativen Art zu geben und diesen Stil wiederum mochte ich ... es lockerte das ganze Autoritäts-Gehabe ein wenig auf - und JA; das ging mir so langsam wirklich auf die Nerven ... da half selbst das dritte Glas Whiskey nicht, um mir die nervtötende Laberei schön zu trinken* das ist aber äußerst liebenswert, dass du uns sogesehen deinen Segen gibst, etwaige Grenzen und Regeln zu übergehen ... nur, kleiner Tipp am Rande: wir brauchen deine Erlaubnis dafür nicht ... vor allem aber braucht es keine Warnungen hinsichtlich dessen, dass ich dem Kleinen infolge einer impulsiven Reaktion etwas antun könnte ... egal ob nun versehentlich oder mit Vorsatz - da gefriert eher die Hölle zu, als dass ich ihm weh tue *mache ich dann aber doch deutlich, dass ich seine Besorgnis unter all den Predigten heraushören konnte - auch wenn diese echt ´nen Nerv bei mir traf ... ich meine, mal ehrlich - was dachte der Typ von mir?! dass ich den Kleinen bei der nächstbesten Gelegenheit zerfleische - weil in mir ein Monster nur darauf wartete, aktiv werden zu dürfen ... SORRY; ich war ein Vampir und kämpfte fast jede Nacht - ergo wusste ich um meine Grenzen; auch wenn ich diese zuweilen nur allzu gerne ignorierte ... und meine scheinbare Zugehörigkeit zu den Wölfen zeigte sich bislang einzig im territorialen Denken auf den Kleinen bezogen ... dennoch brachten mich die Worte von Hank zum Nachdenken zumindest der Hinweis auf mein Gebiss, welches wohl anders zu sein schien und die inneren Aggressionen, welche mich von jeher begleiteten ... vor allem, als er sich herausfordernd vor mich stellte und genau zu wissen schien, was mir durch den Kopf ging ... denn in der Tat spürte ich dieses starken Drang, mich zu behaupten ... dementsprechend erhob ich mich ebenfalls und stellte mich dem Wolf entgegen* ich würde es nicht unbedingt TRIGGERN nennen, und schon garnicht mit irgendwelchem Alpha-Gehabe in Verbindung bringen ... sagen wir einfach, ich kämpfe gerne und am Liebsten mit Idioten, die meinen, mir Vorschriften machen zu wollen *stimmte ich Hank zwar indirekt zu - nur gab ich dem Ganzen eine etwas andere Intuition ... weil, wie gesagt - noch war die Wolfs-These nichts weiter als eine These; unbewiesen und einzig auf Indizien beruhend ... doch als der Babysitter plötzlich noch massiver in seinem Auftreten wurde und ein tiefes dunkles Knurren verlauten ließ, verlor auch ich so langsam den letzten Rest an Beherrschung, welchen ich bis dato krampfhaft versucht hatte, aufrecht zu halten ... vor allem, da der animalischen Drohung noch Worte folgten, die einer Kriegserklärung gleichkamen ... sprich: meine Augen färbten sich schlagartig vom regulären fast schwarz in die mir eigene feurige Mischung aus gelb-rot - ein Farbton, der nur in Extrem-Situationen zu sehen war und den selbst Eddie bislang noch nicht zu sehen bekommen hatte ... begleitet wurde diese sichtbare Veränderung mit einem mindestens ebenso tiefen bedrohlichem Knurren, welches Hank hatte erklingen lassen* komm den Kleinen zu nahe, und ich reiße dir die Kehle auf, noch ehe du irgendeinen Baum markieren kannst *zog ich überdeutlich eine Grenze ... eine Grenze, die ich wahrscheinlich gerade selbst übertreten hatte, denn wie sollte es auch anders sein - just in diesem Moment kam Eddie mit diesem Schönling im Schlepptau zurück*

Hank:
*Er hatte gelernt, seine inneren Aggressionen und auch den Wolf zu zügeln. Viele Jahre, in denen er allein umher streifte, in den Bergen Tibets verweilte und sich sogar in Meditation übte. Er wollte sich von seinem Wesen nicht kontrollieren lassen, sondern eine Koexistenz bilden, all das war ihm wichtig zum Schutze anderer und seiner selbst. Die wilden Floskeln seines Gegenübers streifte er dementsprechend einfach ab und ließ Respekt walten, indem er den Vagabunden aussprechen ließ.* Die dramaturgische Aufbauschung, wie du es nennst.. ist nur das Vorglühen dessen, was wirklich passieren kann. Wenn du mir keinen Glauben schenken möchtest.. nur zu? Ich habe meinen Tribut gezollt und alles gesagt, was mir auf der Seele lag. Was du daraus machst, ist mir einerseits egal.. andererseits bin ich weiterhin nahe bei euch und werde einige Geschehnisse zu unterbinden wissen. Wenn das auch nicht nach deinem Gusta ist, bewege doch deinen ‘kleinen’ einfach dazu mich zu feuern. An euren Charaktereigenschaften bin ich per se nicht interessiert, ich muss auch nicht wissen wie und wo ihr euch amüsiert oder über das nie endende Ende der Welt philosophiert. Wenn du deinen Wolf nicht kontrollieren kannst und er ausbricht.. dann jedoch kann ich dir versichern, dass selbst Liebe.. oder Besitzanspruch in jenem Moment keinerlei Bedeutung mehr hat. Eine kleine emotionale Randnotiz meinerseits, genau dieses unkontrollierte ausbrechen meines Wolfes, hat vor vielen Jahren dazu geführt, dass ich meine Gefährtin erlegt habe, auch eher unüblich- aber es ist geschehen. *Emotionen zeigte er nicht, er hatte mit diesem und anderen dunklen Teilen seiner Vergangenheit abgeschlossen. Ändern konnte er daran nichts mehr, aber er konnte an sich selbst arbeiten.* Du sagst also, dass du mit dem Alpha Gehabe nichts am Hut hast, ja? Und doch suchst du nach einem Ventil um deine Rage unter Kontrolle zu bringen? Interessant..? Stehst du darauf, wenn man dich verprügelt, oder warum ist das Tier in dir nicht schon längst aktiviert worden? *Sicherlich stach er hiermit in ein Wespennest, aber vielleicht legte er es auch darauf an?!* Entweder blockiert der Vampir die Verwandlung oder es sind irgendwelche andere Blockaden.. oh, da gibt es einige Thesen und Theorien. Aber wenn es stimmen sollte und du tatsächlich ein Hybrid bist, dann wundert es mich nicht mehr, dass so viel Trubel um eure Personen gemacht wird. Eigentlich schließt sich damit gar der Kreis. Aber Verzeihung.. zu dramatisch, nicht wahr? *Ein bitterer Hauch von Ironie schwang in seinen Worten mit, während er den Atem des anderen fast schon auf den Lippen spüren konnte, so nahe waren sie sich.* Sieh an.. du öffnest mir ein Fenster in dein Inneres.. *Knurrte er ob der merklichen Veränderung der Augen Fhenris’* Dann lass deinen Worten doch Taten walten.. *Zischte er ihm zu, Angst hatte er keine, warum auch?*
*Als Matt mit Eddie im Schlepptau zurückkehrte, bemerkte selbst der Trainer, dass irgendwas im Busch war. Anstatt seinen ‘Schützling’ jedoch vor dieser Situation zu bewahren, schubste er ihn grinsend ins Wohnzimmer und ergötzte sich an der brenzligen Situation.* Na, na, na? Testosteron Wrestling oder was soll das darstellen? *Die Augen beider, nahm er nicht wahr, zu amüsiert war er über das Szenario*
*Eddie blinzelte mehrmals und erstarrte als er sich der Gefahr bewusst wurde. Vor Fhenris fürchtete er sich nicht, niemals! Aber die Sorge, dass gleich etwas eskalierte, trieb ihn näher an seinen Partner heran. Vorsichtig legte er eine Hand an dessen Schulter und räusperte sich leise* Fhenris..? Was ist hier los..? Was passiert mit dir? *Bildete er sich nur ein, dass sein Freund eine sehr hohe Körpertemperatur aufwies, oder lag es daran, dass er aus der Kälte kam?*

Fhenris:
Kannst du dich auch mal entscheiden?! In der einen Minute machst du einen auf Mitarbeiter des Jahres, der auch in seiner Freizeit nur den Schutz seines Klienten, oder was auch immer Eddie für dich darstellt, im Sinn hat ... und dann wiederum ist dir eigentlich alles egal - und du wolltest dir nur mal in Psychiater-Manier alles von der Seele quatschen ... Junge, wie soll man dich da ernst nehmen?! *grummel, fluch und mir eingestehen muss, dass ich Hank tatsächlich nicht wirklich einschätzen kann ... einerseits wirkt er korrekt und irgendwie auch darauf fixiert, seinen Job als Bodyguard konsequent auszuüben ... und dann wiederum mimt er den Erklär-Bären, der von moral-ethischen Predigten über traditionell-instinktiver Wesenskunde hin zur hellseherischen Warn-Instanz das ganzheitliche Komplett-Paket der Gesprächsthemen in sich vereint ... aarrgghh, so langsam dröhnte mein Schädel vom Info-Dumping ... vor allem, da sich mein Temperament dem Gedanken-Karussell anpasste und zwischen nahender Explosion und der erwünscht-erhofften Zurückhaltung hin und her pendelte* ganz ehrlich ... ich würde mich niemals nicht in eure Gruppen-Dynamik drängen, und vor allem gibt es von mir keine Mitarbeiter-Tipps; weder im Bezug auf Belobigungen noch Kündigungen ... das ist ganz und gar euer Ding und defacto nicht meine Baustelle *mache ich deutlich, dass ich nicht zu der Kategorie "Partner" gehörte, die sich einbildeten, irgendein Mitspracherecht zu haben, nur weil sie ´nem VIP das Bett wärmten ... SORRY; aber wenn Hank Lust auf vorzeitigen Ruhestand hatte, musste er sich darum schon selbst kümmern ... fg ... aber zurück zu seiner Befürchtung, dass mir ähnliches passieren könnte in Hinsicht auf den Kontroll-Verlust über den eigenen Wolf - und ich im Zuge dessen vielleicht doch Eddie etwas antun könnte ... nur wie zur Hölle kontrollierte man etwas, dass sich bis dato noch nicht gezeigt hat?! ... wahrscheinlich wäre Hank dbzgl. der perfekte Ansprechpartner - wenn, naja, wenn wir uns nicht gerade im Knurr-Duell befinden würden ... NOPE; gegenwärtig war ich keineswegs in der Lage klar zu denken, geschweige denn die Chance zu nutzen - hatte ich doch erstmals einen Wolf vor mir, der nicht nur den meinigen spüren konnte ... Hank wäre wahrscheinlich in der Lage, mir die vielen Fragen zu beantworten, die mich immer mehr beschäftigten - desto tiefer meine Bindung zu Eddie wurde ... aber wie gesagt; ich war verdammt gut darin, derartige Chancen nicht zu erkennen, bzw. selbige ungenutzt zu lassen - weil meine Anti-Alles-und-Jeden-Haltung derartiges schlichtweg blockierte ... und genau das schien auch der Grund für die noch ausstehende Wandlung zu sein - zumindest mutmaßte der Bodyguard dieses* also braucht es ´nen Auslöser für die Wandlung?! beispielsweise besagten Schmerz!? na denn besteht ja kein Grund zur Panik *kommentierte ich mit einem schiefen Grinsen diese Info - denn aufgrund dessen, dass ich den Schmerz zuweilen brauchte, um mich lebendig zu fühlen, würde es wohl niemals zu einer Wandlung kommen ... ergo konnte ich weiterhin leugnen, ein Hybrid zu sein ... tja, dumm nur, dass meine Denkweise einen gravierenden Haken hatte - nämlich den, dass ich just in diesem Moment bereits gefährlich nahe an meiner wölfischen Grenze stand und sich dieses deutlich in meinen Augen zeigte; auch war meine Körper-Temperatur noch um einige Grad gestiegen ... dass ich generell ungewöhnlich "warm" für einen Vampir war, war mir bis dato aufgrund fehlender Vergleiche nicht aufgefallen ... ok, der Kleine hatte bezüglich meiner Körperwärme mal diverse Fragen gehabt, aber da ich ihm die nicht hatte beantworten können, war dieses Thema in Vergessenheit geraten ... und auch jetzt waren diese sich mehrenden Hinweise nicht wirklich in meinen Gedanken präsent - denn ich stellte mich gerade Hank entgegen, und kämpfte einen ausweglosen Kampf - nämlich den gegen meine eigene Zurückhaltung* no Prob, irgendwie steht dir das Image der Drama-Queen ... vielleicht solltest du dich mal mit dieser rasenden Reporterin auf einen Tee treffen ... dann könnt ihr bei dem beruhigenden Gesöff die neuesten Klatsch-und-Tratsch-Geschichten aus der Grusel-Gruft bequatschen ... na du weißt schon, diese kleine Fan-Trulla, die ihre Nase überall reinsteckt, wo sie nichts zu suchen hat ... klein, nervig und dramaturgisch-veranlagt ... kommt dir das bekannt vor?! *versuchte ich mich mit aller Kraft noch zu bremsen - schließlich hatte ich Eddie mein Wort gegeben ... aber provokantes Diskutieren hatten wir nicht explizit ausgeschlossen und von daher nutzte ich dieses, um nicht gänzlich klein beizugeben - und dennoch nicht zu explodieren ... nur war das defacto schwerer als gedacht, denn Hank war ebenfalls verdammt gut darin, mit Worten zu kämpfen - und seine indirekte Drohung Eddie gegenüber brachte das Fass zum sprichwörtlichen Überlaufen ... dass er mich damit vielleicht nur hatte provozieren wollen, kam mir nicht in den Sinn - dafür war ich schon zu sehr in meiner Wut gefangen, die sich eigentlich nur noch entladen wollte ... und der Wolf bot sich hierfür sogar noch freiwillig an und forderte mich auf, meinen Worten Taten folgen zu lassen ... und tja, was soll ich sagen: ich tat es - die Worte des Wolfes waren noch nicht verklungen, als meine Hand nach vorne schoss und sich um seinen Hals schloss* glaube mir, du willst mich nicht SO kennenlernen ... und vor allem, wage es nie wieder, den Kleinen zu bedrohen *knurrte ich Hank ´ne unmissverständliche Warnung zu, welche durch den Druck auf seinen Kehlkopf noch etwas Nachdruck erhielt ... als sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter legte, zuckte ich merklich zusammen und fuhr abrupt zu Eddie rum - denn ich war zu abgelenkt und hatte dementsprechend nicht mitbekommen, dass er wieder da war ... doch mit seinem Auftauchen hatte sich die Situation schlagartig verändert ... zwar wiesen meine Augen immer noch den feurigen Glanz auf und auch sonst war meine Wut nahezu greifbar ... doch ich lies vom Bodyguard ab und trat einen Schritt zurück ... die Nähe zum Kleinen, seine Berührung - all das reichte aus, um den Wolf in mir zurückzudrängen ... dass Hank somit Zeuge wurde, was für eine enorme Wirkung Eddie auf mich hatte, war mir weder bewusst. noch sah ich darin irgendeinen Vorteil ... ich wusste ja nicht einmal, dass dieses in dieser Intensität garnicht so normal war, wie ich annahm ... aber zu meiner Verteidigung: für diese Frenemies-Bindung und den ganzen dazugehörigen Gefühls-Kram gab es nun mal keine Bedienungsanleitung ... es war mehr ein vorsichtiges Ran-Tasten und Learning-by-Doing* Kleiner, es ist nichts ... mach dir keine Sorgen ... wir haben nur, nur etwas hitzig diskutiert *versuchte ich den kurzzeitigen Kontroll-Verlust meinerseits schön zu reden und Eddie ein wenig zu beruhigen - konnte ich seine Besorgnis doch überdeutlich spüren ... dass meine Stimme noch ein wenig rau klang, konnte ich nicht verhindern - sie hatte halt noch den Klang der animalischen Knurrerei in sich ... und auch mein Blick brauchte etwas länger, um sich wieder zu normalisieren ... sprich: in meinem Inneren brodelte es immer noch gewaltig, aber um Eddie nicht noch mehr zu beunruhigen, verdrängte ich sämtliche Befindlichkeiten in die Tiefen meiner Selbst - so wie ich es von jeher handhabte ... hierbei glitt mein Blick zum Wolf rüber, der jetzt beweisen konnte, ob es ihm wirklich um den Schutz des Kleinen ging - oder um reines Macht-Gehabe ... bei Ersterem konnten wir unsere Diskussion gerne ein anderes Mal fortführen - nur defacto nicht im Beisein des Kleinen ... erst jetzt wurde ich der Anwesenheit von Matt gewahr, der grinsend das Szenario beobachtete - und dem zu seinem Glück wahrscheinlich nur die Schale Popcorn fehlte ... und MUTTER DER NACHT; der Typ triggerte mich um einiges mehr als es der Wolf tat ... wieso, weshalb auch immer ... aber er könnte durchaus etwas Schutz durch Hank gebrauchen ... fg*

Eddie:
Ehrlich gesagt, fahre ich eine ziemlich klare Linie, die du nicht zu verstehen oder schlicht zu ignorieren scheinst Fhenris. Nochmal, damit es auch du verstehst. Ich bin beruflich hier tätig, ich bin aber auch ein gebürtiger, verdammter Werwolf. Ich habe mich aus ähnlichen Gründen wie du aus der ganzen Sache weitgehend herausgezogen und glaube mir, als Omega ist das Leben auch nicht immer eitler Sonnenschein, denn du wirst aus Städten, in denen Rudel ausharren, vertrieben. Man kann vielleicht versuchen sich das Leben so zu machen, wie man möchte, aber der Instinkt ist ein Teil davon.. wird es immer sein und dieser wird auch bei dir sehr bald gänzlich erwachen. Bis jetzt ist dein Wolf auf Sparflamme, nur Essenzen dessen prägen deinen Charakter- aber jetzt stell dir vor all das, was du womöglich immer schon hinterfragt hast, was dich antreibt wird um das hundertfache stärker, zerrt und reißt an dir, möchte raus.. du magst stark sein, aber die erste Verwandlung wird selbst dich umhauen. Und ich rede nicht vom Schmerz.. ich rede von dem, was in deinem Kopf passiert, von dem, dass sich dein ganzes Wesen mit einem Mal verändert. Und, ganz offensichtlich scheinst du mich ernst zu nehmen… sonst hättest du sicherlich diesen Ort bereits verlassen, nicht wahr? *Er blieb weiterhin in sich ruhend, setzte etwaige Drohgebärden kontrolliert ein und hielt seinen eigenen Wolf in Schach. Die Worte des Vagabunden, so anklagend sie auch teilweise waren, nahm er zwar wahr, aber sie provozierten ihn nicht. Noch weniger nahm er sich all das zu Herzen, was ihm entgegen geschleudert wurde.* Ja.. ich kenne euren besagten Fan und ich kümmere mich um sie, ich denke, damit können wir dieses ablenkende Thema auch wieder ad acta legen. Du bist ein Teil dieser verhassten Gruppe, auch wenn nur ich es bin der mit dir das Gespräch sucht. Und um es noch ein wenig zu mildern, sobald die Tour vorbei ist, wird jeder wieder seiner Wege gehen.. *Leise seufzte er auf und zuckte die Schultern.* Nicht immer einen direkten Auslöser, es passiert auch ganz subtil an Vollmonden, im Schlaf.. unter der Dusche. Jeder Wolf hat einen anderen Trigger und ich meine deinen gefun… *Und schon spürte er, wie die Hand des anderen Mannes seine Kehle zudrückte. Ja, natürlich spürte auch er dieses gleißende Brodeln im Leib, das Zerren an seinen inneren Fesseln, den Wunsch das Tier auf seinen Peiniger loszulassen, aber ein eingeschworenes Mantra, hielt ihn davon ab sich zu wandeln. Es war kein Akt der Unterwerfung, dass er diesen Griff zuließ, sondern es war ein lehrreicher Prozess.. auch für ihn, denn nun konnte er die Symptome der Prägung deutlich erkennen und sogar wahrhaftig miterleben. Es war unglaublich.. und es faszinierte ihn zutiefst. Als der Hybrid von ihm abließ, richtete er sich das Hemd und nahm zunächst Abstand, um die Situation wieder ein wenig zu deeskalieren. Dass Matt wie ein Honigkuchenpferd grinste und sich augenscheinlich köstlich amüsierte, störte auch ihn. Kurzerhand packte er den Trainer am Kragen und führte ihn aus dem Wohnzimmer heraus.* Du, mein Freund hast nun Feierabend.. schwirr ab! *Galant schubste er ihn zur Tür raus und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand des kleinen Flurs. Noch wollte er diesen Ort nicht verlassen, er wollte sichergehen, dass sich alles wieder beruhigte.*
*Eddie war perplex und mit der Situation zunächst komplett überfordert. So hatte er Fhenris noch nie erlebt und die Worte die er zuvor vernommen hatte, daraus konnte er sich ebenfalls keinen Reim machen.* Hank will mich bedrohen.. dich bedrohen? Was ist mit deinen Augen? Deine.. deine Stimme? *Ein wenig bekam er es schon mit der Angst zu tun. Weniger mit der Angst, dass ihn sein Partner gleich angreifen würde, als mehr die Angst um Fhenris selbst.* Nur ein hitziges Gespräch? Es wirkte so… als würdet ihr euch gleich.. *Kopfschüttelnd musterte er seinen Freund und nahm vorsichtig dessen Hand in die seine.* Kann ich irgendwas tun? Soll ich gehen..? Brauchst du einen Moment für dich.. oder Magie? *Hakte er leise- sehr leise, fast schon unterwürfig nach. Normalerweise wusste er, wann er Fhenris lieber meiden sollte, um ihm ein wenig Freiheit zuzugestehen, jetzt jedoch wusste er nicht, wie er sich verhalten sollte.*

Fhenris:
Nein *unterbrach ich Eddie´s Sorge, Hank hätte ihn, mich, uns bedrohen wollen ... denn die Nähe des Kleinen hatte nicht nur den Vorteil, dass ich merklich ruhiger wurde - mein Hirn war auch wieder in der Lage zu denken ... und irgendwie glaubte ich zu verstehen, was der Bodyguard da abgezogen hat ... FUCKING HELL; wenn es mich nicht so ärgern würde, dass ich scheinbar auf ein derart subtiles Vorgehen reingefallen war, würde ich dem Wolf ja meine Anerkennung aussprechen ... aber wie gesagt; gerade lag meine Aufmerksamkeit hauptsächlich bei Eddie und auch mein Ego war gegen eine Lobpreisung der taktischen Vorgehensweise des Wolfes - schließlich hatte ich sie erst im Nachhinein durchschaut, sofern meine Gedanken überhaupt in die richtige Richtung gingen ... NOPE; es wurde echt Zeit, dass ich mal wieder etwas fokussierter zu Werke ging - sonst könnte das in der Tat noch böse enden ... und NEIN; hierbei gebe ich Hank nicht auch noch im Nachhinein Recht ... grummel, fluch und gerade einfach nur froh bin, dass Eddie hier bei mir steht - denn er gibt mir die nötige Ruhe, welche mir defacto fehlt und obwohl ich gerade einfach nur zu gerne dem Bedürfnis nach Nähe und Zweisamkeit nachgehen würde, versuche ich zuerst, die Eskalations-Szenerie zu erklären, in welcher Hank und ich uns gerade noch befanden hatten ... offen und ehrlich, wie Eddie es von mir kannte ... denn ich beschönigte zwar zuweilen mein Handeln, oder ließ einige Punkte von vornherein weg - aber wenn ich ihm etwas mitteilte, entsprach dieses generell und ohne Einschränkung der Wahrheit ... Ehrlichkeit und Loyalität waren für mich wichtig; auch wenn ich letzteres eigentlich erst durch den Kleinen wirklich kennengelernt hatte* Hank wollte mir nur auf eindrucksvolle Weise zeigen, dass an den Gerüchten rund um meine Wurzeln scheinbar doch etwas Wahres dran zu sein scheint ... und dafür hat er mich provoziert - mit dem Einzigen, was für mich von wert ist *dass ich irritierenderweise das Verhalten des Wolfes mit meiner Erklärung rechtfertigte, war mir zwar bewusst - aber es fühlte sich gerade richtig an und ich war nun mal jemand, der fast ausschließlich instinktiv und impulsiv agierte ... darin konnte man nun gleichermaßen was Gutes, wie auch was Schlechtes sehen - denn es beinhaltete nun mal auch die Tatsache, dass ich eher selten logisch-strukturiert vorging - sprich: meinen Verstand nutzte, um mir im Vorfeld Gedanken über mein Handeln und die damit einhergehenden Konsequenzen zu machen ... NOPE; ich neigte für gewöhnlich dazu, mich von meinen Gefühlen leiten zu lassen - was als bekennender Emotions-Legastheniker defacto keine gute Idee war ... aber hey; genau darin lag ja der Reiz, der nun mal auch mein Leben von jeher begleitete ... und auch wenn meine Worte den Bodyguard deutlich besser dastehen ließen, als er es meinem Empfinden nach verdient hatte, konnte ich damit konform gehen ... denn Hank wusste nun, dass ich den Kleinen mit allen Mitteln beschützen würde - gnadenlos und ohne Skrupel; egal ob die Gefahr von Außen kam oder eben aus dem Umfeld des Kleinen ... ebenso war mir aber auch bewusst, dass ich mit dem Wolf jemanden in Eddie´s Nähe hatte, der ihn schützen können würde ... nichts desto trotz würde ich Hank vorerst noch im Blick behalten ... schließlich hatte er meinen Freund bedroht und solange ich mir nicht 100 % sicher war, dass er dieses wirklich nur als taktische Provokation gemacht hatte, konnte und wollte ich ihm nicht gänzlich trauen ... ok; ich traute eigentlich niemanden - außer einem gewissen Jemand, der eh über allem stand* du weißt, dass dein Bodyguard ein Wolf ist ... und dementsprechend solltest du seine Warnungen nicht komplett ignorieren *gab ich Eddie einen Hinweis, der sowohl erklärte, warum ich mit seinem Bodyguard derartig aneinander geraten war - denn der Kleine wusste um meine Wolfs-Problematik ... und gleichzeitig zeigte es aber auch, dass wir seinem Drama-Geschwafel vielleicht doch etwas mehr Aufmerksamkeit geben sollten ... auf die Frage des Kleinen bezüglich meiner Augen, zuckte ich nur unschlüssig mit den Schultern - denn mal ehrlich, woher sollte ich wissen, dass die ihre Farbe geändert hatten?! ... ich lief nicht mit einem Spiegel in der Hand durch die Gegend, um stets und ständig mein Äußeres zu bewundern - eine derartige Ego-Show passte dann doch eher zu Matt ... fg, und erst jetzt feststelle, dass das Möchtegern-Model mit narzistischer Neigung mitsamt des Wolfes abgezogen war - der Dunkelheit sei Dank ... dass ich diesen Umstand ebenfalls Hank zu verdanken hatte, hatte ich nur als Randnotiz wahrgenommen - weil, wie gesagt, meine Aufmerksamkeit vorrangig dem Kleinen galt ... dementsprechend konnte ich den Wolf zwar noch spüren, aber das schrieb ich der fast eskalierten Diskussions-Runde mit ihm zu ... dass er uns aber nur ein wenig Raum ließ, war mehr als nice und wenn ich davon Kenntnis hätte, würde ich ihm wahrscheinlich meinen imaginären Dank aussprechen - aber ich wusste es nicht ... ebenso wenig wusste ich, dass er uns hören konnte - und dementsprechend mitbekam, dass ich zu verstehen begann, was er da versucht hatte ... dumm war nur, dass bei mir die Erkenntnis nicht unbedingt zu einem Umdenken führen musste ... NOPE; irgendwie hatte ich das fragwürdige Talent, bzw. die Angewohnheit, einige Fehler mehrmals zu durchlaufen - einfach nur, um sicherzugehen, dass ich auch wirklich falsch lag und dieses bezog sich auch auf den Umgang mit Personen ... sprich: es gab keine Garantie dafür, dass ich dem Wolf fortan freundlich gesinnt gegenüber stehen würde ... vielleicht ja, vielleicht aber auch erst nach Runde 2, 3 usf - ihr kennt ja die Zahlen-Abfolge ... doch jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt, um mir Gedanken über künftige Treffen mit Eddie´s Gruppe zu machen ... zum Einen hatte ich beim heutigen ersten Eindruck schon mal mehr als nur versagt - und zum Anderen machte mich die spürbare Verunsicherung des Kleinen gerade verrückt ... ich konnte Besorgnis und Angst in ihm spüren - beides Emotionen, für die ich verantwortlich war ... MUTTER DER NACHT; er sollte derartiges nicht fühlen - schon garnicht in meiner Gegenwart* SORRY, dass ich dir den Abend vermiest habe ... das wollte ich nicht *begann ich mit einer Entschuldigung, was äußerst selten vorkam ... wobei?! ... eigentlich war Eddie der Einzige, der in den Genuss derartiger Verbal-Entgleisungen meinerseits kam ... denn normalerweise entschuldigte ich mich nicht für mein Verhalten - wozu auch?! meistens waren es lediglich Reaktionen auf Aktionen ... doch bei dem Kleinen verhielt es sich einfach anders ... für ihn versuchte ich, mein Temperament zu drosseln ... für ihn übte ich mich in friedvoller Zurückhaltung und arbeitete an meiner desolaten Massen-Inkompatibilität ... und seinetwegen hatte ich mir sogar, wenn auch eine etwas fragwürdige und eindeutig grenzwertige Arbeit gesucht, um mich an den monatlichen Kosten zu beteiligen - schließlich wohnte ich quasi bei ihm ... doch all das tat ich nicht, weil Eddie es von mir verlangte, denn das tat er nicht - ich veränderte mich, teils sogar unwissentlich, weil ich es wollte ... ich wollte, dass dieses Frenemies-Ding zwischen uns funktionierte, denn der Kleine bedeutete mir einfach alles ... und dementsprechend versetzte es mir einen schmerzhaften Stich, als Eddie plötzlich gehen wollte - zumindest klang seine Frage so ... vehement schüttelte ich meinen Kopf und zog ihn sanft in meine Arme; gleichermaßen beschützend wie auch Nähe suchend* Kleiner, ich brauche nur DICH ... bitte geh nicht



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#3

RE: fragwürdige Normalität

in EVERYBODYS HAPPYPLACE 24.09.2023 18:28
von Fhenris | 116 Beiträge
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Beschäftigung: Atmen, Leben, Überleben
Beziehungsstatus vergeben
Gesinnung we shall see
Rassenzugehörigkeit Vampir-Wolfs-Mix (Hybrid)
Neigung Homosexuell
Rudel nope - dafür aber einen kleinen Freak

Eddie:
*Er war doch nur 30 Minuten weg.. oder waren es mehr? Was war in dieser kurzen Zeit passiert? War es ein Fehler Fhenris mit dem kläglichen Rest der Truppe allein zu lassen? Hatte ihn die Situation und die Nähe zu Fremden überfordert? Ja.. er neigte in der Regel dazu die Fehler erst bei sich und seinem Handeln zu suchen, auch eine typische Angewohnheit seinerseits aber zum Glück, klärte sich der Fall nach und nach auf.* Deine Wurzeln..? *Er musste ein paar Sekunden überlegen, von welchen Wurzeln sein Partner sprach, denn über dieses Thema äußerte sich Fhenris so gut wie nie und wenn, dann deutete er es lediglich an oder offenbarte Fragmente dessen in einer Rage. Dann aber ging ihm sprichwörtlich ein Licht auf und seine Augen weiteten sich.* Warte…? Wolfsgen? Werwolf? Das weswegen dein..*Er vollendete den Satz nicht, Fhenris wusste was gemeint war und in diesem Moment, musste er nicht noch mehr vergangenes aufkochen und den Vagabunden an Dinge erinnern, die verdammt grausam waren.* Hank ist ein Wolf? *Nein, das wusste er nicht, er meinte etwas zu spüren aber.. whaat?* Okay.. das erklärt.. einiges. *Murmelte er vor sich hin und bemerkte gar nicht, dass Matt und Hank bereits verschwunden waren, in jenem Augenblick interessierte es ihn auch nicht, er hatte nur Augen für Fhenris.* Den Abend vermiest? Jetzt hör aber mal auf! Du hast dich gut verhalten, du hast dich alledem ausgesetzt und das es am Schluss eskalierte, war ja anscheinend der Sinn der Sache. Hör auf dich für sowas zu entschuldigen, ich weiß wie du bist, was du magst und was du nicht magst.. dieser Abend war Stress für dich und wie ich schon sagte, du hast es tapfer hingenommen. Treffen dieser Art werden zukünftig in einem Studio außerhalb der Stadt stattfinden. Das hier ist unser Reich und ich möchte auch, dass wir -beide- uns hier wohlfühlen. *Versprach er und näherte sich dem anderen Mann wieder an, als dieser ihm offenbarte nicht alleine sein zu wollen.* Ich bleibe bei dir.. natürlich bleibe ich bei dir! *Fest und beschützend, umarmte er sein Gegenüber, küsste ihn zaghaft und schwieg für mehrere Minuten. Unterdessen verließ Hank etwas beruhigter die Wohnung und sondierte die Umgebung. Feierabend gab es für ihn im Moment nicht und schon gar nicht in dieser recht prekären Situation. Er musste damit beginnen herauszufinden, was die Wölfe in die Nähe der beiden Männer trieb und ob es vielleicht nicht nur ein ‘Wolfsbefall’ war. Nachdem langsam wieder Ruhe einkehrte, blickte Eddie zu Fhenris empor und wischte ihm eine verirrte Strähne aus dem Gesicht.* Du weißt, dass es mir egal ist, was wirklich in dir steckt, ja? Ob Wolf, Vampir, Hybrid oder Nacktmull, es ist mir scheiß egal, denn ich liebe alles an und in dir. Ich helfe dir auch gerne dabei, das Rätsel nun gänzlich zu lösen, aber ich will dich nicht unter Druck und Stress setzen, das hattest du in letzter Zeit schon genug. S.. sollen wir unsere Sachen packen und einfach abhauen? Weit weg..? Alles hinter uns lassen? *Man merkte deutlich, dass er es absolut ernst meinte. Für Fhenris würde er alles stehen und liegen lassen.

Fhenris:
*Wenn mir vor jemand vor 8 Monaten gesagt hätte, dass ich mich mal in so einer Situation befinden würde, ich hätte wohl ´nen Lachflash bekommen und denjenigen von seinem scheinbaren Leid erlöst - denn solche Wahnvorstellungen in Bezug auf mich, meine Interaktions-Fähigkeiten mit anderen und das Ganze dann noch gekoppelt mit Gefühlen?! NOPE; das klang selbst jetzt noch zuweilen derartig absurd, dass ich mittlerweile auch aus diesem Grund zeitweilig einfach den Kiick brauchte ... nur eben nicht mehr ausschließlich, um zu spüren, dass ich noch lebte - sondern auch, um mich zu vergewissern, dass ich noch ich war ... MUTTER DER NACHT; vielleicht war ich auch einfach nur derjenige, der unter Wahnvorstellungen litt und ich befand mich nach wie vor unter der Kontrolle meines Vaters ... meine Flucht durch die Lande, mein Untertauchen ins Abseits der Gesellschaft, das Kennenlernen mit Eddie und unsere Frenemies-Bindung - all das waren nur Halluzinationen, weil ich scheinbar einmal zu oft beim Tod angeklopft hatte ... denn mal ehrlich: zum Einen war ich defacto nicht der Typ für Gefühle und Beziehungen jeglicher Art ... und zum Anderen selbst wenn - jeder mit Verstand würde einen riesigen Bogen um meine Wenigkeit machen; denn ich war nun mal Teil der Dunkelheit ... Gewalt und Ablehnung bestimmten mein Leben und durch meine Anti-Alles-und-Jeden-Haltung ließ ich auch nichts anderes zu ... von daher konnte meine Liebe zu Eddie nur träumerisches Wunsch-Denken sein ... sowohl hinsichtlich der These, dass ich zu einem solchen Feeling fähig war, wie auch, dass es erwidert wurde ... doch diese Zweifel verschwanden meistens in dem Moment, wo ich dem Kleinen nahe war ... denn obwohl er es war, der meine Gefühlswelt überhaupt erst aktiviert und somit ins sprichwörtliche Chaos gestürzt hatte - so war Eddie es auch, der mir den notwenidgen Halt gab ... durch ihn kam ich erstmals zur Ruhe und das in mehrfacher Hinsicht - sowohl das Bedürfnis, mir jede Nacht den Kick zu suchen, hatte merklich nachgelassen - ich brauchte diese Art der Grenzerfahrung zwar immer noch, aber ich lebte nicht mehr ausschließlich für meine Adrenalin-Sucht ... auch war ich wegen Eddie erstmals längerfristig an einem Ort und verspürte nicht diesen Impuls zur Flucht - mehr noch, durch den Kleinen hatte ich die Bedeutung des Wortes "Zuhause" kennengelernt ... zwar manifestierte ich dieses Gefühl einzig auf ihn und nicht auf die 4 Wände, die uns umgaben - aber eigentlich war es doch genau das, was man auf diesen Harmonie-verseuchten Liebes-Gedöns-Karten oftmals lesen konnte ... dass ein Zuhause kein wirklicher Ort war, sondern der Platz, wo man glücklich war ... keine Ahnung, ob ich den Zustand als "glücklich" bezeichnen würde - aber solange Eddie in meiner nähe war, fühlte es sich verdammt gut an - was auch immer das zwischen uns war ... ähnlich wie jetzt, in diesem Moment, wo wir beieinander standen und füreinander da waren ... vergessen war für diesen Augenblick, dass in mir seit geraumer Zeit absolutes Chaos herrschte - und Hank nur ein paar Worte brauchte, um mich zum Explodieren zu bringen ... ok, es waren nicht nur einfache Worte - es war eine gezielte Drohung in Richtung meines Freundes gewesen, welche bei mir für den sprichwörtlichen Ausraster sorgte ... doch jetzt, wo Eddie in meinen Armen stand und mich küsste, verflog auch der letzte Rest an spürbarer Aggression - dafür wurde das Bedürfnis nach Nähe und mehr um einiges stärker ... doch bevor ich meinen Hormonen nachgab, musste ich den Kleinen erst einmal ein wenig bremsen - denn nur weil ich mich nicht wirklich im Griff hatte, wollte er sich künftig einschränken - und Treffen dieser Art von vornherein anderswo abhalten ... das war zwar auf der einen Seite echt nice von ihm, dass er mir den Stress ersparen wollte, mich mit seinen Leuten auseinander zu setzen ... aber andererseits war es genau das, was mir an seinen Gedanken missfiel ... denn es war mehr sein Zuhause als das meinige; vor allem aber war die Musik mehr als nur seine Arbeit - es war Eddie´s Traum ... ich wollte nicht, dass er meinetwegen nach Kompromissen und Lösungen suchte, die eigentlich nicht nötig wären, wenn ich ein wenig weniger ich wäre und ein wenig mehr Gruppen-Kompatibel ... das klang zwar nach einem schier unlösbaren Problem, wenn man bedachte, mit was für Methoden Traidores versucht hatte, mich zu bändigen und unter Kontrolle zu bringen ... aber es gab gravierende Unterschiede zu damals und heute... zum Einen wollte ich die zeitlich-begrenzte Zurückhaltung meiner Person nicht, weil jemand anderes dieses von mir erwartete/forderte - sondern weil ich Teil von Eddie´s Leben sein wollte ... dementsprechend war es zwar eine große Herausforderung - und es würde garantiert nicht von jetzt auf gleich funktionieren ... aber wer mich kannte, wusste, dass ich hinsichtlich unüberwindbarer Hürden verdammt ehrgeizig sein konnte - wie man bestens an Rune sehen konnte, welchen ich bislang noch nicht einmal besiegen konnte ... aber ich wurde von Mal zu Mal besser* Kleiner, vergiss das ganz schnell wieder ... du musst dich mit deinen Leuten nicht anderswo treffen ... ich werde mich schon noch dran gewöhnen, und bis dahin kann ich an den Abenden ja ebenfalls bis zum Morgengrauen unterwegs sein ... das heute hätte nicht pasieren dürfen und normalerweise lasse ich mich auch nicht so schnell von Worten provozieren - aber irgendwie war schon länger einiges in Aufruhr in meinem Inneren *versuchte ich Eddie´s falsche Rücksichtnahme abzuwenden und mich gleichzeitig zu erklären ... was ich bei meinem Vorhaben nur dummerweise nicht bedachte, war, dass der Bodyguard meines Freundes ein Wolf war und dass dieser mit seinem Gerede von Trieben und Instinkten Recht hatte ... denn mein Ausraster resultierte zwar hauptsächlich auf die vorangegangene Drohung, aber der wölfische Instinkt, sich in der Rangordnung zu behaupten, hatte halt auch einen nicht unwesentlichen Anteil an meinem Verhalten gehabt - auch wenn mir dieses nicht wirklich bewusst war ... aber es ließ sich eben nicht alles mit dem Zulassen meiner Gefühle und den damit einhergehenden Veränderungen erklären ... NOPE; selbst Hank hatte zwar die Konsequenzen meiner Prägung auf Edfie direkt vor Augen gehabt - nur betraf das halt nur den Wolfs-Anteil in mir ... der Vampir in mir hatte sich ja ebenfalls gebunden - durch das Teilen unseres Blutes ... sprich: der Hybrid, welcher ich nun mal scheinbar war, erhob im Ganzen Anspruch auf den Kleinen - mit all den Konsequenzen, welche unsere Frenemies-Bindung in sich barg ... und, und hiermit hatte der Wolf wieder Recht, hierbei hatten wir noch garnicht den Anteil von Eddie´s Wesen mit einbezogen.
MÖGE DIE DUNKELHEIT UNS GNÄDIG SEIN - aber unsere Liebe schien in der Tat einiges durcheinanderzubringen - und das nicht nur auf uns direkt bezogen ... aber selbst wenn ich dem Gerede von Hank dbzgl. die nötige Aufmerksamkeit schenken würde, so würde ich mich niemals nicht von Eddie abwenden - komme, was wolle ... und der Kleine schien es unwissentlich genauso zu sehen - machte er doch gerade deutlich, dass es ihm egal war, welche Gene ich in mir trug ... und MUTER DER NACHT; dieser Zuspruch tat unheimlich gut* tja, warum auch einfach, wenn es kompliziert geht ... dann bin ich eben ein Hybrid, dem das Wolfsfell fehlt ... das kombiniert mit dem crazy-verrückten Mix, den dein Wesen ausmacht ... da war es eigentlich klar, dass wir die Welt ins Chaos stürzen *spreche ich leicht abwesend, aber mit deutlichem Zuspruch in der Stimme meine Gedanken aus ... denn für mich ist ebenfalls klar, dass ich zu Eddie stehe - selbst wenn er ´ne Kreuzung aus ´nem durchgeknalltem Zauberlehrling, ´nem mordlüsterndem Alien und ´nem Harmonie-verseuchtem Hab-mich-Lieb-Bärchie darstellen würde ... egal, er gehörte zu mir, wie ich zu ihm* NOPE; du wirst deine Pläne nicht meinetwegen aufgeben ... Kleiner, wenn ich in den ganzen Jahren auf der Straße eines gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass man vor seinen Problemen nicht weglaufen kann ... vor allem bist du mitten in der Tour-Planung - zieh das durch ... ich versuche, so oft es geht, dabei zu sein ... und mit dem Wolf hast du jemanden an deiner Seite, der dich schützen kann, wenn ich mal nicht zugegen sein kann *kommt es zwar ein wenig kryptisch aus meinem Mund, denn bislang waren Hanks Warnungen ja nur reine Mutmaßungen ... aber dennoch hatten sie sich bereits in meinem Hirn festgesetzt und ich würde dem bei Zeiten nachgehen ... vielleicht hatten die vom Orden ja ähnliche Beobachtungen wie Hank gemacht, und wussten etwas über das vermehrte Aufkommen anderer Wesen, insbesondere von Wölfen ... der Dunkelheit sei Dank wusste ich bis dato noch nicht, dass Traidores ebenfalls im Hintergrund aktiv war - und seine Leute ausgeschickt hatte, um näheres über meine Bindung zu Eddie in Erfahrung zu bringen ... YEPP; dann würde ich wahrlich wirklich Amok laufen - aber so blieb es vorerst beim normalen Wahnsinn, welcher mich generell begleitete ... ein wilder Mix aus zu viel aggressiver Energie, zu wenig Empathie für mein Umfeld und dem vermehrten Überschuss an hormonellen Trieben ... letzterem gedachte ich in den nächsten Stunden nachzugehen - natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit*

Eddie:
Du musst dich aber nicht immer an irgendwas gewöhnen Fhenris. Du bist wie du bist und das habe ich von Anfang an akzeptiert, ich will nicht, dass du dich deswegen ständig zurückhalten musst. Ich habe nicht mitbekommen, was zwischen euch war.. aber ja, es klang sehr hitzig und auch gefährlich, aber es ist gut ausgegangen, dass es doch was zählt, oder? *Beschwichtigend küsste er die Stirn des Vagabunden und ließ die Information, dass sich ein Wolf in Fhenris versteckte, auf sich wirken.* Was nicht ist, kann ja noch werden? Nehme ich an..? Ich meine, offensichtlich bin ich ja auch eine Art Hybrid, wer weiß.. was aus mir noch alles herauswächst und gedeiht. Aber ist es nicht eigentlich egal? *Er seufzte auf und ließ seine eigene Aussage Revue passieren, nein- ganz so egal war es leider nicht.* Okay.. man sollte schon wissen, was in einem ruht um sich gegebenenfalls mit allem vertraut zu machen, um zu wissen, was man auslösen kann.. ich persönlich habe meine Magie ja noch immer nicht unter Kontrolle, ich kann von Glück reden, dass ich meines Wissens nach noch niemanden ernsthaft verletzt habe. *Zähneknirschend raufte er sich die Haare.* Genau, warum kann es nicht schlicht mal einfach sein und weniger kompliziert.. aber dein Werwolfsgen muss nun nicht unbedingt kompliziert werden, denn eigentlich lebst du damit ja schon seit deiner Geburt an. Du hast doch sicherlich schon alle Instinkte? Nur die Verwandlung ist noch nicht geschehen. Vielleicht verwandelst du dich nicht komplett.. sondern, erm.. dir wächst nur ein buschiger Schweif? *Es sollte eigentlich nicht witzig klingen, denn zum spaßen war ihm keineswegs zu mute, aber es war eben Eddies Art, die Dinge zu verbalisieren.* Ich meine.. wie genau könntest du nun herausfinden, dass es zu 100% so ist und was würde sich dann verändern? Du findest, dass wir die Welt ins Chaos stürzen? Weil wir sind wie wir sind? Dann sollten wir der Welt dieses Denken abgewöhnen. Wir konnten uns immerhin nicht aussuchen, als was wir geboren werden.* Brummte er leise vor sich hin und schüttelte den Kopf.* Ja.. ja ..du hast ja recht, weglaufen ist nie die perfekte Option, aber du bist mir eben das wichtigste.. wichtiger als die Musik, diese Tour.. als alles andere auf der Welt. Ich möchte für dich da sein, vor allem jetzt in dieser verzwickten Situation! Ich möchte mir dir diesen Weg gemeinsam beschreiten.. verstehst du? *Und wie brachte man all das unter eine Haube? Während er sprach, hielt er Fhenris Hand beständig in der seinen, drückte hin und wieder fester zu, um ihn zu spüren und ihm gleichzeitig das Gefühl zu offenbaren, bei ihm zu sein. Eine Art Energieaustausch.* Ich habe nur Angst, dass sich plötzlich alles komplett ändert.. *Gestand er leise und eher zurückhaltend, denn dieses seltsame Gefühl wollte er nicht so nahe an sich heranlassen.* Wenn du ein Wolfsgen hast, dann gibt es doch auch dieses Ding mit der Prägung, oder? *Wie passend, - als hätte zuvor doch etwas mehr mitbekommen als nur das Ende des Streits* Wie funktioniert diese Prägung und.. ist es ähnlich wie Liebe, oder hat sich dein Wolf an mich gebunden, weil.. ja.. keine Ahnung warum? Und wärest du dann emotional an mich gebunden, obwohl es vielleicht doch keine wahre… Liebe ist? *Ein Rausch der Angst überfiel ihn mit einem Mal und erwischte ihn eiskalt. Er hatte doch keine Ahnung von alledem und konnte sich keinen Reim daraus machen. In seinem Kopf braute sich lediglich ein seltsames Geflecht an Fragen zusammen, die einander vehement aushebelten und mit dieser bizarren Angst befruchteten.* Ich.. ich.. nein, egal! Lassen wir das.. wir.. müssen uns .. um anderes kümmern und zwar, wie wir mit dieser Information nun umgehen, genau! Sollen wir forschen? Uns informieren? *Ihm war es wichtig das ‘uns’ hervorzuheben, denn er würde Fhenris mit allem gewiss nicht alleine lassen.*

Fhenris:
*Manchmal hatte ich das Gefühl, das wir uns, im jeweiligen Bemühen, die Welt für den Anderen ein wenig schöner zu machen, unweigerlich boykottierten ... nicht im Sinne von Ablehnung und Verweigerung, sondern dadurch, dass wir beide eigentlich das Gleiche wollten - nur verschiedene Sichtweisen auf die Situation hatten ... ich sah beispielsweise in mir das Problem - denn meine teils aggressive Haltung gegenüber Jedermann war nun mal nicht wirklich kompatibel mit der Natur des Kleinen ... Eddie hatte als Musiker nicht nur seine Band und den ganzen Trupp an Entourage um sich - er hatte auch zahlreiche Fans, die ihn anhimmelten und sogar in Groupie-Manier versuchten, mehr Anteil an seinem Leben zu haben, als es mir lieb war ... da ich aber versprochen hatte, mich hinsichtlich seinem Musiker-Umfeld in friedvoller Zurückhaltung zu üben, tat ich halt genau das - mich krampfhaft zurückhalten und die nervigen Schrei-Arien, sowie die Grenz-überschreitenden Nachstellungen weitestgehend auszublenden ... nur funktionierte das halt nicht immer und ich reagierte rein instinktiv - meistens reichte glücklicherweise mein Grumpy-Charme aus, um die nötige Distanz zu übergriffigen Fans aufrecht zu halten ... und bei dem Rest wurde ich halt hin und wieder ein wenig deutlicher in meiner ablehnend-aggressiven Haltung ... hiervon konnte unsere geliebt-gehasste Fan-Trulla Aliena bereits ein Liedchen singen - sofern sie denn neben der angestrebten Paparazzi-Karriere mit Stalker-Ambitionen überhaupt noch Zeit fürs melodische Singen fand ... doch zurück zu meiner Sichtweise, dass Eddie und ich uns zuweilen das Leben unnötig verkomplizierten ... denn auch wenn ich mich als das Problem sah und dementsprechend versuchte, mich in Zurückhaltung zu üben ... so vertrat der Kleine die Ansicht, dass ich mich nicht ändern müsse ... er würde mich so lieben, wie ich war und so weiter, und so fort ... MUTTER DER NACHT ... wie sollten wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen, wenn jeder es dem anderen Recht machen wollte?!* Kleiner, mach dir bitte nicht so viele Sorgen ... wenn es mir zu viel wird, bzw. wenn ich merke, dass ich kurz vorm Ausrasten bin, werde ich mich zurückziehen - zukünftig auch ein wenig früher, damit es nicht wie heute zur Fast-Eskalation kommt *gehe ich abschließend noch mal auf meinen kurzen Disput mit dem Bodyguard ein - ungeachtet dessen, dass die Situation hier eine gänzlich andere war als bei den Konzerten .. und diese verfluchte Wolfs-Thematik schien eine immer größere Tragweite zu bekommen, als die, die ich bereit war, ihr zuzugestehen ... BEIM HÖLLENFÜRSTEN; auch wenn ich mir durchaus im Klaren darüber war, dass Hank mit einigen Punkten Recht hatte, so versuchte ich das Offensichtliche nach wie vor zu leugnen - schließlich hatte ich mich bis dato noch nicht gewandelt ... aber wenn ich den erschrockenen Blick von Eddie und seine Bemerkung hinsichtlich meiner Augen und Stimme richtig deutete, schien ich mich bereits zu verändern ... NOPE; bloß nicht dran denken - da war mir das, was sich in Eddie verbarg ein weitaus interessanteres Thema ... zum Einen betraf es mich nicht in Persona, und zum Anderen, war ich wirklich darauf gespannt - denn ich war mir mehr als sicher, dass der Kleine kein alltägliches Wesen war ... warum ich mir dessen so sicher war?! keine Ahnung - es war nur ein Gefühl, eine Art Intuition ... aber selbst wenn er nur der 0815-Hexer war, der seine Magie erst noch erlernen musste, war Eddie für mich etwas Besonderes ... denn trotz der Widrigkeiten, die er bisher durchklingen lassen hat, war er immer noch schier unerschütterlich in seiner PEACE, LOVE & ROCKN´ROLL-Welt - dieser Optimismus hinsichtlich einer friedvoll-toleranten Welt war teils schon gruselig, aber er schaffte es, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern ... so oder so faszinierte mich der Kleine mit jeder Nacht mehr - die unterschiedlichen Facetten seiner Persönlichkeit, seine Sicht auf die Welt - aber auch sein Umgang mit der Dunkelheit, die mich ausmachte* es ist egal im Hinblick darauf, was ich für dich empfinde ... da magst du Recht haben ... aber bezogen auf dich und den Umgang mit deinem Wesen wäre es vom Vorteil, näheres zu wissen ... eben damit man weiß, worauf man achten muss ... ich meine, ich als Vampir vertrage nun mal defacto kein Sonnenlicht - auch wenn es den Wölfen scheinbar nichts ausmacht ... sprich: jedes Wesen hat auch Schwachpunkte, die man kennen sollte - um sich ausreichend zu schützen *gab ich dem Kleinen zwar einerseits Recht, dass es eigentlich völlig egal war, zu welcher Spezies wir gehörten ... aber andererseits das Wissen um unsere Gene durchaus auch wichtige Aspekte beinhaltete ... und JA; mir war bewusst, dass ich diesen Zusammenhang bei Eddie erkannte - und bei mir zu verdrängen versuchte ... aber hey; ich war nun mal nicht für meine logisch-durchdachte Lebensweise bekannt - dennoch konnte ich Eddie zur Seite stehen ... dumm nur, dass er selbiges auch für mich im Sinn hatte - denn abermals kam der Kleine auf meine fragwürdigen Wurzeln zu sprechen* Instinkte, Triebe ... keine Ahnung, sind das nicht nur Umschreibungen für negative Charakter-Eigenschaften - um selbige zu rechtfertigen?! *kommentierte ich dementsprechend getreu meiner Art erst einmal abwertend die Frage von Eddie, ob mich die Instinkte eines Wolfes nicht von Geburt an begleitet hätten ... mein werter Vater hätte die Frage wohl direkt bejaht - schließlich sah er in meinem Temperament ja die Bestätigung meiner Gene ... ich für meinen Teil war der Meinung, dass jede Spezies über ruhige, temperamentvolle, schüchterne, mutige, freundliche und aggressive Vertreter seiner Art verfügte ... es gab die unterschiedlichsten Individuen, durch Rasse, Kultur und Glauben getrennt und dennoch ähnelten sich bestimmte Verhaltensweisen* mir wächst was?! *ungläubig starrte ich Eddie an - und musste unweigerlich grinsen* Kleiner, ich habe vielleicht nicht viel Ahnung - aber wenn mir ein buschiger Schweif wächst, bin ich defacto KEIN Wolf ... denn soviel ich weiß, haben die Ruten, Schwänze, was auch immer ... das Schweif-Gedöns gehört meines Erachtens nach zu den Pferden *auch wenn es wahrscheinlich nicht von Eddie beabsichtigt war, sorgte seine Wortwahl für einen Moment des Schmunzelns und somit für eine deutliche Auflockerung der doch recht angespannten Stimmung* wenn ich ehrlich bin, würde sich wahrscheinlich garnicht so viel ändern ... Wölfe haben ebenso wie Vampire ein raubtierhaftes Wesen ... ich glaube, das, was mich an der Thematik so stört ist, dass wenn es wahr ist, mein Vater Recht hätte ... und das wiederum... *kam ich erstmals auf mein grundsätzliches Problem zu sprechen, welches ich mit meinen angeblichen Wurzeln hatte ... denn mal ehrlich: es war mir scheiß-egal, zu welcher Spezies ich gehörte ... ob blutsaugender Vampir, mondsüchtiger Wolf oder Schlumpf ... ich war ich, und wie gesagt; nicht mein Wesen entschied über meine Charakteristik, sondern mein Handeln und Denken - zumindest war das meine Meinung ... nur worauf mein "wiederum" abzielte, blieb unausgesprochen ... ich wollte jetzt nicht über die Abgründe meines Lebens nachdenken - weder auf die eine, noch auf die andere Weise ... NOPE; es kostet mich viel Kraft und etliche Kicks, um Traidores aus meinen Gedanken zu verbannen
DER DUNKELHEIT SEI DANK sorgte Eddie für die notwendige Ablenkung, die ich gerade brauchte, um mich nicht in den Tiefen meiner Selbst zu verirren ... sein Zuspruch war alles, was ich brauchte - denn darin lag soviel mehr als man in Worte fassen konnte* DU bist für mich ... selbst, wenn du auf der Bühne stehst *versuche ich dennoch meine Gedanken halbwegs zu formulieren - um meinen Worten noch etwas mehr Aussagekraft zu geben, bzw. selbige durch Symbolik zu verstärken, nutze ich die Tatsache, dass Eddie´s Hand noch immer in der meinigen liegt ... während ich spreche, legen sich unsere Hände (durch meine Führung) erst auf seine Herz-Gegend - ehe sie zu meinem Herzen wandern ... danach ziehe ich Eddie sanft zu mir und dränge ihn zielsicher ´gen Couch - denn so langsam nervt das Rumgestehe ... wir können auch im Sitzen weiter darüber sinnieren, was da auf uns zukommt - ohne wirklich zu wissen, was da auf uns zukommt* Kleiner, ich glaube nicht, dass sich alles ändern wird ... zumindest nicht so, wie du es befürchtest ... die Veränderung, die ich gegenwärtig spüre und die mich zugebenermaßen ein wenig aus dem Konzept bringt, geht eher in die Richtung, dass meine Gefühle für dich immer intensiver werden - weit über die hormonelle Anziehungskraft hinaus *auch meine Stimme war leiser geworden, als ich begann, Eddie zu erzählen, was in mir vorging ... dass diese drastische Gefühls-Steigerung mit der Prägung zu tun haben könnte, war uns beiden wahrscheinlich bewusst ... die Frage war nur, was es letztendlich bedeutete - und der, den wir dazu befragen konnten, war bereits gegangen ... ok, ich war mir auch nicht sicher, ob ich Hank derartige Fragen gestellt hätte - denn schließlich ging es hier um meine Gefühlsleben und das war selbst für mich komplettes Neuland ... sprich: ich musste damit erstmal irgendwie selber klar kommen ... nur gefielen mir die Gedankengänge, welche sich dbzgl. bei Eddie auftaten keineswegs - schien er doch plötzlich zu glauben, dass die Prägung eines Wolfes andere Gründe als Liebe hätte ... FUCKING HELL; ich war zwar weder romantisch veranlagt, noch lag mir das Gequatsche um Gefühle, Liebe und den ganzen Emotions-Müll ... aber ich war mir mehr als sicher, dass es genau das war, was mich so veränderte - ich liebte diesen kleinen Chaoten ... dementsprechend zog ich ihn demonstrativ auf meinen Schoss - saßen wir bis dato doch nur dicht beieinander ... sanft strich ich ihm die Haare aus der Stirn und schüttelte meinen Kopf, ehe ich ihn noch mehr in meine Arme zog* vergiss das mal ganz schnell wieder ... egal, was es mit dieser Prägung auf sich hat, es mindert keineswegs meine Gefühle für dich ... eher im Gegenteil - es scheint sie zu verstärken ... und Kleiner; daran wird sich auch nichts ändern ... never ever und niemals nicht* die letzten Worte raunte ich leise flüsternd in den Kuss hinein, welchen ich Eddie gab - ein unausgesprochenes und dennoch bindendes Versprechen* wir könnten Hank fragen, was es mit diesem Prägungs-Gedöns auf sich hat ... ob es ähnlich ist, wie bei der vampiristischen Blut-Bindung *machte ich einen Vorschlag, der mir zwar nicht ganz behagte - aber der Bodyguard von Eddie war nun mal rein faktisch betrachtet unsere aktuell einzige Informations-Quelle*
*Dass es mir eigentlich egal war, was in uns steckte, bzw. ob das irgendwelche Auswirkungen auf das Universum haben könnte, wie es in den Unheil-verkündenden Warnungen des Wolfes durchklang, verstand sich von selbst ... dafür lebte ich schon zu lange nach meinen eigenen Regeln, welche größtenteils rein instinktiver-impulsiver Art waren - und für Außenstehende oftmals schlicht egoistisch anmuteten ... doch ein anderer und für mich weitaus wichtigerer Grund war die bereits fortgeschrittene Prägung auf Edward ... ich hatte mich auf diese Frenemies-Bindung bereits vor dieser wesens-spezifischen Paarung (oder was auch immer man darunter verstand) eingelassen - und meinte meine dbzgl. Beschreibung dementsprechend verdammt ernst ... für mich verstärkte diese ominöse Prägung lediglich die bereits vorhandenen Gefühle und dass ich den Kleinen liebte, war ja wohl mehr als offensichtlich - auch wenn ich es nicht aussprach ... dennoch war ich mir sicher, dass Eddie um meine Gefühle wusste - gab es doch viele kleine Zeichen ... beispielsweise just in diesem Moment, wo er auf meinem Schoß saß und sich unsere Blicke trafen - und wir uns wortlos einander soviel sagten*



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RE: fragwürdige Normalität

in EVERYBODYS HAPPYPLACE 24.09.2023 18:40
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Beziehungsstatus vergeben
Gesinnung we shall see
Rassenzugehörigkeit Vampir-Wolfs-Mix (Hybrid)
Neigung Homosexuell
Rudel nope - dafür aber einen kleinen Freak

Szene 3 / Schatten der Vergangenheit



Traidores:
~ zur selben Zeit, an anderer Stelle ... weit weg, und dennoch nicht weit genug ~
Die Zeit heilt alle Wunden – so sagt zumindest ein Sprichwort, mit welchem die Humans ausdrücken wollen, dass Verletzungen jeglicher Art irgendwann einmal in Vergessenheit geraten. Das traf vielleicht auf diese verweichlichte Spezies zu – doch nicht auf die Wesen der Nacht, zu welchen Traidores gehörte. Nein; die symbolische Wunde, welche ihm seit mittlerweile 3 Jahrzehnten zu schaffen machte, trug sogar einen Namen: Fhenris. Einst als Sohn seiner Lenden und Hoffnungsträger seiner Gene geboren, entpuppte sich der Bengel recht bald als sogenanntes Kuckucks-Ei – hatte seine Shellan ihn doch betrogen. Ein Betrug, der wahrscheinlich niemals herausgekommen wäre - wenn Fhenris nicht das Ergebnis dieser Affaire gewesen wäre, und dieses leider für alle Welt sichtbar machte. Denn Traidores seine Shellan hatte nicht nur eine x-beliebige Affaire - nein; sie hatte sich mit einem dieser widerlichen Wölfe eingelassen; den natürlichen Tod-Feinden der Vampire. Und als wäre das nicht schlimm genug, so hatte sie dem Jungen auch noch einen wölfischen Namen gegeben - was Traidores anfangs dummerweise ihrer Affinität den Wölfen gegenüber zuschrieb. Als die Lüge aufgrund des unberechenbaren Temperaments seines vermeintlichen Sohnes aufflog, kaum dass dieser dem Kleinkind-Alter entwachsen war - wandelte sich die bis dato vorherrschende trügerische Familien-Idylle für Fhenris in ein brutales Erziehungslager. Diese Sichtweise teilte Traidores verständlicherweise nicht - denn für ihn hatte sein Zieh-Sohn sämtliche Rechte auf ein Leben in Freiheit in dem Moment verloren, wo seine Wolfs-Gene offenkundig waren und seine Shellan die Affaire gestanden hatte. Und obwohl sein Zieh-Sohn eigentlich nichts für den Verrat seiner Mutter konnte, war er derjenige, der fortan darunter zu leiden hatte. Während Traidores seiner Shellan verzieh und mit ihr weiterhin die Idylle einer gut-bürgerlichen Familie nach außen hin lebte, wurde Fhenris zum Gefangenen seiner eigenen Eltern. Fernab der Gesellschaft, eingesperrt im Keller wurde er in den folgenden Jahren mit harter Autorität und brutaler Hand ausgebildet - im Kämpfen und blindem Gehorsam. Letzteres funktionierte nur phasenweise - denn der Wille seines Zieh-Sohnes war bemerkenswert und unter anderen Umständen hätte er diesem vielleicht sogar seinen Respekt gezollt. Doch Traidores wollte Fhenris brechen; er wollte ihn zu einem willenlosen Assassinen ausbilden, der einzig ihm gehorchte. Doch natürlich musste der Bengel ihm auch dieses kaputt machen - indem er direkt nach seiner Transition den kleinen Moment der Nachlässigkeit ausnutzte. Denn normalerweise waren junge Vampire bei ihrer Wandlung schwach und wehrlos, viele überlebten diese nicht einmal. Dementsprechend hatte Traidores ausnahmsweise mal auf das Anketten verzichtet - teils in der Euphorie, dass sie ihrem Ziel einen weiteren, großen Schritt näher gekommen waren - schließlich hatte Fhenris die Wandlung überlebt. Er hatte dem Jungen sogar noch auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, dass es fortan noch mehr als bisher in seiner Macht lag, ihm die gerade gewonnene Langlebigkeit jederzeit wieder zu nehmen - mithilfe der Sonne und den ersten UV-basierten Verbrennungen. Nur hatte er, wie bereits erwähnt, daraufhin den Fehler gemacht, Fhenris zu unterschätzen - indem er den geschwächten, verschreckten Jungen achtlos liegen ließ; ohne ihn wieder anzuketten.
Die darauffolgende Flucht des undankbaren Jungen hatte zur Folge, dass sich die Wut von Traidores letztendlich gegen die eigentliche Verursacherin des Ganzen richtete – seine Shellan. Jetzt, wo er seinen Hass nicht mehr an Fhenris auslassen konnte, dauerte es nicht lange, bis es eskalierte. Die Mutter von Fhenris hatte ihrem Hellren verständlicherweise nichts entgegen zu setzen – sodass sie, kurze Zeit später, an den Folgen eines Wutausbruches starb.
Doch selbst der Verlust der Frau, die er eigentlich liebte, sorgte nicht für ein Umdenken bei Traidores. Eher im Gegenteil – obwohl er derjenige war, der seine Shellan totgeprügelt hatte, gab er hierfür ebenfalls Fhenris die Schuld. Denn wenn dieser nicht geflohen wäre, hätte Traidores seine Wut auch weiterhin an seinen Zieh-Sohn auslassen können.
Vor allem aber hätte er sein Vorhaben zu Ende bringen können – denn er hatte Fhenris ja nicht ohne Grund mit aller Härte zum Assassinen ausgebildet. Nein, der Bengel sollte in ihrer Untergrund-Bewegung als Auftragskiller eingesetzt werden – um einen Anschlag auf die vampiristische Obrigkeit, allen voran die Bruderschaft, zu verüben.
Vordergründig mit dem Ziel, Tod und Chaos zu verursachen – bestenfalls durch den Sturz von Wrath. Doch selbst, wenn Fhenris hierbei versagt hätte, hätten Traidores und seine Gefolgschaft gewonnen – denn das eigentliche Ziel, welches im Verborgenen lag, war es, die Schuld dieses Anschlages den Wölfen zuzuschieben – um einen Krieg heraufzubeschwören. Dieses Bilden von Allianzen war wider der Natur und einer der Gründe, weshalb die Untergrund-Bewegung mit Intrigen und Verschwörungen dagegen vorzugehen versuchte. Der Plan, seinen missratenen Zieh-Sohn für eben diese Zwecke einzusetzen, hatte so erfolgsversprechend gewirkt – denn das Einzige, wozu der Bengel taugte, war das Kämpfen gewesen.
Und JA; die Flucht von Fhenris hatte ihn getroffen – und Traidores sah darin einen persönlichen Angriff. Schließlich hatte der plötzliche Wegfall ihres „Jokers“ auch zu einem Image-Verlust geführt, der ihm in seiner Position erheblichen Schaden zugefügt hatte. Auch die jahrelange Arbeit in Fhenris seine Ausbildung nagte an seinem Ego – und wie bereits erwähnt, der Wegfall seines persönlichen Prügelknaben. Sprich: Traidores hatte zahlreiche Gründe, seinem Zieh-Sohn gegenüber nachtragend zu sein – zumal er sich nach wie vor im Recht sah.
Einzig seiner damaligen Güte hatte Fhenris es zu verdanken, dass er überhaupt noch lebte – denn eigentlich hätte er das Balg, welches defacto nicht seinen Lenden entsprang, direkt im nächsten See ertränken sollen. Doch dessen Temperament und das damals schon spürbare Talent zum Kämpfen hatten dafür gesorgt, dass Traidores den perfiden Plan schmiedete und den deutlichen Beweis des Verrates zum willigen Werkzeug drillte.
In den letzten Jahren hatte Traidores oft an diesen einzigen Makel in seiner sonst perfekten Biographie denken müssen. Sein Ansehen innerhalb der Untergrund-Bewegung hatte erheblichen Schaden genommen – hatte er doch damals mit seiner potentiellen Waffe angegeben, welcher man nur noch den letzten Funken eigenen Willen hätte nehmen müssen. Und auch der gewaltsame Tod seiner Shellan wäre nicht passiert, wenn er seinen Frust auch weiterhin an Fhenris hätte abreagieren können.
Dementsprechend war es nicht verwunderlich, dass Traidores über die Jahre hinweg immer noch seine Leute ausschickte, um den Flüchtling zu finden und zurückzubringen. Doch vergebens. Fhenris hinterließ so gut wie nie verwertbare Spuren und selbst wenn er mal in die Fänge der Justiz geriet – so war er meistens schon wieder geflüchtet, noch ehe Traidores seine Männer vor Ort waren. Nirgends blieb sein Zieh-Sohn lange genug, um den Menschen in Erinnerung zu bleiben.
Doch scheinbar zahlte es sich endlich aus, dass er einen verdammt langen Atem hatte. Egal, wie oft man ihm sagte, dass er sich da in etwas verrannte – Traidores war sich sicher, dass sich seine Geduld und Beharrlichkeit auszahlen würde. Früher oder später würde Fhenris Fehler machen, nachlässig werden und vergessen, seine Spuren zu verwischen. Und genau dann würde Traidores zuschlagen. Er hatte schließlich Zeit – als langlebiger Vampir waren die letzten 17 Jahre nicht mehr als ´nen Wimpernschlag.
Und scheinbar sah die Dunkelheit es ähnlich – denn plötzlich mehrten sich die Hinweise auf einen Freak, dessen Beschreibung Fhenris´ ähnlich war. Irritierenderweise trieb sein Zieh-Sohn sich scheinbar mittlerweile auf irgendwelchen Konzerten rum und laut den Gerüchten innerhalb der Fan-Szene des Musikers, bei dem man Fhenris mehrfach gesichtet hatte, hatten die beiden wohl etwas miteinander. Traidores wurde schlecht bei dem Gedanken, dass sein Zieh-Sohn in einer glücklichen Beziehung lebte. Wobei ihn nicht mal störte, dass Fhenris scheinbar schwul war – nein, dass interessierte ihn wahrlich nicht. Dafür hatte Traidores ein riesiges Problem damit, seinem einstigen, wenn auch unfreiwilligen, Schüler etwas Glück zu gönnen.
Aber andererseits könnte genau das der Punkt sein, der ihnen letztendlich die Kontrolle über den Flüchtling zurückgab. Es war schon früher verdammt schwer, Fhenris mit Prügeln in die richtige Richtung zu drängen – aber wenn er sich wirklich gebunden hatte, konnte man ihn erpressen. Bei diesem Gedanken zierte ein sadistisches Grinsen das ansonsten harte Gesicht des Vampirs – und er erteilte seinen Männern den Auftrag, seinen Zieh-Sohn unauffällig im Auge zu behalten. Er würde selbst kommen – mit genügend Verstärkung, um das Problem endlich zu lösen.
Als sein Lakaie ihm plötzlich noch mitteilte, dass in der Stadt auch ein gewisser Vampir-Orden (Rafe, Nathan) ansässig war, frohlockte Traidores innerlich – wusste er doch aus den Kreisen der Glymera, dass die Bruderschaft auch hier im Begriff war, eine Allianz zu gründen; zumindest wenn man den Gerüchten trauen konnte. So oder so ergaben sich gerade wieder einige Möglichkeiten, der Untergrund-Bewegung etwas Aufschwung zu verschaffen. Doch bevor er hier der euphorischen Intrigen-Schmiederei verfallen konnte, musste er erst Fhenris wieder einfangen – und schauen, ob sich dessen Freund, Bekannter oder was auch immer dieser Edward darstellte, als Druckmittel eignete.
Traidores seine Leute bestanden fast ausschließlich aus Vampiren, vereinzelt fanden sich auch ein paar abtrünnige Hexer in den Reihen der Untergrund-Bewegung - aber keine Wölfe oder dergleichen ... NOPE; schließlich ging es bei dieser intriganten Geheim-Organisation vorrangig darum, die Rasse der Vampire über alle anderen Individuen zu stellen ... das vermehrte Aufkommen von Wölfen im Umkreis von Fhenris und Eddie, welches Hank mit einem gewissen Unbehagen registrierte, hatte andere Gründe - ebenso wie die Tatsache, dass auch andere Wesen scheinbar magisch angezogen wurden von dem ungleichen Paar

Azrud:
Der Auftrag von Traidores war klar: wir sollten uns diskret im Hintergrund halten, die Lage sondieren und das Ziel-Objekt nicht erneut aus den Augen verlieren. Also eigentlich ´nen verdammt ruhiger Job im Sinne von Füße still halten und Kaffee trinken. War das so einfach, wie es klang?! Verfluchte Axt; NEIN - wir suchten diesen Fhenris jetzt seit 17 Jahren. 17 JAHRE jagten wir dem sprichwörtlichen Phantom hinterher, und einige von uns hatten bereits arge Zweifel an der Mission gehabt. Doch bereits das Aufkommen von leiser, geflüsterter Kritik an Traidores seinem scheinbaren Wahn in Bezug auf seinen Sohn glich einem Todes-Urteil. Dementsprechend war es nicht verwunderlich, dass einige von uns darauf brannten, diesen Freak sofort dingfest zu machen. Einerseits um diesen Auftrag endlich als erledigt ansehen zu können - auch wenn uns allen klar war, dass die Gefangennahme von Fhenris nur den Anfang von etwas Anderem darstellen würde. Aber eigentlich war uns alles lieber, als diesem Adrenalin-Flummi weiterhin durch die Lande zu jagen. Womit wir beim "andererseits" wären: denn die Jahre des Hinterher-Jagens hatten im Großteil unserer Gruppe zu ´ner Menge Frust und Wut geführt, die schlichtweg darauf brannte, sich endlich entladen zu dürfen - vorzugsweise direkt an den Verursacher des Ganzen. Vitra gehörte beispielsweise zu jenen, die Fhenris in Ketten sehen wollen. Dementsprechend folgte er unserem Ziel-Objekt auch deutlich offensiver als ich es tat. Klar brachte uns das die nötigen Informationen, dass Fhenris in einer Art "Arena" für Geld kämpfte - gegen andere Wesen. Auch haben wir so nähere Informationen über diesen Jungspund herausgefunden, mit dem sich Traidores sein Sohn scheinbar angefreundet zu haben schien. Ein Umstand, der gleichermaßen befremdlich wie auch vorteilhaft war - denn dadurch, dass unser Ziel-Objekt erstmals ´ne Affaire (oder was auch immer das darstellte) hatte, war er auch erstmals längerfristig an einem Ort, was wiederum zu seinem unvorsichtigem Verhalten führte. Nur so hatten wir ihn finden können. Ok; zugegebenermaßen hatten wir auch unwissentliche Hilfe aus den Reihen der Fan-Girls des Musikers. Eine dieser verrückten Groupies hatte Fotos im Internet veröffentlicht - und in Form von sogenannten fiktiven Traum-Geschichten teils sogar die richtigen Schlüsse auf den Bad-Boy-Freund ihres Idols geschlossen. Dank dieser Aliena kamen wir an weitere Infos, die uns letztendlich hierher führten. Meine Rolle in dieser Jäger-Gruppe war die der zentralen Zusammenführung. Alle Informationen, die wir sammelten, übersandte ich direkt an Traidores - von dem ich auch die weiterführenden Befehle bekam, welche ich ans Team weitergab. Dass ich dementsprechend auch derartige Rand-Notizen weitergab, wie die Info, dass ein gewisser Vampir-Orden hier ansässig zu sein schien, war ja wohl klar. Ebenso wie die Feststellung, dass sich hier ungewöhnlich viele Wesen rumtrieben - ob das für uns zum Nachteil werden konnte, würde sich noch zeigen. Jetzt galt es erst einmal, näheres über Fhenris und den Jüngling an seiner Seite herauszufinden. Irgendwelche Regelmäßigkeiten, die man für den beabsichtigten Zugriff nutzen konnte - dementsprechend interessierten uns hauptsächlich feste Zeiten, wann wer wohin ging. Traidores seine Ansage diesbezüglich war klar - wir sollten abklären ob sich dieser Edward als Druckmittel eignen würde.
Ein paar wenige Tage später saßen wir erneut zusammen, um die neuesten Infos miteinander auszutauschen und den Zugriff final zu planen. "Also, wie weit seid ihr?! Konntet ihr alles erledigen, was wir besprochen haben?!", begrüßte ich die Jungs direkt mit der Frage nach dem Stand der Dinge. Vitra grinste dreckig und nickte bejahend, ehe er zu berichten begann. "Wir haben ein passendes Objekt gefunden und per Barzahlung direkt für die nächsten 2 Monate angemietet. Es ist weit genug abgelegen, um etwaige Schreie ungehört verhallen zu lassen. Nevander sorgt gerade dafür, dass es ausbruchssicher ist ... und wir genügend Vorräte haben, um dort unser Lager aufzuschlagen." Das waren doch mal gute Neuigkeiten - denn wenn Traidores in 1, 2 Tagen hier mit der Verstärkung aufkreuzte, konnten wir ggf. endlich loslegen. Ich konnte die Unruhe im Team spüren, die es verständlicherweise hassten, auf der Zuschauer-Bank ausharren zu müssen. Vor allem, wo wir erstmals in den ganzen Jahren das Ziel-Objekt in greifbarer Nähe hatten. Endlich war der Freak kein Phantom mehr, dem wir hinterherjagten - ohne eine Chance, ihn zu erwischen. Selbst jetzt bestand noch die Gefahr, dass Fhenris wieder im Irgendwo des Nirgendwo verschwand - und unsere Suche von Neuem begann. Wobei?! Die letzten Tage hatten uns in einem Punkt Zuversicht und Hoffnung gegeben - denn entgegen seiner Art schien Fhenris sesshaft geworden zu sein. Eigentlich tauchte er fast jede Nacht, kurz vor Sonnenaufgang hier auf und verbrachte den Tag bei dem Jungspund - selbst wenn dieser nicht zugegen war. All das sprach dafür, dass unser Ziel-Objekt diesen Ort als Zuhause ansah. Es war zwar weiterhin schwierig, ihm auf Schritt und Tritt zu folgen - denn Fhenris bevorzugte den Weg über die Dächer, was eine Beschattung zu offensichtlich machte. Aber hey; wir waren keine Amateure und nach den anfänglichen Fehlschlägen hatten wir mittlerweile ein recht gut funktionierendes System entwickelt, den Freak im Auge zu behalten - auch wenn dieser es uns auch weiterhin verdammt schwer machte. Viel leichter klappte es da mit der Beschattung des jungen Musikers - denn der war im Gegensatz zu dem Hybriden fast schon berechenbar. Ähnlich wie ein Uhrwerk folgte er einer unsichtbaren Struktur, welche ihn meistens zur selben Zeit die selben Wege gehen ließ. Und nach kurzer Zeit der Beobachtung wussten wir auch, von wo bis wo er ohne Schutz unterwegs war - denn der Bodyguard, welchen wir recht schnell als Wolf identifizieren konnten, schien immer erst aktiv zu werden, wenn dieser Edward am Studio ankam. Zumindest schien das sein Arbeits-Radius zu sein - aus welchem wir uns diskret heraushielten, um nicht aufzufallen. Durch die Manipulation einiger Menschen konnten wir sicherstellen, dass der Jüngling auch dann beobachtet wurde - wenn wir durch unser vampiristisches Blut ausgebremst wurden; beispielsweise tagsüber. "OK, dann sind wir uns ja einig, dass wir uns erst den Bengel schnappen - damit wir ein Druckmittel haben.", sprach ich noch mal das Vorgehen an, als von Vitra ein selbstgefälliges Knurren ertönte. "Pfftt, der Typ ist alleine - und wir sind, selbst ohne die angekündigte Verstärkung, mehr als nur in der Mehrzahl" "Du vergisst, dass er verdammt gut ausgebildet wurde und die letzten Jahre garantiert keine Däumchen gedreht hat", hielt ich dagegen. Dennoch konnte ich das Denken er Jungs, denn die anderen dachten ähnlich wie Vitra, verstehen - ging es mir in den ersten Jahren doch ähnlich. Doch im Gegensatz zu ihnen war ich von Anfang mit involviert - und hatte hinsichtlich der Biographie von Fehnris einige Zusatz-Informationen, die ihnen fehlten. Sprich: ich würde den Bastard defacto nicht unterschätzen "Außerdem ist der Befehl eindeutig ... wir sorgen dafür, dass das Ziel-Objekt nicht abhaut und überlassen Traidores den Rest" Um die Laune im Team auf einem guten Level zu halten, warf ich den Jungs und insbesondere Vitra ein Grinsen zu, welches man durchaus als verschlagen bezeichnen konnte. "Ich bin mir sicher, dass der Boss es ohne unsere Hilfe eh nicht schaffen wird, den Freak einzufangen ... sprich: haltet euch bereit"

Traidores:
Es gab noch einiges zu erledigen, ehe ich ebenfalls aufbrechen konnte, um den sprichwörtlich "verlorenen Sohn" zurückzuholen. Dass ich Fhenris schon lange nicht mehr als meinen Sohn ansah und die fehlende Bluts-Bande zwischen uns meiner Meinung nach mehr als bewiesen war, hielt mich nicht davon ab, meinen Anspruch auf ihn zu erheben. Schließlich hatte ich ihn nicht nur am Leben gelassen und ihn in meiner, wenn auch durchaus berechnenden Güte großgezogen. Mehr noch; ich hatte etliche Jahre in seine Erziehung/Ausbildung investiert und nun war es an der Zeit, dass der undankbare Bastard endlich das tat, wozu er auf der Welt war. Und bei der heiligen Jungfrau der Schrift - in der Berufung des Hybriden war defacto keine Zeit für irgendwelche belanglosen Liebeleien. Das wäre ja noch schöner, wenn Fhenris glücklich wäre. Garantiert nicht, solange ich was zu sagen hatte. Er hatte für uns in den Krieg zu ziehen - gegen die Bruderschaft, den Orden und alle, die den Idealen unserer Gemeinschaft im Wege standen. Und selbst wenn er dabei drauf gehen sollte, würde er zuvor noch für genügend Chaos sorgen, um unseren Zielen nützlich zu sein. Das war der einzige Grund, warum ich ihn damals am Leben ließ und mich aufopferungsvoll seiner Ausbildung widmete. OK; es tat auch unheimlich gut, jemanden zu haben, an dem ich meine Wut auslassen konnte. So ein Prügelknabe war nicht nur gut, um den eigenen Frust abzubauen - es war auch eine lukrative Einnahmequelle für Freunde und Bekannte, die ebenfalls zuweilen mal Dampf ablassen mussten. Und auch die Wetten auf die Übungs-Kämpfe hatten mir einiges an Geld eingebracht. Wieder einmal verlor ich mich in den Gedanken rund um den Bastard, der all die Aufmerksamkeit nicht zu schätzen wusste. Dennoch hatte es mich mit einer gewissen Genugtuung erfüllt, als Azrud mir die Info übermittelte, dass Fhenris immer noch in einer Arena für Geld kämpfte. Denn das bedeutete zum Einen, dass er sich auch weiterhin im Training befand - und wir nicht gänzlich von vorne beginnen mussten. Und zum Anderen konnte er so die angefallenen Kosten wieder einbringen, die wir seinetwegen hatten - schließlich musste ich das Team bezahlen, welches ihn durch die Lande jagte. Aber nicht mehr lange - und meine Beharrlichkeit würde sich endlich auszahlen. JA; ich musste gestehen, dass ich mich auf das Wiedersehen mit Fhenris freute - wahrscheinlich mehr, als er. Aber hey, er war nicht auf der Welt, um sich zu freuen oder andere positive Gefühle zu durchleben. Er hatte einen Job zu erledigen, und nebenbei als mobile Deeskalations-Zentrale herzuhalten - nicht mehr, und nicht weniger. Da ich aber um den starken Willen meines einstigen Sohnes wusste, hatte ich bei dem Team, welches mich begleiten würde, extra darauf geachtet, dass es durchweg Stress-resistente Söldner waren, die einerseits mit Widerstand-leistenden Rebellen Übung hatten und andererseits keine Skrupel hatten, über Leichen zu gehen, um ans Ziel zu kommen. Um meinen Image-Verlust wieder auszugleichen, musste diese Mission Erfolg haben - dementsprechend waren meine Befehle auch eindeutig. Sollte sich abzeichnen, dass Fhenris sich auch durch diesen Musiker-Typen nicht kooperativ zeigen würde, dann waren beide des Todes. Aber wenn mich mein Gefühl nicht täuschte - dann wiesen alle bisherigen Informationen darauf hin, dass der Bastard sich gebunden hatte. Ergo konnten wir seinen Lover als Druckmittel nutzen. Und bei der heiligen Jungfrau: dieses Mal würde Fhenris um Gnade bettelnd vor mir knien und das, ohne dass ich ihm dafür zuvor die Beine brechen musste - dessen war ich mir mehr als sicher. Wieder zierte ein sadistisches Grinsen mein Gesicht, welches man in den letzten Tagen ungewohnt oft an mir sehen konnte und es verschwand erst wieder, als wir Stunden später am Ziel-Ort ankamen. Aber hey; auch ein alter Mann darf in vorfreudiger Erwartung ein wenig vor sich hinträumen - und zugegeben, bei meinen Gedanken handelte es sich überwiegend um Dinge, die ich mit Fhenris zu tun gedachte, wenn er zurück im Schoße der Familie war. Azrud und Vitra warteten bereits und die ersten Gespräche erfolgten noch während der Fahrt zu unserem vorübergehenden Quartier - eine abgelegene alte Fabrik, die bestens geeignet war, für das, was wir vorhatten. "OK, ich will, dass ihr euch diesen Edward gleich morgen Vormittag schnappt ... lasst uns keine Zeit verlieren*, gab ich den Zugriffs-Befehl und wandte mich dann an Vitra, der nur darauf brannte, endlich loslegen zu dürfen. "Habe ich deinen Bericht richtig verstanden, und Fhenris besitzt kein Handy oder dergleichen?! Schade eigentlich - aber wahrscheinlich ist er einfach zu dumm für das technische Zeug.", kommentierte ich diese Info, die mich schon ein wenig ärgerte. Denn wir hätten dem Wolfs-Mischling wunderbar ein Video seines Lovers schicken können - blutverschmiert, dem Ende nahe ... und vielleicht hätten wir Fhenris sogar so dazu gebracht, sich uns selber auszuliefern. Das wäre eine wunderprächtige zusätzliche Strafe gewesen. Aber NEIN; nicht einmal diese Genugtuung gönnte mir der Kerl. Naja, egal - er würde für alles was war und alles, was mir noch einfallen würde, sowas von büßen - und sein Freund gleich mit. Ich stellte noch einige Fragen zu meinem Fake-Sohn, machte mir zu dem Gehörten meine Gedanken und gab dementsprechend weitere Befehle. Von Jamie wollte ich wissen, was er zu den Videos meinte, die Azrud uns von Fhenris zeigte - und welche uns einen ungefähren Eindruck seines Zustandes übermitteln sollten. Denn als Sanitäter war es gleichermaßen sein Job, dafür zu sorgen, den Bastard nahe des Blutdurstes zu bekommen, um ihn besser zu kontrollieren - schließlich tat ein Vampir für das notwendige Blut so einiges, wenn auch eher unfreiwillig und notgedrungen. Aber genau darum ging es ja - ihn Dinge tun zu lassen, die er nicht tun wollte. Doch zurück zu Jamie und dessen wohl wichtigste Aufgabe - er musste Fhenris am Leben erhalten, falls wir es übertrieben und Fakt war, dass wir es garantiert zu weit treiben würden.

Traidores:
Wenn man sich nicht um alles selber kümmerte, musste man mit Einschränkungen leben. Eine Erkenntnis, die mir bereits öfters gekommen war - aber die sich nun mal leider nicht immer verhindern ließ. Die Jagd nach Fhenris ging nicht nur quer durch die Lande, sie erstreckte sich auch auf nun mehr fast 17 Jahre. Angesichts dieser langen Zeit musste ich ein Team aufstellen - schließlich war meine Anwesenheit als führendes Mitglied unserer Untergrund-Organisation unabdingbar.
Lange Rede, kurzer Sinn: die angepriesene alte Fabrik entpuppte sich als eine in die Jahre gekommene Jagd-Hütte, oder wofür auch immer das Haus genutzt wurde. Doch ein kurzer Rund-Um-Blick machte deutlich, dass sie zwar kleiner als gedacht, aber dennoch für unsere Zwecke geeignet war. Die Hütte war nicht nur komplett unterkellert - es gehörte auch eine Art Lagerhalle dazu. Vor allem aber gefiel mir die Lage; denn wir waren weit genug abgelegen, um ins Augenmerk, bzw. in Hörweite unliebsamer Zeugen zu geraten. Nevander hatte in der Halle bereits die wenigen Fenster komplett abgedunkelt, und in dem Silo-ähnlichem Turm eine Art Verlies eingerichtet - schließlich sollte der Aufenthalt unserer Gäste absolut sicher sein.
Die letzten Details wurden besprochen und Anweisungen gegeben. Es würde 3 Teams geben: das erste war für die Ergreifung des Musikers bestimmt - und bestand aus einem Hexer und drei Menschen der Kategorie "krimineller Abschaum", welche von uns mit Geld gelockt und dann manipuliert wurden. Der Vorteil hier drin ist ja wohl klar: sie konnten tagsüber aktiv sein und waren dennoch komplett entbehrlich. Aber da dieser Edward laut den mir vorliegenden Berichten meistens gegen die Mittagszeit seinem Job als Musiker nachging und zu dieser Zeit fernab von Fhenris unterwegs war, war das die perfekte Zeit, um den Jüngling zu schnappen.
Das zweite Team hatte da etwas mehr zu tun, denn sie mussten sich mit dem Bastard auseinandersetzen. Jamie hatte ihnen zwar ein extrem starkes Betäubungsmittel gegeben, um Fhenris außer Gefecht zu setzen. Das sollte ihnen die Arbeit ein wenig erleichterrn - doch hierfür musste man dem Hybriden zuvor sehr nahe kommen. Dementsprechend bestand dieses Team hauptsächlich aus den Söldnern, die eigens für diese Aufgabe mit mir gemeinsam angereist waren. Vitra führte das Team an, da er durch die vorangegangene Observation über die nötigen Infos verfügte.
Das dritte Team blieb hier bei mir - sie waren für die Absicherung des Geländes zuständig, stellten aber auch im Falle dessen die Verstärkung dar, sollte in den anderen Teams etwas schief laufen. Sprich: eigentlich waren wir bestens vorbereitet und meine Laune dementsprechend gut.
Kurz ging ich noch mal mit Jamie die Vorgehensweise durch - denn um die Kontrolle über meinen einstigen Sohn zurück zu erlangen, mussten wir ihn zuvor in die Knie zwingen. Da aber bereits in der Vergangenheit die Willensstärke und der extreme Sturkopf von Fhenris das Brechen seines Willens verhindert hatten, brauchte es von allem ein wenig mehr.
Hier baute ich auf den Lover des Hybriden - denn wenn Gefühle im Spiel waren, verloren selbst die größten Krieger ihre Stärke. Mit einem derartigen Druckmittel wie den Musiker, in Kombination mit unserem Vorhaben, Fhenris ausbluten zu lassen, um ihn noch zusätzlich zu schwächen, sowie der Tatsache, dass ihn ein Begrüßungs-Arsenal an den unterschiedlichsten Folter-Methoden erwartete, war ich mir sicher ihn relativ schnell wieder unter meiner Kontrolle zu haben. Vor allem aber freute ich mich darauf, meiner sadistischen Seite endlich mal wieder freien Lauf lassen zu können - Menschen waren in diese Hinsicht viel zu zerbrechlich und hielten selten länger als 1, 2 Tage durch. Da versprach mein Wiedersehen mit Fhenris nicht nur fiesere, intensivere Spiele, sondern auch längerfristigen Spaß.
Während ich mich meiner Vorfreude hingab, war das erste Team bereits dabei, sich an die Versen des Musikers zu heften. Das Zeit-Fenster, in welchem der Zugriff erfolgen konnte, war nicht sehr groß - und so galt es, den Jüngling relativ früh von seiner gewohnten Route abzudrängen, bzw. ihn genügend abzulenken, sodass er sein Umfeld außer Acht ließ. Denn auch wenn wir nicht genau wussten, ob der Begleiter unserer Ziel-Objekts ähnlich aufmerksam durchs Leben ging, mussten wir dieses in Betracht ziehen.
Dementsprechend hatte Kenny die Aufgabe, den Musiker auf sich aufmerksam zu machen. Hierbei ging der junge Mann, welcher vom Styling her wie ein typisches Gang-Mitglied wirkte, leicht plump. aber durchaus effizient vor - denn er baute auf die Freundschaft, die Edward überhaupt erst als Druckmittel nutzbar machte. "Hey, du bist doch mit Fhenris befreundet oder?! Geht es ihm wieder besser?! Er hat gestern ja echt was abbekommen?!" Mit den Informationen der Beschattung wirkten die Fragen von Kenny so, als würde er den Hybriden gut genug kennen - um Kenntnis von der gestrigen Niederlage in der Arena zu haben. Während Kenny den Musiker nach dem Befinden seines Freundes fragte, näherte sich ein dunkler Geländewagen.

Eddie:
*Fast alle schienen irgendetwas zu ahnen, zu sehen, zu fühlen. Auch Eddie spürte immer wieder einen eiskalten Schauer der über seine Wirbelsäule tänzelte oder aber starke Kopfschmerzen, wenn er alleine unterwegs war, aber momentan war er zu sehr von allen anderen Themen abgelenkt als das er sich auf seine Sinne oder etwaige Warnsignale konzentrieren könnte. Er wollte nicht 24/7 von Hank beobachtet und beschützt werden, auch Fhenris sollte sich keine Sorgen um ihn machen, es war ihm wichtig so viel Normalität wie möglich in das chaotische Leben der beiden Männer zu bringen und dementsprechend plante er jeden Tag eine kleine Flucht mit ein um seinem Bodyguard zu entwischen. Die Geschichte um Fhenris zweites Wesen beschäftigte ihn, er konnte das Thema einfach nicht ruhen lassen, weswegen er einen kleinen Abstecher in einen Hexenladen am Rande der Stadt einplante. Er ahnte nicht, dass genau dieser Weg in eine Falle führte und ignorierte erneut jegliche Warnzeichen. Als mittlerweile bekannter Künstler, war man die Blicke anderer gewohnt, er fühlte sich durchgehend beobachtet und blendete dieses unangenehme Gefühl so gut es ging aus. Als man ihn jedoch plötzlich etwas vom Weg abdrängte und Fragen über Fhenris stellte, stutzte er verwirrt und wusste zunächst nicht, was er darauf entgegnen sollte. Stirnrunzelnd musterte er den Fremden Kerl, räusperte sich und suchte bereits jetzt nach einem Ausweg, um sich dieser unangenehmen Atmosphäre zu entziehen.* Ich ehm.. Fhenris ja? *Wer auch immer dieser Kerl war, er würde niemanden einfach irgendwelche Informationen über seinen Partner aushändigen.* Ich kenne keinen Fhenris.. *Entgegnete er schließlich trocken und versuchte seinen Weg fortzusetzen.* Und wenn du diesen Fhenris tatsächlich kennst.. kannst du ihn ja sicherlich irgendwann selbst fragen. Sorry.. aber ich habe leider keine Zeit für einen netten Plausch.. ich muss weiter, mein Bodyguard wartet dort drüben.. er ist manchmal etwas ungehalten, wenn ich mit Fremden spreche. *Eine glatte Notlüge, denn Hank wartete bereits wütend und erzürnt vor dem Studio.*

Team 1:
"Ach, wie süß ... zierst du dich auch so, wenn du ihm einen bläst ... oder nein, warte ... ich wette, es ist andersrum ... der Typ macht nur auf hart und liegt am Ende des Tages unter Dir", verschwand die vorherige Freundlichkeit des jungen Mannes schlagartig - und er machte keinen Hehl daraus, was er von gleichgeschlechtlicher Liebe hielt. Wobei seine aggressiv-höhnisch klingenden Worte aber auch dem geschuldet sein konnten, dass sein Plan nicht auf Anhieb funktionierte und er bei einem Fehlschlag nicht nur dem Spott seiner "Kollegen" ausgesetzt war - im schlimmsten Falle konnte das seinen Tod bedeuten. Dementsprechend nutzte Kenny auch die Gunst der Stunde - und auf ihren Auftrag bezogen wahrscheinlich die letzte Möglichkeit für den heutigen Tag. Danach war die Gefahr zu groß, dass besagter Bodyguard sich wirklich auf die Suche nach seinem Schützling machte. Sprich: er ließ sich von Edward nicht abwimmeln, und drängte den Jüngling immer mehr ´gen Straße. "Genug der Freundlichkeiten ... aber da du mit dem Falschen fickst, gehört dein Hintern nun uns", beendete Kenny das indirekte Katz und Maus-Spiel und hinderte Edward abrupt am Weitergehen, indem er ihn kurzerhand am Kragen schnappte. Der dunkle Van kam genau in diesem Moment neben ihnen zum Stehen, die Hintertür wurde aufgerissen, und innerhalb einiger weniger Atemzüge, befand sich der Jüngling im Schwitzkasten eines weiteren Jägers - dessen grobe Hand sich auf den Mund von Eddie drückte, um diesen am schreien zu hindern. "K, du hirnverbrannter Idiot ... du solltest mit dem Freak kein Date ausmachen, sondern ihn in unsere Richtung abdrängen ... boah ey, beinahe wäre das hier schief gegangen", donnerte Sinned´s Stimme wütend aus dem Wagen-Inneren nach draußen, während er das zappelnde Etwas in seinem Arm reinzog. Der Musiker wehrte sich mit aller Macht gegen seine Entführung - was das Team zwar einerseits gehörig ins Schwitzen brachte, aber letztendlich hatte Edward keine Chance und durch Kenny´s Zutun waren sie weit genug von der Hauptstraße entfernt, als dass überhaupt jemand von ihnen Notiz nahm, und selbst wenn jemand vielleicht etwas gesehen haben mochte - verschwand das Wissen um die gerade stattgefundene Entführung höchstwahrscheinlich eh in den Tiefen der allgegenwärtigen Scheuklappen-Mentalität. Kenny setzte sich ebenfalls in den Van, schloss die Tür und warf ihrem Opfer einen abfälligen Blick zu, der gleichzeitig auch ein fieses Grinsen beinhaltete. "Den 1. hätten wir, fehlt nur noch der Bastar..." "Halt die Fresse ... kein dummes Rum-Gelabere - vor allem nicht vor ihm ... haben die dich in der Lotterie gewonnen, oder was?!", ließ nun auch Adrian seinen Frust an Kenny ab, der scheinbar echt bislang nur Kaugummis geklaut hatte. Der Typ mochte vielleicht durch sein jugendliches Auftreten gut geeignet gewesen sein, um ihr Ziel-Objekt bei den Konzerten unauffällig zu beobachten. Aber jetzt, wo es um die wirklich wichtigen Punkte ihres Auftrages ging - da verhielt Kenny sich wie ´nen Amateur; große Klappe und keinerlei Ahnung darüber, was man bei einer Entführung alles zu beachten hatte. Oberste Regel: kein Insider-Wissen in Gegenwart der Opfer - das war doch logisch, oder nicht?! Wenigstens die Anderen im Team gingen nicht ganz so stümperhaft zu Werke - eher im Gegenteil. Joshi, der Sinned gegenüber saß, beugte sich drohend nach vorne, hämmerte Edward ohne Vorwarnung seine Faust ins Gesicht und stülpte ihm, immer noch schweigend, aber finster dreinblickend ´nen Stoff-Dingens über den Kopf, damit dieser nichts mehr sehen konnte. Dass der Musiker sie in Persona gesehen hatte, war nicht wirklich das Problem - denn niemand von ihnen rechnete damit, dass Traidores den Lover seines Sohnes am Leben lassen würde. Es ging mehr darum, dass die Einschränkung der Sinne bei den Opfern oftmals dazu führte, dass diese automatisch ruhiger wurden - und sich in ihren Gedanken, respektive in ihren Ängsten verloren. Wie auch immer - hauptsache der Tumult im Wagen-Inneren ebbte ab.

Eddie:
*Wie bitte, was? Der Typ setzte allen Ernstes darauf, die Sexualität der beiden Männer schlecht zu reden?* Soll mich das jetzt irgendwie wütend machen..? Ganz offensichtlich hast du mit irgendwas und dir selbst ein Problem, wenn du solche fahrigen, dämlichen Sprüche ablassen musst. *Ja, es war ein direkter verbaler Angriff gegen Fhenris und ihn, doch was die beiden Herren im Bett machten wusste niemand und es ging auch niemanden etwas an. Mal abgesehen davon hatte er tagtäglich mit irgendwelchen Anfeindungen bezüglich seiner sexuellen Vorliebe und seines gar femininen Äußeren zu kämpfen, er war es schlichtweg gewohnt und er wusste, dass selbst Fhenris über so einen Blödsinn nur müde lächeln würde.* Was soll der Mist? *Er versuchte standhaft zu bleiben, sich gegen die vehemente und erdrückende Nähe des anderen zu wehren, jedoch merkte er schnell, dass dies nicht so einfach werden würde. Niemand war in der Nähe der das Spektakel beobachtete, niemand würde ihm zur Hilfe eilen können. In diesem Moment wünschte er sich, dass er seine Magie kontrollieren könnte, doch egal wie sehr er sich darauf konzentrierte etwas zu ‘wirken’, es passierte rein gar nichts.* Falsch ist Definitionssache.. *Zischte er seinem Entführer entgegen und bemerkte prompt den schwarzen Van der sich dem Gehsteig bedrohlich näherte.* Ich werde ganz sicher nicht zulassen, dass du.. *Alles was er je gelernt hatte verpuffte und das einzige was ihm blieb, war sich mit Händen und Füßen gegen diese durchtriebene Meute zu wehren. Als ihm auch noch eine Hand auf den Mund gedrückt wurde, biss er fest zu, versuchte in alle erdenklichen Weichteile zu treten und blieb solange in Bewegung, bis er schließlich nachgeben musste und sich in dem besagten Van wiederfand.* Ihr werdet ihn nicht bekommen.. *Presste er zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervor.* Lasst ihn in Ruhe! Was bringt euch das alles..? Wollt ihr Geld? Kein Problem, ich zahle alles, was von Nöten ist.. und ich vergesse dieses Drama. Ich habe ebenfalls einige Leute hinter mir.. sie werden mich suchen, sie werden Fhenris beschützen.. lasst uns das doch einfach friedlich regeln! *Ja, sie hatten ihn gefangen, aber sonst wirkte die Bande eher planlos und durcheinander, gar chaotisch. Eddie versuchte so gut es ging ruhig zu bleiben, auch wenn es tief in seinem inneren brodelte und er sich Sorgen um das Wohl seines Partners machte. In jenem Moment, war ihm sein eigenes Leid fast egal, auch als er sich einen kräftigen Faustschlag einfing und ihm schwindelig wurde. Unter der Haube murmelte er immer wieder Zaubersprüche, fesselte sich an den Gedanken damit irgendwas auslösen zu können. Doch das einzige was geschah, war, dass er einem der Männer das schüttere Haar vom Kopf hexte, nichts was ihm in diesem Augenblick retten könnte. Gedankenübertragung? Könnte das funktionieren? °Lauf weg.. hau ab… bring dich in Sicherheit°. Immer wieder versuchte er diese Gedanken auf die Reise zu schicken, in der Hoffnung, dass Fortuna ihm gnädig war und Fhenris die Botschaft empfing. °Sie wollen dich holen!° Ans Aufgeben dachte er nicht, auch wenn er Ruhe walten ließ und sich nicht regte, stieg sein Zorn ins Unermessliche.*

Team 1:
Menschen, eine Spezies aus der ich wohl niemals schlau werden würde. Auf der einen Seite konnten sie zu einer Gefahr werden, die bereits vor Jahrhunderten dazu geführt hatte, dass die Wesen nahezu ausgerottet waren - ich sage nur Hexenverbrennungen oder die Erschaffung der Templer. JA; das waren echt harte Zeiten gewesen, welche sogesehen den Grund darstellten, warum unsereins fortan ein Leben im Geheimen führen musste. Unerkannt zwischen den Menschen, unsere wahre Natur verbergend - weil die Menschen in ihrem Hass auf Andersartige nicht zu unterschätzen waren. Etwas, was man angesichts derer, die sich gerade hier im Auto befanden nur schwer vorstellen konnte. Unmerklich schüttelte ich meinen Kopf und versuchte meine Zweifel nicht nach Außen dringen zu lassen - ihr wisst schon zum Zwecke der Teambildung und so. Aber dieses Vorhaben wurde fortwährend auf seine Standfestigkeit hin überprüft. Nicht nur, dass Kenny in seinem jugendlichen Leichtsinn immer wieder vergass, dass seine Dummschwätzer-Qualitäten hier nicht gefragt waren. Er brachte mit seiner Art auch das Team und somit die Mission im Ganzen in Gefahr - etwas, was seinen Tod zur Folge haben würde. Auch jetzt schaffte er es einfach nicht, seine Klappe zu halten. Immer wieder ging er auf die hoffnungsvollen Floskeln des Musikers ein - nicht ahnend, dass Edward uns alles angeboten hätte, um seinen Freund zu retten. Kurz kam in mir zwar die Frage auf, was er alles wusste - denn seine Worte deuteten schon ein wenig in die Richtung, dass die Beiden nicht ganz so beschaulich vor sich hinlebten, wie es den Anschein hatte. Leider verrieten auch Kenny´s Konter-Versuche mehr, als mir lieb war - nicht nur, dass ihm der Name von Traidores rausrutschte, er gab auch damit an, dass Fhenris keine Chance haben würde - schließlich bestand das Team, welches ihn fangen sollte, ausschließlich aus vampiristischen Söldnern. Sinned versuchte noch, unseren Möchtegern-Mafiosi zu bremsen, indem er kurzerhand Edward als verlängerten Arm nutzte - und dessen Kopf gegen den Kopf von Kenny donnerte. "Jetzt halt doch endlich mal deine Fresse!" Sinned war zwar ein wenig rabiat und grobschlächtig unterwegs - aber er war im Gegensatz zu den Anderen mit Eifer dabei und musste garnicht so viel manipuliert werden. Nein, er wollte von sich aus, Teil unserer Gruppe werden - wohlwissend, dass wir anders waren. Vielleicht hoffte er ja sogar darauf, irgendwann einmal einer von uns zu werden - so richtig im Sinne der medialen Wandlung. Nur war das hier keine fiktive Geschchte mit dem obligatorischen Happy-End am Ende. Adrian hingegen konnte ich noch nicht einschätzen - aber dadurch dass er über eine sehr gute Orts-Kenntnis, sowie die nötige Risiko-Bereitschaft beim Auto-Fahren besaß, war er geradezu prädestiniert, um den Fahrer-Posten inne zu haben - und das nicht nur jetzt, sondern auch nachher mit dem zweiten Team. Sprich: Adrian war durchaus zu einem wertvollen Mitglied geworden - und zeigte, dass die Gruppe rund um Azrud bei ihrer Wahl der menschlichen Rekruten nicht gänzlich versagt hatte. Nur, wie gesagt, was sie sich bei Kenny gedacht hatten, verstand woh niemand. Der Hobby-Gangster nervte mich dermaßen, dass ich ihm am liebsten den einen oder anderen Fluch anhexen wollte - nur hielt ich mich diesbezüglich noch zurück. Mein Frust entlud sich dafür im Gesicht des Musikers - hart und auch ohne Worte meinerseits mehr als aussagekräftig.OK; vielleicht war das nicht ganz fair, da meine Wut eigentlich auf Kenny gerichtet war - aber mal ehrlich, wir haben den Jüngling verschleppt mit der Intention ihn als Druckmittel gegen Fhenris zu verwenden. Sobald er uns nicht mehr von Nutzen war, würde er sterben - und wie ich Traidores kannte, würde dieser daraus ein gewinnbringendes Spektakel machen.Warum auch immer; aber kurz flammte in meinem Kopf die Vision auf, dass der Hybrid seinen Lover selbst umbringen würde. Und bei Hekate - das wäre ein Triumpf sondergleichen, wenn Traidores seinen Sohn dazu bringen konnte. Diese sadistische Ader teilte ich mit unserem Boss - Mitgefühl und derlei Sentimentalitäten waren mir fremd. Ich zog meine Kraft aus dem Leid anderer - weshalb ich mich letzendlich auch der Untergrund-Bewegung dieser fanatischen Vampir-Gruppe angeschlossen hatte. Denn bei den Vertretern meiner Rasse galten meine Vorlieben als schlecht und böse - eben das, was man unter der Ausübung schwarzer Magie verstand. Dumm nur, dass die Möglichkeiten an dunkler Magie viel größer waren, als es der einfache Verstand jemals zur Gänze begreifen konnte. Stellt euch das Universum vor, und die Anzahl der Sterrne stehen für die Vielfalt an Zaubern und Flüchen, an Ritualen und Tränken - das Ergebnis wäre unendlich, da nicht messbar. Apropros Flüche - ich konnte deutlich die Ansammlung von Magie spüren und kaum, dass ich mich auf das leicht-elektrisierende Kribbeln, welches die Anwendung von Hexenkraft auslöste, konzentrierte, sah man auch schon die Auswirkung. Im ersten Moment musste ich grinsen, denn Sinned´s schwarze Locken wandelten sich plötzlich zu einer schütteren Lichtung, die an die Haar-Pracht alter Männer erinnerte. Kenny prustete los, und fand es unheimlich erheiternd. "Ey Alter, jetzt übertreibst du es aber mit deinem Statement, dass du der Älteste von uns bist ... so ohne Locken werden dir die Mädels wohl nicht mehr nachlaufen", stichelte er - und schien die Tragweite des Ganzen einfach nicht zu begreifen - was mich wieder zu der mangelnden Denkfähigkeit gewisserr Individuen brachte. Aber egal, jetzt galt es erst mal, den Verursacher des Haar-Stylings zum Schweigen zu bringen - weshalb ich mich erneut zu Edward vorbeugte, um ihm das Stoff-Dingens wieder abzunehmen. An Sinned gerichtet kam der kurze Befehl, den Musiker zu knebeln. Während dieser mundtot gemacht wurde, und somit keine fragwürdigen Flüche mehr aussprechen konnte, zog ich meine Waffe, richtete selbige auf Edward - als unausgesprochene Warnung, uns nicht zu unterschätzen. Um dieser Drohung ein wenig mehr Nachdruck zu verleihen, änderte ich abrupt die Laufrichtung der Knarre und schoss Kenny 3 Kugeln in den Kopf - ungeachtet dessen, dass wir beengt in einem Van saßen, ignorierend, dass der Knall echt verdammt laut war und uns dementpsrechend allen nun der Kopf ein wenig dröhnen dürfte. Aber hey; dafür war das nervige Etwas neben unserem Gefangenen endlich still. "Das war echt überfällig ... noch mehr Flach-Witze aus seinem Maul und ich hätte wohl Selbstmord begangen", kommentierte ich den Mord aus Affekt, und warf unseem Gast wider Willen einen musternden Blick zu. "und nun zu dir?! eigentlich hätte ich gedacht, dass meine Faust-Begrüßung bereits deutlich genug war - aber scheinbar bist du ähnlich stur, wie man es diesem Fhenris nachsagt ... von daher, extra für dich nochmal zum Mitschreiben: STILL SITZEN, KLAPPE HALTEN und HOFFEN, dass dein Freund den Anderen keinen Anlass gibt, ihn zu töten" Mit einer deutlichen Genugtuung im Blick registrierte ich die aufflammende Angst von Edward - zwar waren da auch Emotionen wie Wut, Unverständnis und nicht wirklich deutbares Zeug. Aber die Leiche neben ihm schien dem Musiker wohl deutlich zu machen, dass wir kein Problem damit hatten, jemanden zu töten. Den Rest der Fahrt hatten wir endlich die Ruhe, die ich mir von Anfang an gewünscht hatte - vielleicht hätte ich unser Opfer direkt knebeln lassen sollen. Nun saß er gefesselt und mit dem Stoff-Dingens über den Kopf, neben Sinned, der dem Jüngling bei der Verschnürungs-Aktion verständlicherweise noch einige Schläge zusätzlich verpasst hatte - schließlich hatte dieser ihm die Frisur zerstört. Nach weiteren 2 Stunden kamen wir endlich an unserem Ziel an. Während Adrian mit Team 2 direkt wieder aufbrach, gingen wir zu Traidores - um ihm den Lover seines Sohnes zu bringen. Nach wie vor nett verpackt - eigentlich fehlte nur die Schleife.



zuletzt bearbeitet 25.09.2023 18:11 | nach oben springen

#5

RE: fragwürdige Normalität

in EVERYBODYS HAPPYPLACE 24.09.2023 18:50
von Fhenris | 116 Beiträge
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Beschäftigung: Atmen, Leben, Überleben
Beziehungsstatus vergeben
Gesinnung we shall see
Rassenzugehörigkeit Vampir-Wolfs-Mix (Hybrid)
Neigung Homosexuell
Rudel nope - dafür aber einen kleinen Freak

Szene 4 / Back to the Roots



Fhenris:
Wie so oft in letzter Zeit, war mein Schlaf viel zu kurz - um auch nur annähernd erholt zu sein. Doch leider war es nicht Eddie´s morgendliche Energie, die mich derartig unsanft aus den Schlaf riss - denn der Kleine war, wie so oft in den letzten Tagen, bereits im Studio, um die anstehende Tour vorzubereiten. Auch wenn ich meinen ganz persönlichen Adrenalin-Flummi stets aufs Neue verfluchte - so beinhalteten seine Weckdienste zu unchristlichen Zeiten zumindest die Möglichkeit einer gemeinsamen Verlängerung. Ihr wisst schon; Zweisamkeit mit der Chance auf den Austausch von Körperflüssigkeiten - und das Ganze im nicht-jugendfreien Kontext. Doch dem war nicht so, und der abrupte Abbruch ins Traumland war genau dem geschuldet - einem verdammt miesen Traum der Kategorie "Horror". Ein verdammter Traum mit meinem Freund in der Hauptrolle. Wobei?! Eigentlich war es kein wirklicher Traum - denn es gab keine Bilder im Blockbuster-Style. NOPE; einzig die drängende Stimme von Eddie erklang in meinem Kopf - warnend, voller Angst und so verdammt realistisch, dass es mich, wie bereits erwähnt, aus dem schlaf riss. MUTTER DER NACHT! Ich brauchte ein paar Atemzüge, um zu begreifen, dass ich nur geträumt hatte - denn die Worte des Kleinen hallten immer noch in meinem Kopf. Ich sollte weglaufen, abhauen, mich in Sicherheit bringen - weil sie mich holen wollten. YEPP; so langsam verlor ich echt den Verstand. Hank seine dramatischen Welt-Untergangs-Warnungen schienen sich jetzt schon in meine Träume zu schleichen - mit Eddie als Botschafter.
Genervt, dass ich mich ebenfalls von dieser Hysterie hatte anstecken lassen, machte ich mir einen Kaffee - mit einem Extra-Schuss MDAE-Zugabe. Es wurde eindeutig Zeit, mich mit dem Bodyguard zu unterhalten; erneut und dieses Mal hoffentlich ohne irgendwelche Zwischenfälle. Dass ich maßgeblich an der Konfrontation mit Hank beteiligt gewesen war, ignorierte ich mal eben ganz dreist; weil es für mein Vorhaben schlicht nicht förderlich war. Ja, ok, ich gab´s ja zu - ich bin der notwendigen Aussprache bisher bewusst aus dem Weg gegangen. Denn es ging bei diesem Gespräch ja nicht nur um das angebliche Unheil, welches meine Frenemies-Bindung mit Eddie hervorrief. Es ging auch um meine fragwürdigen Wurzeln und der damit verbundenen Tatsache, dass Hank den Wolf in mir spüren konnte, den ich nach wie vor zu leugnen versuchte. MÖGE DIE DUNKELHEIT UNS BEISTEHEN; denn wenn ich wirklich dieser Hybrid war, der ich zu sein schien - dann hatte Traidores die ganzen Jahre Recht gehabt und ich war das Produkt eines Verrates an ihm. NOPE; für derartige Gedanken fehlte mir der nötige Promille-Gehalt - noch hatte ich den Nerv, mich mit meiner Vergangenheit zu beschäftigen.
Die Stunden bis zum Sonnen-Untergang zogen sich ins Endlose, und mein Frust stieg dementsprechend. Ich hasste es, eingesperrt zu sein - auch wenn Eddie´s Wohnung zu einer Art Zuhause für mich geworden war, wurde ich unruhig, wenn ich nicht raus konnte; vor allem, wenn der Kleine nicht zugegen war. NOPE; ich, alleine mit meinen Gedanken - das war defacto keine gute Kombination. Dementsprechend tigerte ich ´ne gefühlte Ewigkeit durch das abgedunkelte Wohnzimmer und gab mich der promillehaltigen Kaffee-Dröhnung hin. Mit Einbruch der Dunkelheit verließ ich die Wohnung auf dem gewohnten Weg - durch das Fenster. Kurz schloss ich die Augen, atmete tief durch und ging gedanklich kurz durch, wohin es mich heute zuerst zog. Denn auch wenn ich mich vorhin dazu entschlossen hatte, mich mit dem Wolf auseinanderzusetzen, hieß das nicht, dass ich ihm die oberste Priorität in meiner imaginären To-Do-Liste einräumte. NOPE; zum Einen war ich mir sicher, dass Eddie seinen Bodyguard schon genug nervte - denn der Kleine hatte sich zum Ziel gemacht, so viel wie möglich über diese Wolfs-Geschichte in Erfahrung zu bringen. Und da Hank nun mal gegenwärtig der einzige wolf war, der uns bekannt war, musste dieser sich dem Wissensdurst von Eddie stellen. Ich hingegen wollte ja nichts über meine angeblichen Gene wissen - zumindest nicht offiziell. Mir ging es mehr darum, dass Mr. Drama-Queen aufhören sollte, dem Kleinen mit seinem Gerede über Bedrohungen Angst zu machen. Es reichte völlig, wenn wir uns um etwaige Auffälligkeiten kümmerten; diskret und effizient - da brauchte es keine Panik-Macherei.
Doch bevor ich mich in Konversationen stürzte, die mir keineswegs lagen, sollte ich vielleicht erst einmal ein wenig trainieren gehen - so im Sinne von überschüssiger Energie abbauen. YEPP; das klang nach einem guten Plan - zumal es neben der deeskalierenden Wirkung auch der Optimierung meiner Kampf-Technik dienen konnte. Denn auch die x-te Niederlage gegen Rune gestern Nacht, zehrte ein wenig an meinem Ego. OK; wenn ich ehrlich war, hatte ich eigentlich kein Problem damit, gegen den eindeutig stärkeren Stammes-Vampir zu verlieren. Zwischen uns hatte sich mittlerweile ein Battle entwickelt, wo es um den Zeit-Faktor an sich ging - denn ich hielt von Anfang an länger durch, als man mir zutraute. Dies hatte sich auch in der Arena rumgesprochen, weshalb es bei den Wetten schon lange nicht mehr um Sieg oder Niederlage ging - sondern darum, wie viele Minuten ich dem hiesigen Champion standhalten konnte. Tja, und genau daher rührte mein gestriger Unmut - erstmals seit Beginn unserer etwas anders-gearteten Kämpfe, konnte ich meine Zeit nicht verbessern. Und YEPP; das ging mir gewaltig gegen den Strich - weshalb ich an meiner Technik und insbesondere an meiner Kondition arbeiten wollte. Dementsprechend spurtete ich los - mit einem Parcours quer über die Dächer; zum Warm-Werden. Mein Ziel war das kleine Waldstück an der westlichen Stadt-Grenze.

Team 2:
Das Team, welches für die Ergreifung von Fhenris zuständig war, unterschied sich gänzlich vom vorherigen Team - das spürte Adrian sofort. Nicht nur, dass er in dieser Gruppe, welche deutlich größer war, jetzt der einzige Mensch war - die Vampire rund um Vitra waren allesamt kampf-erprobte Söldner. Dementsprechend war die Stimmung im Team zwar deutlich angespannter, aber eben auch strukturierter. Sie hatten sich in 3 kleinere Gruppen aufgeteilt und kommunizierten über die Chat-Funktion des Messengers. So kam auch schnell die Info im Van an, dass das Ziel-Objekt über die Dächer unterwegs war - Richtung Westen. Vitra grinste wissend, und erklärte den Anderen, dass dieser Weg aller Voraussicht nach zum Wald führen würde. Dort hätten sie den Freak des öfteren bei seinem Training beobachten können - fernab der Zivilisation. Eine Information, die größtenteils für eine gewisse Art der Erleichterung sorgte - denn der angesteuerte Ort beinhaltete zumindest keine unliebsamen Zeugen. Mit einem leichten Auftrag rechnete dennoch keiner - denn das, was über den Hybriden bislang bekannt war, machte deutlich, dass dieser ebenfalls ein Kämpfer war. Und da der Befehl eindeutig war und sie den Musiker noch nicht ins spiel bringen sollten, fiel die Möglichkeit weg, Fhenris mittels Erpressung dazu zu bringen, sich zu ergeben. Aber andererseits brannten die, die das Ziel-Objekt bereits seit einigen Jahren jagten, regelrecht darauf, den Flüchtling endlich dingfest zu machen. Hierfür hatte Traidores sogar die Erlaubnis gegeben, seinen Sohn mit allen Mitteln einzufangen - hauptsache er war noch am Leben. Dieser Freifahrts-Schein löste verständlicherweise so etwas wie Vorfreude bei den Kriegern aus - hatten sie sich die letzten Tage/Wochen doch stets zurückhalten müssen. Darius konnte das teils sogar nachvollziehen - aber, oder vielleicht genau deswegen, hatte Traidores das Team bewusst nicht nur aus den Jägern zusammengestellt, die wie gesagt, bereits ´ne Menge Frust mit sich rumtrugen. Der Großteil von Team 2 bestand aus seinen Leuten und ihm; einem Trupp best-ausgebildeter Söldnern, die gerade erst mit Traidores zusammen angereist waren. Eigens für diesen Auftrag, mit dem Ziel den Hybriden einzufangen, zurückzubringen, seinen Willen zu brechen und ihn dazu zu zwingen, endlich seiner Bestimmung zu folgen. Sprich: auch hier gab es den expliziten Befehl, Gewalt anzuwenden - aber eben aus einem anderen Grund. Darius nickte dementsprechend seinen Jungs zu - sie hatten bereits im Vorfeld besprochen, dass sie dem Jäger-Trupp den Vortritt lassen wollten - damit die sich abreagieren konnten und im besten Fall das Ziel-Objekt derart auspowerten, dass dieser nicht mehr allzu viel Kraft zur Gegenwehr haben würde. "OK; dann lasst uns den Freak schnappen ... denkt dran; einkreisen und in die Enge treiben - erst dann erfolgt der Zugriff ... verstanden?!", fasste Darius nochmal das geplante Vorgehen zusammen - und warf Vitra einen musternden Blick zu. Der Kampf war ihm ja gegönnt - nur sollte er warten, bis alle auf ihrer Position waren, um eine Flucht des Hybriden zu verhindern. Als dieser verstehend nickte, machten sich die Krieger bereit - wohlwissend, dass ihr Vorteil einzig in der Überzahl und im Überraschungs-Moment lag.

Fhenris:
Wen ich an so etwas wie Schicksal, Karma und diesen ganzen Psycho-Mist glauben würde, dann wäre wohl heute der Tag meiner Erleuchtung. Aber ich war, bin und werde wohl immer der Blasphemie treu bleiben und an nichts glauben, außer den Zusammenhang von Aktion vs. Reaktion - oder eben die banale Tatsache, dass es einfach Zeiten gab, in denen nichts so lief, wie es sollte. Und hey, Überraschung - auch heute schien mal wieder so eine Nacht zu sein, wo man sich das Aufstehen hätte ersparen können ... wenn es nicht schon mit dem Albtraum-getränkten und dadurch schlaflosen Tag begonnen hätte. Irgendwie hatte ich gehofft, dass sich dieses Chaos in meinem Inneren beruhigen würde, wenn ich mich dem Training hingab. Sportive Auslastung mit dem Ziel der Optimierung meiner Kampf-Technik, gepaart mit dem positiven Neben-Effekt der Ablenkung. Der Plan hätte durchaus gute Chancen auf Erfolg gehabt - wenn nicht, naja, wenn hier nicht irgendetwas völlig falsch war. Nur konnte ich beim besten Willen noch nicht sagen, was es genau war. Das Gefühl des Beobachtet-Werdens war mittlerweile allgegenwärtig und hauptsächlich der Bekanntheit des Kleinen geschuldet - nennen wir es mal "unliebsame Nebenwirkung", wenn man einen Musiker datet. Aber wie gesagt, ich versuchte dieses überwiegend zu ignorieren und konzentrierte mich auf das, was man wohl Alltag nennt - tägliches Training, Kämpfen für Geld oder den Kick, mein fragwürdiger Job mit zwielichtigen Tendenzen und meine Frenemies-Bindung zu Eddie. Letzteres war der Grund, warum ich mich immer mehr vom ruhelosen Vagabunden-Dasein abwandte - wenn auch eher unbewusst. Ebenso unbewusst und dennoch mehr als eindeutig, drifteten meine Gedanken immer öfters zu meinem Partner ab; hinterfragten die spürbaren Veränderungen in meinem Denken und Fühlen, versuchten zu verstehen, was es mit der wölfischen Prägung und der vampiristischen Bluts-Bindung auf sich hatte und so weiter, und so fort. YEPP; in meinem Inneren herrschte das reinste Durcheinander - und einzig im Alkohol oder im Kampf fand ich für einen kurzen Moment die Ablenkung, um nicht durchzudrehen. Zumindest normalerweise - denn wie bereits eingangs erwähnt, schien die Dunkelheit mir heute nicht wohlgesonnen zu sein. Irgendetwas fühlte sich hier verdammt falsch an - weshalb ich auch mitten im imaginären Schattenkampf mit akrobatischen Parcours-Elementen abrupt innehielt und meine Sinne schweifen ließ. Etwas, was ich vielleicht schon früher hätte tun sollen - denn nun war es zu spät. Ich konnte die Anwesenheit mehrerer Leute spüren; VAMPIRE. Irritierenderweise kam die Gruppe nicht aus einer fest-zumachenden Richtung auf mich zu - sondern die Geräusche, die Düfte, all das, was auf deren Kommen hindeutete, schien von überall herzukommen. Dementsprechend gab ich es auf, mich auf die einzelne Quelle zu konzentrieren - mich aufrichtend nahm ich Kampf-Haltung an, und wartete auf den Feind. Warum ich dbzgl. nicht positiv-neutral dachte?! Ich dachte, das wäre anhand der spürbaren Einkreisung meiner Person deutlich?! Eine ordinäre Wander-Gruppe hätte den gleichen Weg - und würde nicht plötzlich ringsherum auftauchen. Auch deutete das vorsichtige Annähern eher für eine Feind-Bewegung - denn ein normaler Gang über den Waldboden erzeugte kontinuierliche Geräusche - das was ich aber hören konnte, war nur vereinzeltes Knacken von brechenden Ästen und leises unverständliches Gemurmel. Lange Rede, kurzer Sinn: nennen wir es einfach mal Erfahrungswerte - welche sich just in diesem Moment bestätigten. Denn aus dem Dickicht der Nacht traten plötzlich ein paar Männer hervor, die mich nicht minder weniger angriffslustig ansahen, wie ich dort stand. "Jungs, hätte ich gewusst, dass ihr kommt, hätte ich Kuchen mitgebracht!", ging ich getreu meiner provokativ-sarkastischen Art direkt in die Offensive. Bei einem kurzen Rund-Um-Blick meinte ich ein paar der Gesichter schon mal gesehen zu haben - doch erst, als mein Blick auf einen kurz-geschorenen Typen der Marke Hobby-Gangster fiel, kam die Erinnerung. Das war der Typ, der mir letztens in die Arena gefolgt war. Mein ganz persönlicher Stalker war es dann auch, der das Wort ergriff und meinte, sie wären nicht hier, um mit mir einen Kaffee-Plausch zu halten. "Na denn, hör auf zu quatschen und lass uns ein wenig Spaß haben", entgegnete ich dunkel aufknurrend - wohlwissend, dass das hier eng werden könnte. Verdammt eng, denn die Typen sahen keineswegs so aus, als gehörten sie ´nem Alt-Herren-Gesangs-Verein an. Aber hey; NO RISK, NO FUN - schließlich war ich ja losgezogen, um auf andere Gedanken zu kommen und hier und jetzt bot sich die Chance dafür. OK; scheinbar hatte ich auch nicht wirklich die Wahl - denn warum auch immer, aber die schienen mir echt ans Leder zu wollen. Wieso, weshalb auch immer - Zeit zum Fragen hatte ich nicht, denn die ersten 2 sprangen mir bereits mit gezückten Dolchen entgegen

Team 2:
Fhenris ließ sich nicht provozieren und auch sonst schien der Typ keine Angst zu haben. Etwas, was Darius neugierig machte – denn normalerweise hätte das plötzliche Erscheinen ihrer Gruppe und die damit einhergehende Bedrohung, welche allein schon durch die Anzahl der Gegner offensichtlich war, zu einem solchen Empfinden beim Opfer führen müssen. Nur schien ihr Ziel-Objekt keineswegs dem traditionellen Bild eines Opfers zu entsprechen. Mit einem wilden Mix aus Sarkasmus und Provokation stellte er sich uns kampfbereit entgegen – und schien zur Überraschung einzelner sogar anfangs die Überhand zu haben. Innerhalb kürzester Zeit hatte er bereits zwei der Jäger ins Jenseits befördert und auch sonst wies Fhenris eindeutiges Kämpfer-Potential auf. OK; ganz so überraschend kam das eigentlich nicht – zumindest nicht für die ausgebildeten Söldner. Nur warum die Jäger rund um Vitra den Sohn von Traidores derart unterschätzten, verstand Darius nicht – schließlich hatten die Männer den Hybriden doch die letzten Jahre durch die Lande gejagt. Hatten die sich nicht mit ihrem Ziel-Objekt und dessen Fähigkeiten auseinandergesetzt?! Mit einem deutlich genervten Seufzen und einem ähnlich gelagerten Blick von Cole, der mir gegenüberstand, beobachtete ich noch ein paar wenige Minuten das Geschehen. Kurz stellte ich mir die Frage, warum Fhenris sich nicht weg dematrialisierte und sich auf diesem Wege in Sicherheit brachte. Denn ihm müsste doch klar sein, dass er gegen uns alle keine Chance hatte und dementsprechend unterliegen würde. Aber vielleicht konnte er es nicht – eine Erkenntnis, die dem Söldner ein fieses Grinsen ins Gesicht zauberte, beinhaltete sie doch einen Schwachpunkt unseres Gegners. Als Fhenris im Begriff war, auch noch Vitra zu besiegen, gab ich das Signal zum Angriff – standen meine Jungs doch bislang noch abwartend in der sprichwörtlichen 2. Reihe. Nun standen lediglich Cole und Darius noch untätig im Hintergrund – um im geeigneten Moment final ins Geschehen einzugreifen. Doch noch wollte Darius, der eindeutig die Führung der Gruppe besaß, abwarten, damit der Hybrid sich auspowerte – auch wenn dies durchaus mit Verlusten auf ihrer Seite einherging. Da Kollateral-Schäden aber nun mal faktisch Teil ihrer Arbeit waren, interessierten sie Darius nicht wirklich – vor allem nicht, wenn sie sich, wie gerade, einzig auf Männer aus der Jäger-Gruppe bezog. Da jetzt aber die Söldner ins Kampf-Geschehen involviert waren, signalisierte Darius mit einer kreisenden Hand-Bewegung in Cole´s Richtung den Start-Schuss für das Ende der Mission. Beide Männer dematrialisierten sich fast gleichzeitig direkt zu Fhenris rüber. Cole umschlang mit einer Silber-ummantelten Kette den Hals des Hybriden, was dessen Haut leicht ins Qualmen brachte. Während Fhenris rein instinktiv gegen den Würge-Griff ankämpfte, erschien Darius dicht vor ihm und hämmerte ihm ein paar brutale Faustschläge ins Gesicht. Immer mehr Schläge prasselten auf ihr Opfer ein, von mehreren Seiten, während Cole Fhenris weiterhin die Luft zum Atmen nahm. Als Fhenris erneut in die Knie ging und sich wie die Male zuvor wieder hochkämpfen wollte, rammte Darius ihm die Spritze in den Hals – welche mit dem starken Betäubungsmittel von Jamie gefüllt war. 3-2-1, und das Ziel-Objekt sank kraftlos zu Boden. Hier zeigte sich dann wieder der miese Charakter von Vitra, der nun seinerseits auf das bewusstlose Opfer einzutreten begann. Auch wenn Darius es ein wenig nachvollziehen konnte, dass der Jäger derartig sauer war – schließlich hatte dieser gerade 2 seiner Männer verloren und war selbst nur Dank der Söldner noch am Leben. Dennoch bremste er Vitra und vertröstete den Jäger auf später – hatten sie die nächsten Tage doch ausreichend Zeit für den Hybriden. Fhenris wurde gefesselt in den Fußraum verfrachtet, und Team 2 machte sich auf den Weg zurück zum Lager. Der Zugriff hatte länger gedauert als geplant - auch gab es mehr Opfer als man angesichts ihrer Übermacht hätte erwarten dürfen. 2 Tote und 3 Verletzte - für die sich der Hybrid noch rechtfertigen würde müssen; auch wenn es aus seiner Sicht logischerweise Notwehr war. Aber mal im Ernst - wen interessierte das?! Zum Einen gab es keine Zeugen, die für ihn aussagen würden - und zum Anderen würde er niemals mehr frei kommen. Und genau das war es, was Darius und seine Männer an dem Job als Söldner mochten - die kleinen Überraschungen, welche oftmals eingefahrene Situationen ein wenig aufpeppten und die dennoch zum Ziel führten. Natürlich war der gute Verdienst ebenfalls ein absoluter Fürsprecher, welche für diese Art von Missionen sprach - und Traidores zahlte enorm viel dafür, dass wir ihm seinen Sohn zurückbrachten und dessen "Erziehung zum willigen Assassinen" fortan aktiv unterstützten.

Das Betäubungsmittel, welches dem Ziel-Objekt verabreicht wurde, war stärker als gedacht. Fhenris verschlief nicht nur die fast 3-stündige Rückfahrt zum Lager, auch das Willkommens-Komitee bekam er nicht mit. Sehr zur Freude von Traidores, der sich spontan dazu entschlossen hatte, vorerst im Hintergrund zu bleiben – und es glich einer Fügung des Schicksals, dass sein Sohn immer noch betäubt war und dementsprechend nicht mitbekam, wer ihn hatte einfangen lassen. Das würde ein Spaß werden, wenn der Bastard realisierte, unter wessen Kontrolle er fortan wieder stehen würde. Darius und seine Leute sollten sich darum kümmern, dass der Gefangene in einen Zustand kam, der ihn ein wenig gefügiger machte. Sprich: die Söldner sollten den Hybriden für das Wiedersehen mit seinem Vater vorbereiten – mit allen Mitteln.
Während Traidores wieder in die Jagd-Hütte ging, wurde der bewusstlose Hybrid in die Lagerhalle geschliffen. Da der Aufenthalt für Fhenris defacto kein Urlaub darstellen sollte, verstand es sich von selbst, dass den Gefangenen kein bequemes Bett oder ähnliches erwartete. NEIN; Fhenris wurde an die Decke gekettet, sodass sein komplettes Gewicht von den Armen getragen wurde - zumindest solange er noch unfreiwillig im Reich der Träume verweilte. Im wachen Zustand könnte er rein theoretisch, zumindest zeitweilig die Arme entlasten, wenn er sich auf die Zehenspitzen stellte. Darius und seine Männer betrachteten ihr Opfer, besprachen kurz das weitere Vorgehen und teilten dementsprechend die Wachen ein. Diese erzwungene Ruhe-Phase würde wohl die letzte sein, welche Fhenris in den nächsten Tagen vergönnt sein würde. Denn die drei Stütz-Pfeiler zum Brechen seines Willens basierten auf das Aushungern und Ausbluten, um ihn den Zustand kurz vor dem Blutrausch zu kriegen … konstanten Schlaf-Entzug, um ihn gleichermaßen die Kraft wie auch Konzentrationsfähigkeit zu nehmen … und der kontinuierlichen Folter, welche hauptsächlich dem Spaß diente und die beiden ersten Punkte grundlegend unterstützte. Die Männer würden ordentlich Dampf ablassen können, nebenbei gutes Geld verdienen und vielleicht eröffneten sich mit dieser Mission noch weitere Optionen. Bei der Aufteilung der Männer achtete Darius auf ein ausgewogenes Verhältnis; schließlich mussten auch die Jäger untergebracht werden und drüben in der Jagd-Hütte wartete ja auch noch der junge Musiker auf die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Nachdem die Aufgaben verteilt und die Vorgehensweise klar war, trennten sich die Männer und bezogen ihre Posten, bzw. zogen sich entsprechend zurück. Darius sah noch kurz bei Jamie vorbei, um zum einen abzuklären, wieviel er noch von diesem Betäubungsmittel hatte – denn ggf. würden sie Nachschub brauchen. Zum anderen wollte er wissen, wie es um die Verletzten stand. Darius hatte da ein echt ungutes Gefühl, und der Sanitäter schien dieses Gefühl direkt bestätigen zu wollen - von toxischer Vergiftung war ua. die Rede. Verflixte Axt; entfuhr dem Söldner ein leiser Fluch – denn trotz aller Vorbereitung hatten sie einen Punkt außer Acht gelassen. Der Biss von Wölfen war für Vampire tödlich, und ihrem Gefangenen wurde nachgesagt, dass er ein dreckiger Bastard war und Wolfs-Blut in sich trug. Sprich: die 3 Vampire würden an ihren Verletzungen elendig krepieren, da diese ua. auch Bisswunden aufwiesen. Ein Grund mehr, dem Hybriden die Knochen zu brechen – immer und immer wieder. Die nächsten Tage würden sowohl für Fhenris, wie auch für seinen Lover Edward defacto schmerzhaft werden. Und bei der jungfräulichen Büchermaus; Darius freute sich darauf - denn für ihn war klar, dass dieser Auftrag in mehrfacher Hinsicht noch einige Überraschungen, bzw. Herausforderungen beinhalten würde.

Fhenris:
In der einen Minute spürte ich noch das Adrenalin durch meine Adern rauschen, welches ich beim Kämpfen immer spürte – und hierbei war es egal, ob es sich um Arena-Kämpfe oder Auseinandersetzungen auf der Straße handelte. Einzig in der Intensität des Adrenalin-Rausches war der Unterschied zu den vorgenannten Situationen und den Momenten, wo ich mich dem Kick hingab, zu spüren. Und das hier war eindeutig mit meiner fragwürdigen Art, mich meinen inneren Dämonen zu stellen, vergleichbar – denn dabei ging es um Leben und Tod, und nicht ums Geld verdienen oder Dampf ablassen.
Doch zurück zum oben erwähnten Minuten-Spiel – denn wie gesagt, in der einen Minute befand ich mich noch mitten im Kampf und in der nächsten verschwand plötzlich alles hinter einer Art Nebel. Die Welt um mich herum drehte sich immer schneller, meine Sicht verschwamm zusehends und das letzte, was ich noch bewusst erkennen konnte, war die dreckig grinsende Visage eines Typen, mit ´ner Narbe am Auge – ehe sich eine unangenehme Stille um mich legte. Erst einige Stunden später erwachte ich wieder und brauchte einen Moment, um mir meiner misslichen Lage bewusst zu sein. OK; die Ketten, welche mich in meiner Beweglichkeit einschränkten, waren da ebenfalls sehr hilfreich … ebenso wie das Begrüßungs-Komitee, welches doch direkt da weiter machte, wo wir aufgehört hatten - nur konnte ich mich dieses Mal nicht wirklich wehren.

Einige Tage später:
Keine Ahnung, wie oft diese Idioten mich jetzt schon sprichwörtlich durch den Fleischwolf gedreht hatten … wie oft ich meine Knochen brechen hörte … und wie oft ich gedanklich zur Dunkelheit betete, sie möge mich endlich zu sich rufen – während ich getreu meiner Art äußerlich unbeugsam wirkte und mit provokativ-sarkastischen Äußerungen keineswegs zur Deeskalation beitrug … aber mal ehrlich; ich bezweifelte, dass es etwas an meiner Situation ändern würde, wenn ich um Gnade flehen würde – oder plötzlich zum JA-Sager mutierte … BEIM HÖLLENFÜRSTEN; niemals nicht und never ever würde ich mich irgendwelchen Typen unterwerfen – egal wie nah ich dem Tode war … NOPE; das hatte selbst Traidores nicht geschafft – und der gehörte zu den wenigen Gegnern, die ich zu umgehen versuchte … unter meinen schlagfreudigen Gastgebern gab es zwar auch einen, dessen Anwesenheit mir nicht wirklich behagte – aber das war eine andere Geschichte
Meine Tage, Nächte, keine Ahnung - wie gesagt, ich hatte mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren … meine Zeit hier war geprägt von nervtötendem Gelaber, grellem Licht, niemals endendem Schmerz und keine Möglichkeit, dem zu entfliehen – weder körperlich, noch mental … so ungerne ich es auch zugab, aber die Typen wussten, was sie taten … sie ließen mir keine Chance, mich überhaupt an irgendetwas zu gewöhnen … kein Besuch glich dem vorherigen und meine neuen „Freunde“ waren äußerst kreativ in ihrem Bestreben, mir das Leben zur Hölle zu machen
Eigentlich waren solche Situationen etwas, was ich kennen müsste – schließlich war ich unter ähnlichen Bedingungen aufgewachsen. Und genau das war einer der Gründe, warum ich infolge der Folterungen unweigerlich immer öfter an meinen Vater denken musste – trug das hier doch irgendwie seine Handschrift. Obwohl?! NOPE; Traidores würde es sich nicht nehmen lassen, mir seine väterliche Zuneigung selbst angedeihen zu lassen. Er hatte zwar schon früher die Peitsche an andere weitergeleitet – gewinnbringend und um mir zu zeigen, dass mir niemand helfen würde. Doch war er dabei stets anwesend und genoss das Schauspiel; mit einer dieser widerlichen Zigarren in der Fresse. Ohne es verhindern zu können, entfuhr mir ein leises gequältes Lachen. Denn mir wurde gerade bewusst, dass diese Gewalt-Spirale, in welcher ich mich gerade unfreiwillig befand, genau dem ähnelte, was mein armseliges Leben darstellte. Immer dann, wenn meine inneren Dämonen zu laut wurden, hatte ich den Kick gesucht, um mittels der bewussten Kontroll-Abgabe und den damit verbundenen Schmerz für den sprichwörtlichen Knock-Out zu sorgen – mein persönlicher Reset-Knopf. Und jetzt, jetzt pendelte ich fast unaufhörlich zwischen meinem inneren Abgrund und der schlagfreudigen Aufmerksamkeit meiner gegenwärtigen Gastgeber. MUTTER DER NACHT; waren das diese Geister, die, wenn man sie rief, nicht mehr abhauten?! Irgendwie glaubte ich mich da an eine entsprechende Aussage zu erinnern, die Eddie mal getätigt hatte. Und JA; der Kleine war der einzige Punkt, der in dieser abnormalen Normalität eine neue, ungewohnte Variable war. Die Sorge, dass er sich auf die Suche nach mir machen würde und dabei wohlmöglich ebenfalls diesen komischen Typen in die Hände fiel, nahm mir sprichwörtlich die Luft zum Atmen. Denn nach wie vor wusste ich weder, wer die waren – noch, was sie von mir wollten. Ich meine, mal ehrlich, der Aufwand, den die hier betrieben, war für ´ne schlichte Rache-Aktion, weil ich vielleicht irgendwann einmal irgendwem von denen ans Bein gepisst hatte. Und auch diesen Mafiosi-Heinis, für die ich gelegentlich arbeitete, traute ich ein solches Vorgehen nicht zu. NOPE; die waren da mehr subtil unterwegs – Hinrichtung per Schuss oder durch Einsatz von Auto-Bomben, hinterhältig und dennoch effizient. Vor allem aber handelte es sich bei den Auftraggebern meiner zweifelhaften Jobs um Menschen. Die Typen, die mich hier seit einer gefühlten Ewigkeit an die Grenzen meiner Selbst trieben, waren Vampire. YEPP; wieder einmal zeigte sich, warum ich selbst mit den Vertretern meiner eigenen Rasse nicht klar kam. OK, es gab einige wenige Ausnahmen – denn mit den Jungs vom Orden hatte ich bislang noch keine Probleme gehabt, und dass obwohl ich diverse Male einfach uneingeladen dort aufgetaucht war und heimlich, still und leise zu diesen irdischen Geburtstagen was hinterlassen hatte. Warum?! Weil ich Eddie zuliebe versuchte, an meiner Anti-Alles-und-Jeden-Haltung zu arbeiten. Nur?! Ihr seht ja, wohin das führt – geradewegs in die Abgründe zwischenmenschlicher Kontakte. Und diese ließen mir kaum Zeit, um mir über irgendwelche Wieso, Weshalb, Warum´s intensivere Gedanken zu machen. NOPE, die wenigen Gedanken, zu denen ich nach mehreren Tagen unter diesen Bedingungen noch fähig war, galten Eddie – wohlwissend, dass ich seine Existenz geheim halten musste, um ihn zu schützen. Erstmals war ich dankbar dafür, dass der Bodyguard meines Freundes ein Wolf war. Hank würde nicht zulassen, dass Eddie sich auf die Suche nach mir machte. Der Kleine würde zwar anfangs vor Sorge vergehen, bis sich diese in Wut wandeln würde – denn irgendwann würde er wahrscheinlich glauben, dass ich ihn verlassen habe … schließlich war ich ein Vagabund und dass ich Probleme damit hatte, mich auf dieses Frenemies-Zeug einzulassen, war kein Geheimnis … NEIN; Eddie würde mich letztendlich vergessen – dafür würden seine Leute schon sorgen … und auch wenn mich dieses Denken beruhigen sollte, schmerzte es mehr, als es die Fäuste taten, die mich gerade zum x-ten Mal in die Dunkelheit beförderten

Darius:
Ich muss gestehen, dass dieser Auftrag doch aufwendiger war als ursprünglich gedacht. Ich meine, ok, dass wir mit diesem Wolfs-Bastard ein anderes Kaliber vor uns hatten, als es die politischen Kontrahenten waren, die wir sonst verschwinden ließen, war von vornherein klar. Das Ziel-Objekt war ein ausgebildeter Kämpfer – und lt. unseren Informationen sollte er als Assassine eingesetzt werden, um die Bruderschaft zu zerstören. Eigentlich ein guter Plan, der nur dummerweise darauf fußte, dass der auserkorene „Joker“ nicht mitspielen wollte. Und da kamen meine Jungs und ich ins Spiel – denn unser Auftraggeber, der zugleich auch noch der Vater unseres Gefangenen war, kam wohl an seine erzieherischen Grenzen. Alles in allem war die Hintergrund-Story ziemlich verworren – aber hey; was interessierte mich das. Traidores zahlte verdammt gut dafür, dass wir ihn mit unserer Erfahrung unterstützten, bzw. fortan die Drecks-Arbeit leisteten – welche grob beschrieben darin lag, Fhenris wieder einzufangen und ihn insoweit zu brechen, dass er den Krieg auslöste, der zu einer neuen Rang-Ordnung führen sollte.
Wie gesagt, in der Theorie hatte es einfacher geklungen als es sich nun in der Praxis darstellte. Aber normalerweise sollte das Opfer nachdem wir seinen Willen gebrochen hatten, auch nicht mehr fähig sein zu kämpfen – dieses war im Fall von Fhenris aber nun mal das vorrangige Ziel. Und aus eben jenem Grund hatten wir uns ja auch seinen Lover geschnappt; um ein Druckmittel zu haben. Doch noch war nicht der richtige Zeitpunkt, dass Edward seinen großen Auftritt bekam. Zuerst mussten wir auch ihn gefügiger bekommen, und der Jüngling war mindestens genauso stur, wie unser Ziel-Objekt – dementsprechend zog sich alles unschön in die Länge. Vor allem, weil uns Traidores immer wieder dazwischenfunkte – angetrieben von der Neugierde und der Ungeduld. Er wollte endlich Resultate, genoss die Angst in den Augen des Musikers und ärgerte sich darüber, dass Fhenris immer noch nicht bereit war, vor ihm zu knien. Doch der Wolfs-Bastard weigerte sich beharrlich, ihm diesen Gefallen zu tun.
Nicht nur die bornierte Sturheit zeichnete den Gefangenen aus - bislang schien Fhenris gegen all´ unsere Praktiken immun zu sein. Nicht im Sinne dessen, dass er keine Schmerzen empfand, denn das tat er, wie man unschwer erkennen konnte. Und auch unsere Vorgehensweise, ihm keine Minute Erholung zu gönnen, sowie die Kombination aus Ausbluten und Aushungern zeigten immer mehr Erfolg. Der Hybrid hatte merklich an Energie eingebüßt; aber das war es dann auch schon - nach wie vor nutzte er jede Möglichkeit, um sich uns zu widersetzen. Sei es mit Fluchtversuchen, die keine Aussicht auf Erfolg mit sich brachten … diesem unbeugsamen Blick, der sein wildes, feuriges Temperament spiegelte … oder der stetig wachsenden Zahl an Kollateral-Schäden. JA; Fhenris war eindeutig eine Herausforderung für uns – aber nichts desto trotz war ich mir sicher, dass wir ihn bezwingen würden. Schließlich hatten wir seinen Freund und Gefühle hatten die Macht, selbst die stärksten Krieger schwach werden zu lassen.
Dementsprechend machte es mich keineswegs nervös, als mich wieder einmal die Info erreichte, dass sich unser gegenwärtiges Spielzeug seiner Ketten entledigt hatte. Mit Joshi, Cole und Vitra machte ich mich auf den Weg rüber zur Lagerhalle, um unseren Gast zum wiederholten Male an die hiesigen Hausregeln zu erinnern, welche unter anderem besagten, dass er brav zu sein hatte. Auslauf gab es, wenn überhaupt, nur mit Begleitung und angekettet – wie es sich für Drecks-Köter geziemte. Eine Sichtweise, die Vitra geäußert hatte und welche irgendwie zum Running-Gag wurde. Kurze Zeit später hatten wir Fhenris eingekreist, und ich stellte mich ihm gegenüber. „Ach komm, Prinzessin, willst du es wirklich wieder bis zum Ende ausreizen?! Das wird doch auf Dauer langweilig. Wie wäre es, wenn du dich zur Abwechslung mal ergibst?!“, machte ich deutlich, dass er keine Chance hatte. Vitra fügte dem noch hinzu, dass er zur Belohnung auch einen Schluck Blut bekommen würde – hierbei schwenkte er fies grinsend einen Becher. Im ersten Moment hätte ich ihn umbringen können – denn mal ehrlich, aufgrund dessen, dass wir Fhenris aushungerten, bzw. ihn sogar willentlich ausbluten ließen, näherte sich dieser immer mehr dem Blutrausch. Da war es mehr als kontra-produktiv, dass er hier jetzt mit ´nem Becher frisch gezapften Blut stand. Doch als ich den Blick von Fhenris sah, musste ich ebenfalls grinsen – wenn auch aus einem anderen Grund. Die Augen des Hybriden leuchteten nicht nur plötzlich, wie es für Wesen unserer Art normal war. NEIN; in ihnen loderte sprichwörtlich das Feuer, welches sein Temperament ausmachte – gold-rot flackernd, wild und ungestüm. Aber auch der Hauch von Erkennen, von Sorge - welche sich schlagartig in Wut wandelte. Ein Blick, der so viel aussagte und dass ohne ein gesprochenes Wort. Der Duft des Blutes war für Vampire nun mal das, was für Menschen der Finger-Abdruck war - ein unveränderliches Kennzeichen und dem Hybriden schien wohl just in diesem Moment klar zu werden, wessen Blut sich da im Becher befand. Doch so sehr mir dieser spürbare Wechsel in Fhenris seinem Wesen auch gefiel, so wollte ich ihm nicht den Raum dafür geben. Noch nicht; denn diese Reaktion machte deutlich, dass wir eindeutig schneller vorankamen, wenn wir den Musiker einsetzten. Jetzt galt es aber, den Wolfs-Bastard in seine Schranken zu weisen – weshalb ich auch kurzerhand das Zeichen gab. Während Joshi mittels Magie dafür sorgte, dass Fhenris vor Schmerzen im Kopf nicht mehr klar denken konnte, griffen Cole und Vitra zeitgleich an. Innerhalb kürzester Zeit war der Hybrid überwältigt und hing benommen in seinen Ketten. Die obligatorischen 30 Peitschen-Hiebe wegen des Flucht-Versuchs gab es logischerweise auch noch – schließlich hatten wir ihm dieses am ersten Tag als generelle Konsequenz für Fehlverhalten angedroht und eine Drohung hat nur dann Sinn, wenn man sie auch durchzog. Als Cole mit der Durchführung der Sanktion fertig war, hob ich das Kinn von Fhenris an und zwang ihn, mir in die Augen zu schauen. Das feurige Leuchten war verschwunden und zurück blieb der rebellische Blick, welcher zwar zuweilen ein wenig an Intensität verlor und ruhelos wirkte, aber immer wieder durchschimmerte. Vitra trank den Becher leer und ließ seine altbewährten Beschimpfungen los, die allesamt darauf abzielten, Fhenris noch mehr zu reizen. Doch dieser ignorierte den Jäger und versuchte sich auf mich zu konzentrieren – etwas, was mir in den letzten Tagen schon öfters aufgefallen war. Wenn ich zugegen war, ging sein Blick auffällig oft in meine Richtung – wohlwissend dass ich neben den Anderen die größte Gefahr für ihn darstellte. JA; dumm war Fhenris keineswegs, nur unendlich stur und unbelehrbar. Anstatt dass er sich uns unterwarf, kämpfte er einen Kampf, den er nicht gewinnen konnte – denn es gab nur 2 Wege, diese Halle zu verlassen: als willenloses Werkzeug seines Vaters oder als Toter. Letzteres brachte mich dazu, meinen Blick ´gen Malek gleiten zu lassen, den wir bislang völlig außer Acht gelassen hatten – einer der Jäger, dessen Inkompetenz es zu verdanken war, dass Fhenris kurzzeitig etwas mehr Bewegungsfreiraum hatte. Er lag leise röchelnd in seinem Blut, ua. mit einer deutlichen Bisswunde am Hals. Dennoch wies ich Vitra an, ihn zu Jamie zu bringen. Warum?! Ganz einfach, es war schlecht für das Gruppen-Gefühl, wenn man einen sterbenden Kameraden einfach liegen ließ. Erst jetzt fiel mir auf, dass auch Fhenris eine Bisswunde hatte. Wahrscheinlich hatte Malek versucht, sich auf diese Weise den Hybriden vom Hals zu halten. Keine Ahnung, es war mir aber auch egal - ebenso wie der Umstand, dass Fhenris nicht mehr lange durchhalten würde. Immer öfters fielen ihm die Augen zu.

„Prinzessin, na komm, du kannst später von deinem Traum-Prinzen träumen … hey, du brauchst garnicht so grimmig schauen – du bist selber daran schuld, wenn du Prügel beziehst … wenn du etwas an deiner gegenwärtigen Lage ändern willst, musst du dich nur deinem Vater unterwerfen … du weißt schon; vor ihm knien, seine Befehle ausführen und dein Temperament unterdrücken … tststs, wer wird denn gleich den Kopf schütteln … denk darüber nach und vergiss bei deinen Überlegungen nicht, dass du irgendwann auch mal wieder etwas Nahrung brauchst – in mehrfacher Hinsicht“, gab ich Fhenris erneut die Möglichkeit, dem Ganzen ein Ende zu bereiten – wohlwissend, dass er dieses nicht tun würde. Aber es war immer wieder eine Art Schachzug in einem Spiel, welches das Opfer nicht gewinnen konnte – berechnend und fies. Denn selbst wenn er sich unterwerfen würde, würde er niemals mehr freikommen.



zuletzt bearbeitet 25.09.2023 18:13 | nach oben springen

#6

RE: fragwürdige Normalität

in EVERYBODYS HAPPYPLACE 24.09.2023 19:00
von Fhenris | 116 Beiträge
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Beschäftigung: Atmen, Leben, Überleben
Beziehungsstatus vergeben
Gesinnung we shall see
Rassenzugehörigkeit Vampir-Wolfs-Mix (Hybrid)
Neigung Homosexuell
Rudel nope - dafür aber einen kleinen Freak

Szene 5 / Deal mit dem Teufel



Darius:
Die gestrige Nacht hatte ich noch lange mit Cole zusammengesessen – bis weit nach Sonnenaufgang. Aber die neuesten Entwicklungen erforderten dieses – denn sie beinhalteten eine völlig neue Möglichkeit. Aus diesem Grund saßen wir nun hier – mit dem musikalischen Hexer, oder was auch immer Edward darstellte. „Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir uns mal etwas intensiver unterhalten. Du weißt, dass wir deinen Freund, Kumpel, Lover, wie auch immer ebenfalls in unserer Gewalt haben … und … naja, was soll ich sagen … bornierte Sturheit und feuriges Temperament – das ist eine verflucht gefährliche Kombination“, begann ich einen Monolog, da der Jüngling noch geknebelt war – aber vorerst sollte er ja auch nur zuhören und meine Worte, bzw. die Botschaft dahinter verstehen. Um dieses noch ein wenig zu beschleunigen, legte ich mein Handy auf den Tisch und spielte eines der Videos ab, welches wir aufgenommen hatten. Warum?! Das dürfte doch wohl klar sein – um für Traidores die Methoden zu dokumentieren, mit denen wir Fhenris zu brechen versuchten „… und da dein Freak absolut nicht kooperativ ist, wird er da drüben wohl draufgehen“, kommentierte ich die äußerst blutige Folter-Szene, welche das Ausbluten des Hybriden zum Ziel hatte. „Es sei denn, und jetzt kommst du ins Spiel … es sei denn, du schaffst es, ihn zu überzeugen, dass er sich endlich unterwirft“ Als der Jüngling vehement den Kopf schüttelte und unverständliches Gebrabbel in den Knebel murmelte, gab ich ihm eine schallende Ohrfeige. „KLEINER; hör auf dich zu weigern, bevor du weißt, was wir von dir wollen“, fuhr ich ihn an, nahm mich aber direkt wieder zurück und atmete tief durch. „Hör einfach zu … danach nehme ich dir den Knebel ab, und du kannst dich zu meinem Vorschlag äußern … hast du das verstanden, oder brauchst du noch ´ne Gedanken-Schelle?!“ Ich spielte das nächste Video ab, in welchem Vitra zu sehen war – eine bewusste Auswahl, und als ich das kurze Zusammenzucken des Musikers registrierte, wusste ich, dass es funktionierte. Nicht nur, dass der Jäger wieder einmal seinen ganzen Unmut in brachialer Gewalt an Fhenris ausließ – wir wussten auch, dass er den Jüngling als Blut-Beutel nutzte. Sprich: der Typ war das perfekte Feind-Bild. „Soviel wir wissen, verbindet euch mehr als nur Freundschaft … und nein, eure sexuellen Triebe interessieren hier niemanden … es geht um diese Art Bindung, die dir die Fähigkeit gibt, ihn zu beruhigen, wenn er in Rage ist“ Um dem Jüngling deutlich zu machen, was ich meinte, drückte ich ihn unsanft mit dem Brustkorb so auf den Tisch, dass ich in seinen Nacken greifen konnte – wo ich mit den Fingern über die leicht verblassten Biss-Spuren strich. „Also, stimmt es, dass du dazu in der Lage bist?!“, kam ich direkt auf den Punkt – denn wenn die uns bekannten Überlieferungen stimmen, dann könnten wir mit Edward´s Hilfe den Wolf gleichermaßen hervorlocken, wie ihn auch bändigen. Dementsprechend klärten wir den Jüngling darüber auf, dass Traidores sich morgen seinem Sohn zeigen wollte - mit dem Musiker als Druckmittel. Und dass es wohl aller Voraussicht nach zu einer Art Showdown kommen würde, dessen Verlauf darüber entschied, ob sie weiterleben durften oder eben als nutzlos eingestuft wurden. Dass der einzige Nutzen von Edward darin lag, ob er Fhenris beruhigen konnte oder eben nicht, verstand sich von selbst.
Lediglich die Tatsache, dass wir mittlerweile eigene Ziele verfolgten, war neu. Aber genau darin lag die Chance für die Gefangenen – denn im Gegensatz zu Traidores brauchten wir Fhenris im lebenden Zustand; und wenn sich unsere Vermutung bewahrheitete, dass die beiden miteinander verbunden waren, war auch Edward´s Überleben gesichert. Wie wir darauf kamen?! Cole waren die Bisse im Nacken des Jünglings aufgefallen – und da diese den sogenannten Liebes-Bissen verdammt ähnlich waren, mit denen Wölfe ihre Zugehörigkeit symbolisierten, lag die Vermutung halt nahe. Nur wie gesagt, unnützen Ballast konnten wir für unser Vorhaben nicht gebrauchen – die Kontrolle des Bastards war schon schwierig genug. „Deine, bzw. eure Chance liegt also einzig darin, dass du den Boss morgen davon überzeugst, dass du von Wert für seine Pläne bist … ansonsten wirst du wohl morgen in der Halle sterben – und irgendwie bin ich mir sicher, dass der Freak dir folgen wird … korrekt, wir wollen dir helfen … nicht im Sinne von frei-lassen, das können wir nicht … aber wir können dir Vitra vom Hals halten, damit er dich nicht mehr beißt und wir können dafür sorgen, dass dein Freund mal ´ne Pause kriegt … weil, ich weiß ja nicht, ob du weißt – aber kontinuierlicher Schlaf-Entzug kann selbst den stärksten Krieger auf Dauer zermürben“, schlugen wir dem Gefangenen einen Deal vor, der zwar keine Freiheit versprach – dafür aber einige wenige Annehmlichkeiten, die angesichts der verfahrenen Situation durchaus verlockend waren. Dass nebenbei immer noch verschiedene Videos von Fhenris gezeigt wurden, war gewollt – denn mit dem Bild vor Augen, wie sein Freund gefoltert wurde, dürfte dem Jüngling die Entscheidung vielleicht etwas leichter fallen, mit uns zu kooperieren.



zuletzt bearbeitet 25.09.2023 18:12 | nach oben springen




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